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Deutsche Bergtour auf der letzten Etappe

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euro 08 «Fussball ist ein einfaches Spiel: 22 Spieler rennen 90 Minuten einem Ball nach, und am Ende gewinnen die Deutschen.» Diesen Satz prägte 1990 der frühere englische Internationale Gary Lineker. Er trifft präzise auf den Halbfinal der Deutschen gegen die Türkei zu. Deutschland spielte nicht gut, aber siegte. Am Samstag wird die im Vorfeld zur Bergtour im Luis-Trenker-Stil verklärten Kampagne mit der Reise nach Wien fortgesetzt. Der Gipfelsturm steht noch aus.

Die Siegermentalität

Portugals Coach Luiz Felipe Scolari hatte Deutschland bewundernd als «Turniermannschaft» bezeichnet, bevor sein Team im Viertelfinal an der DFB-Auswahl scheiterte. Im Halbfinal setzten sich die Deutschen quasi in türkischer Manier gegen «Türkiye» durch – mit einem Tor in letzter Minute. «Wir zeigten diese Mentalität, unbedingt gewinnen zu wollen», sagte Joachim «Jogi» Löw hernach. Der Bundestrainer sprach vom «Wahnsinnsfight» und von der «unglaublichen Dramatik». Die positiven Erfahrungen aus vergangenen Turnieren würden ihnen in solchen Momenten helfen. «Wir haben das Vertrauen, am Ende eine Partie noch drehen zu können, auch wenn wir nicht gut spielen», so Löw. Die Siegermentalität sei in Deutschland durchaus ausgeprägt und zeichne eben auch deutsche Mannschaften aus.

Nach zwei erfolglosen Europameisterschaften sind die Deutschen wieder da, wo sie sich am liebsten sehen – an der Spitze. Zum siebten Mal bereits standen sie in einem EM-Halbfinal, zum sechsten Mal zogen sich auch in den Final ein.

Beeindruckende Bilanz

Die Bilanz ist in der Tat beeindruckend. Die ersten beiden Europameisterschaften besuchten die Deutschen mangels Interesse nicht, danach scheiterten sie nur 1968, 1984 sowie 2000 und 2004 schon in der Vorrunde. Ansonsten standen sie immer zumindest im Halbfinal. Dabei war der Auftritt gegen die ersatzgeschwächten Türken, denen insgesamt acht Spieler wegen Sperren oder Verletzungen nicht zur Verfügung standen, alles andere als überzeugend.

Löw war an der Seitenlinie mehrfach der Verzweiflung nahe. «Wir schafften es über das Spiel nicht, die Zweikämpfe so zu bestreiten, wie wir uns das vorgenommen hatten», erklärte er hernach. Lange Bälle in die Spitze seien die Folge zahlreicher Ballverluste im Aufbau gewesen. «Das hatte uns aus dem Rhythmus gebracht.»

Hoffen auf Aussenseiterrolle

Michael Ballack, dem ebenfalls nur wenig gelang, strich ebenfalls heraus, dass es «wichtig ist, schlechte Spiele zu gewinnen». Sie hätten das ganze Spiel nicht frisch gewirkt, seien körperlich und mental in einem Loch gewesen. «Wir mussten kämpfen, kämpfen, kämpfen, um in die Partie zu kommen», so der deutsche Captain. Späte Tore seien die Stärke der Türken, bemerkte er und schob sogleich nach, dass dies auch für deutsche Teams gelte. «Ein solcher Erfolg gibt uns Selbstvertrauen – und vielleicht eine Aussenseiterrolle», sagte er bereits mit Blick auf den Final.

Löw lobte das «insgesamt herrvorragende Turnier» der Türken und hob die Effizienz des eigenen Teams hervor. «Wir erzielten drei Tore; das zählt letztendlich», hielt er nüchtern fest.

Löws Zweifel und Ängste

Während der Partie überkamen Löw durchaus gewisse Zweifel. Sollte er das 4-2-3-1-System, das gegen die Türkei nicht optimal funktionierte, ändern? «Eine zweite Spitze, um eine weitere zentrale Anspielstation zu haben, hätte unserem offensiven Spiel sicher gut getan», bekannte er. Er verzichtete darauf, um die defensive Stabiltät nicht zu gefährden. «Ich weiss nicht, ob wir in der zweiten Halbzeit auf einen Rückstand hätten reagieren können.»

Der Luftsprung Löws beim Schlusspfiff von Massimo Busacca dokumentiert fraglos die Erleichterung des deutschen Coaches über den jüngsten Erfolg. «Wir sind enorm erleichtert und froh, im Final zu stehen», sagte er. Den Final, zu dem auch Löws Vorgänger Jürgen Klinsmann eine Einladung erhielt, wollen sie mit «viel Spass und Freude» angehen. Si

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