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Dialogangebot der Bischöfe an den Islamischen Zentralrat wird kritisiert

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Der offene Brief der Arbeitsgruppe Islam (AGI) der Bischofskonferenz (SBK) angesichts der dramatischen Lage im Nahen Osten an die muslimischen Organisationen in der Schweiz ist auch an den umstrittenen Islamischen Zentralrat gegangen. Das bestätigte SBK-Generalsekretär Erwin Tanner. Unterzeichnet ist der offene Brief von Tanner und Bischof Charles Morerod, dem Präsidenten der AGI.

Allerdings: Moderate Muslime haben den Brief scharf kritisiert. Der Islamische Zentralrat sei eine «salafistische Sekte» und eine «gefährliche Organisation». Saïda Keller-Messahli vom Forum für einen fortschrittlichen Islam kritisierte das Vorgehen der Arbeitsgruppe. Wenn selbst die SBK, «die es besser wissen sollte, eine salafistische Sekte anschreibt, ohne zu überlegen, für welchen Islam diese steht», so sei dies tragisch.

Tanner verteidigte das Vorgehen der AGI. Man wolle auch mit Vertretern des Zentralrates ins Gespräch kommen, «also auch mit Muslimen, die eine radikale Sicht des Islams vertreten». Man sei sich «der Grenzen des Dialogs» bewusst. Es sei jedoch falsch, sich von vornherein dem Gespräch zu verschliessen, so Tanner – und dies, «nur weil sogenannte‹moderate›oder‹fortschrittliche›Muslime uns sagen wollen, wo die Grenzen für eine Begegnung liegen». Angst sei ein schlechter Ratgeber. «Es ist nun einmal eine Tatsache, dass es auch radikale Muslime in unserer Gesellschaft gibt. Auch mit ihnen müssen wir uns auseinandersetzen.»

Laut Farhad Afshar, Mitglied der AGI und Präsident der Koordination islamischer Organisationen, ist der offene Brief an rund 300 muslimische Organisationen in der Schweiz gegangen. Er begrüsst diesen Schritt. Die Vertreter der Bischöfe schrieben, dass auch in der Schweiz das Gedankengut der Terrormiliz Islamischer Staat mit dem Islam an sich gleichgesetzt werde. Und das führe zu einer «erhöhten Angst vor dem Anderen», und dies «insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher und sozialer Unsicherheit».

Die AGI sei entschlossen, «mit allen Menschen guten Willens die Bemühungen um ein besseres gegenseitiges Verständnis zu unterstützen und zu fördern», heisst es weiter. Sie sei davon überzeugt, dass «Gläubige einer Religion der Mitte für einen aufrichtigen Dialog und eine verbindliche Zusammenarbeit offen sind und bleiben». kipa

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