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DFAG will die Hauptpost in der Sprachenfrage ins Gebet nehmen

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Vor rund einem Jahr haben sich gleich mehrere Leser gegenüber den FN kritisch über die mangelnde Zweisprachigkeit in der Freiburger Hauptpost geäussert. Für Unverständnis sorgte dabei insbesondere der Umstand, dass die Post in den städtischen Filialen ausschliesslich französischsprachiges Informationsmaterial auflegte. Die Verstimmungen führten so weit, dass sich sogar die Deutschfreiburgische Arbeitsgemeinschaft (DFAG) an die Post-Konzernleitung wandte. Ihre Forderung: Die Poststellen der Stadt Freiburg sollten Informationsmaterial, Broschüren und Plakate in Zukunft auch in deutscher Sprache zur Verfügung stellen (FN vom 24. August 2015). Mit seinen Anliegen gelangte der Verein bis an den Staatsrat.

Amtssprache entscheidet

Der Ruf verhallte ungehört. Auch zwölf Monate später hat sich an der gängigen Praxis in der Hauptpost nichts geändert, wie ein FN-Leser bemängelt. Noch immer seien im Schriftenstand der Hauptpost in Freiburg keine deutschsprachigen Prospekte zu finden.

Auf Anfrage bei der Medienstelle der Schweizerischen Post erklärt Jacqueline Bühlmann, dass die Auflage deutscher Broschüren und Informationsmaterialien in Freiburg auch in Zukunft nicht geplant sei. «Die Post orientiert sich hierbei an der Amtssprache des jeweiligen Gebietes, um in allen Filialen einen einheitlichen Auftritt zu gewährleisten», sagt die Mediensprecherin. Das seien die gültigen Vorgaben: «In diesem Sinne wird Freiburg gleich wie andere Schweizer Städte behandelt.» Im Gegensatz zu Biel, wo die Post zweisprachig unterwegs ist, ist die offizielle Amtssprache der Stadt Freiburg einzig und allein Französisch. Damit bekräftigt die Schweizerische Post ihre Argumentation, wie sie bereits vor einem Jahr gegenüber der Deutschfreiburgischen Arbeitsgemeinschaft geäussert wurde.

 Auch er habe bereits feststellen müssen, dass sich an der Praxis der Freiburger Hauptpost seither nichts verändert habe, sagt DFAG-Präsident Martin Tschopp gegenüber den FN: «Es ist schade, dass selbst ein Besuch vom Staatsrat keine Verbesserungen gebracht hat.» Für ihn sei in dieser Sache das letzte Wort aber noch nicht gesprochen. «Das Thema bleibt weiterhin auf unserer Agenda», verspricht Tschopp. Und er könne sich auch schon gut vorstellen, an welche Stelle sich der Verein das nächste Mal mit seinen Anliegen wenden werde. «Ich habe gehört, der neue Verwaltungsratspräsident der Schweizerischen Post soll ein Sensler sein», sagt er mit einem Augenzwinkern. Der DFAG-Präsident spricht damit auf Alt-Ständerat Urs Schwaller an, der dieses Amt seit Ende April bekleidet.

«Es ist schade, dass selbst ein Besuch vom Staatsrat keine Verbesserungen gebracht hat.»

Martin Tschopp

Präsident DFAG

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