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Die Abakustiker lösen sich auf

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Autor: Imelda Ruffieux

Am letzten Samstag haben die Abakustiker in Laupen ihr Abschiedskonzert gegeben. «Alles geht vorbei und nichts ist für immer», sagt der musikalische Leiter der Abakustiker, Frank Brügger, über die Gründe, die zum Ende des Ensembles geführt haben. «Die Lebenssituationen der einzelnen Bandmitglieder haben sich im Verlaufe der Jahre geändert, aus Junggesellen sind teilweise verheiratete Familienväter geworden, und für manche änderte sich der Stellenwert des Projektes Abakustiker nach und nach», führt er aus.

Nicht als Hobby

Der ursprünglich erarbeitete gemeinsame Nenner bezüglich Ziele, Erwartungen, Einsatz und Aufwand sei immer kleiner geworden. Aus seiner Sicht waren irgendwann die Bedingungen, um existenziell von den Abakustikern abhängig zu bleiben, nicht mehr gegeben. «Einen Sängerwechsel und den damit verbundenen Neuaufbau schloss ich aus und entschied mich für einen Berufswechsel in die Physik.» Es sei Frank Brügger nicht möglich, die Abakustiker als Hobby weiterzuführen. «Die Auflösung der Gruppe ist also nur noch eine natürliche Folge.»

Einen Bubentraum erfüllt

Angefangen hat alles nicht etwa vor 15 Jahren, sondern schon viel früher: Frank Brügger hat sich mit der Gründung des Männerquartetts einen Bubentraum erfüllt. Als 10-Jähriger habe er im Fernsehen das Golden-Gate-Quartett gesehen und gedacht: Das wäre was. Aber erst dann, als er sich mit einem Physikstudium an der EPFL eine Lebensgrundlage gesichert hatte, widmete er er sich voll der Musik, studierte an der Swiss Jazz School in Bern und gründete Anfang 1995 die Abakustiker.

Zusammengeschweisst

«Bei der Gründungssitzung waren wir noch zu dritt und auf der Suche nach einem vierten Sänger», erzählt Frank Brügger. Später gab es wegen unterschiedlicher Zielsetzungen und Disponibilitäten zwei Sängerwechsel. Im Juni 1997 stand dann die endgültige Besetzung fest: Benedikt Jutzet (1. Tenor), Roland Schuler (2. Tenor) Guido Philipona (Bariton) und Frank Brügger (Bass). «Das gemeinsame Musizieren schweisste zusammen», führt der musikalische Leiter aus.

Das bestätigt auch Bandmitglied Guido Philipona. «Der wichtigste Grund, warum es so lange gut ging, ist, dass wir uns auch privat sehr gut verstanden haben und nie die Freude am gemeinsamen Musikmachen verloren haben.» Er ist überzeugt, dass das Erfolgsgeheimnis nicht zuletzt im stets hohen Anspruch an die musikalische Qualität der Darbietung lag.

«Dazu kommt der Spass, den man auf der Bühne hat und von dem sich das Publikum anstecken lässt», führt Guido Philipona aus. Zusammen mit den zwei anderen Sängern will er weiterhin Spass haben und sucht deshalb nach einem neuen Bandmitglied (siehe Kasten).

Kleine und grosse Auftritte

830 Proben und 529 Auftritte werden die Abakustiker bei ihrer Auflösung auf dem Konto haben. Auf die schönsten Erinnerungen angesprochen, erwähnt Guido Philipona die Auftritte an der Jazz Parade, wo jeweils sehr viele Zuschauer da waren, «aber auch einige Kleintheater-Auftritte, bei denen man in einem kleinen Rahmen eine sehr schöne Stimmung herstellen kann.»

Es gab auch lustige Momente. «Da war zum Beispiel der Auftritt für die Firma Grieshaber, bei denen ein Sänger sich bei der Firma «Griesgrämer – äh Entschuldigung, ich meinte natürlich Griesbauer» – bedankt hat», erzählt Guido Philipona. Einmal gaben die Abakustiker ein Spontankonzert in einem Zug, als dieser wegen einer Panne eine Stunde lang stehen blieb.

Auch im Ausland

Speziell in Erinnerung bleiben den Sängern auch Auftritte an ungewöhnlichen Auftrittsorten, wie der Gondel auf das Schilthorn oder dem Eispalast auf dem Jungfraujoch. Auf die Höhepunkte angesprochen, erzählt Frank Brügger vom Konzert am Heitere-Open-Air in Zofingen im Jahr 2000: «Wir waren im Programm zwischen Michael von der Heide und Polo Hofer platziert und damit sichtbar in der Schweizer Musikszene angekommen».

Immer wieder traten die Abakustiker auch im angrenzenden Ausland auf. «Dabei war es jeweils besonders schön zu erfahren, dass wir es auch ohne Lokal-, Bekanntheits- und Senslerdeutschexotenbonus schaffen können, das Publikum zu überzeugen», erinnert sich Frank Brügger.

Zu den Höhepunkten zählt er auch die Auftritte im Schweizer Fernsehen («Risiko», «Bsuech in…», «Donnschtig Jass», «Zig-Zag Café»). «Bei diesen Gelegenheiten tritt man indirekt vor einem Millionenpublikum auf», hält Frank Brügger fest.

Fünf Jahre lang von der Musik gelebt

«Wichtiger als einzelne Höhepunkte ist für mich aber eine grundlegende und stets vorhandene Zufriedenheit, etwas Gutes und Schönes ins Leben gerufen und durch professionelles Engagement zum Erfolg geführt zu haben», zieht der musikalische Leiter Bilanz.

Dass er die letzten fünf Jahre seinen Lebensunterhalt ausschliesslich mit den Abakustikern bestreiten konnte, wertet Frank Brügger als weiteren Erfolg und auch als Privileg. «Tatsächlich gibt es in der Schweiz nicht viele, die von ihrer eigenen Musik leben können.»

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