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Deutschfreiburger Raiffeisenbanken trotzen dem erhöhten Wettbewerbsdruck

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«Unvergängliche Werte unterliegen keinen Kursschwankungen», sagte Ursula Aebischer-Merkle, Präsidentin der Raiffeisenbank Düdingen, am Montag anlässlich der Bilanzpressekonferenz der Deutschfreiburger Raiffeisenbanken in Düdingen. Sie brachte damit zum Ausdruck, dass die Raiffeisenbanken auch im Jahr 2010 nicht grossen Schwankungen unterworfen waren und sie ein gutes Jahr mit einem soliden Wachstum erzielt haben – wie gewohnt.

Solides Wachstum will heissen, dass die Bilanzsumme der sieben Raiffeisenbanken Deutschfreiburgs um 5,83 Prozent auf 3,55 Milliarden Franken gewachsen ist und der Reingewinn um 2,43 Prozent auf 6,21 Millionen zugenommen hat (vgl. Tabelle).

Jubiläen kosten Geld

Kein Wachstum verzeichnete allerdings der Bruttogewinn. Er nahm um fast vier Prozent auf 25,3 Millionen Franken ab. Pressechef und Verbands-Vizepräsident Aldo Greca hatte aber eine Erklärung dafür. Gleich vier der sieben Banken durften im Jahre 2010 ihr 100-Jahr-Jubiläum feiern, nämlich Ärgera-Galteren, Freiburg Ost, Plaffeien-Plasselb und See-Lac. «Zwischen 300 000 und 800 000 Franken liessen sich die Banken diese Jubiläen kosten. 20 bis 25 Anlässe wurden dabei organisiert. Es war ein Dankeschön an unsere treuen Genossenschafter», hielt er fest.

Rund 90 Prozent des Ertrags erzielen die Raiffeisenbanken aus dem Zinsgeschäft. Obwohl das Hypothekargeschäft sehr umworben ist, konnten die Raiffeisenbanken die Hypothekardarlehen um 174 Millionen auf 3,14 Milliarden und den Zinserfolg um 0,8 Prozent auf 50,71 Millionen steigern. «Trotz des harten Konkurrenzkampfs auf dem Hypothekarmarkt gehen wir keine Risiken ein», sagte Greca dazu und freute sich, dass sich der Zinserfolg dennoch positiv entwickelt hat. «Wir haben im Sommer Festhypotheken mit einer Dauer von zehn Jahren zu 2,5 Prozent Zins gewährt», führte er aus und wies damit auf die momentan günstigen Zinssätze hin, auch wenn sie nun im Januar 2011 etwas gestiegen sind. Nach seinen Worten muss aber der Kreditnehmer auch in der Lage sein, einen um 1,5 Prozentpunkte höheren Zinssatz zu verkraften. Mittlerweile haben 79 Prozent der Kunden eine Festhypothek; im Vorjahr waren es 69 Prozent. «Von einer Immobilien-Blase kann bei uns aber keine Rede sein», ergänzte Verbandspräsident Daniel Perler.

Minime Verluste

Die Wertberichtigungen und Rückstellungen sind im vergangenen Jahr um 11,4 Millionen auf 161 Millionen Franken gestiegen. «Verluste haben wir aber nur in einem sehr minimen Umfang erlitten», hielt Greca dazu fest. «Bei den Beträgen handelt es sich also um stille Reserven», fügte er bei.

Bezüglich Reserven – die gesetzlichen Reserven machen 96 Millionen Franken aus – betonte Greca, dass die Raiffeisenbanken Deutschfreiburgs die Eigenmittel-Vorschriften, wie sie die eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma für Ende 2013 vorschreibt, einen Deckungsgrad von 170 Prozent, schon heute erreichen. «Im Jahre 2013 werden wir bei 200 Prozent sein», meinte er.

Raiffeisenbanken in der Bevölkerung tief verankert

Aldo Greca, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Raiffeisenbank Ärgera-Galteren, rief weiter in Erinnerung, dass die sieben Deutschfreiburger Banken mit ihren 22 Standorten mittlerweile 213 Personen beschäftigen, dass sie im Jahre 2010 4,22 Millionen Franken an Steuern abgeliefert und 1,7 Millionen Franken für Werbung und Sponsoring ausgegeben haben und dass sie von 39 544 Genossenschaftern (Vorjahr = 38 301) getragen werden. «Fast 40 Prozent der Einwohner unserer Geschäftskreise sind Genossenschafter», betonte er, was die grosse Verwurzelung der Raiffeisenbanken in Deutschfreiburg deutlich zum Ausdruck bringe.

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