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Die Agglo plant in Düdingen einen Ortsbus

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An einem heissen Tag Ende Juni vor zwei Jahren sassen Vorstandsmitglieder der SP Düdingen zusammen mit dem Düdinger Ammann Kuno Philipona im Büro der Agglomeration Freiburg und übergaben dem Präsidenten René Schneuwly eine Petition mit 509 Unterschriften. Sie forderten den Viertelstundentakt des öffentlichen Verkehrs von Düdingen nach Freiburg mittels Busverbindung über St. Wolfgang. Den Ausbau dieser Buslinie hatte die Agglo damals auf 2018 verschoben, was die SP nicht hinnehmen wollte.

 Nun hat die Agglomeration Freiburg auf die Petition geantwortet. Sie will wegen des schlechten Kosten-Nutzen-Verhältnisses zwar keine zusätzliche Busverbindung über St. Wolfgang bis zum Schönberg schaffen. Hingegen schlägt sie einen Ortsbus vor. Dieser soll nicht mit zusätzlichen Bussen, sondern mit jenen von zwei bestehenden Linien betrieben werden. Die Busse sollen während ihrer Standzeiten im 30-Minuten-Takt durchs Dorf fahren. Die zehnminütige Fahrt über die Bahnhof- und die Gänsebergstrasse würde das geplante Quartier Brieglipark und das Zelg-Quartier erschliessen (siehe Kasten). Einen direkten Anschluss an die S-Bahn würde das Konzept nicht ermöglichen. «Dies könnte sich durch den 15-Minuten-Takt der Bahn allerdings ändern», hält die Agglo fest.

«Lang gehegter Wunsch»

Obwohl die Agglo damit nicht auf das eigentliche Anliegen der Petition eingeht, ist Petitionär und SP-Grossrat Patrick Schneuwly äusserst zufrieden mit dem Vorschlag: «Damit haben wir einen grossen Erfolg vorzuweisen.» Mit einem Ortsbus für Düdingen würde ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gehen.

Die Einführung eines Ortsbusses war in Düdingen schon oft ein Thema. 2009 hatte die CSP dem Gemeinderat ein entsprechendes Dossier zur Prüfung und Stellungnahme unterbreitet. Der Gemeinderat lehnte einen Ortsbus unter anderem aus Kostengründen ab. Die Berechnungen zeigten, dass eine Buslinie mit zwei Bussen im Halbstundentakt rund 1,2 Millionen Franken pro Jahr kosten würde (die FN berichteten). Als längerfristige Option hatte sich der Gemeinderat einen Ortsbus aber immer offen gehalten. Von der aktuellen Antwort der Agglo hat Ammann Kuno Philipona Kenntnis. Im Gemeinderat werde sie erst noch diskutiert. «Grundsätzlich unterstützen wir dieses Vorhaben», sagt er. Käme das Projekt zustande, müsste die Gemeinde für den Bau neuer Bushaltestellen aufkommen.

 Die Agglo wartet die Antwort der Petitionäre ab, sagt Geschäftsleiterin Corinne Margalhan-Ferrat. Die Einführung der Linie sei an zwei Bedingungen geknüpft: Der Bund muss die Konzession für die neue Linie erteilen und die Agglo muss bei den Transportunternehmen Offerten einholen. Diese bestehen noch nicht, da es sich beim Dokument nur um eine Arbeitsstudie handle. Dass Düdinger Aggloräte eine Motion eingereicht haben, die der Gemeinde den Ausstieg aus der Agglo ermöglichen soll, habe keinen Einfluss auf das Projekt. «So lange Düdingen Mitglied ist, wird die Gemeinde wie alle anderen Mitglieder behandelt», so Margalhan-Ferrat. Klar sei aber, dass die Agglo solche Projekte nur für Mitgliedsgemeinden finanziere.

Zum Projekt

Auf 4,4 Kilometern durch das Dorf

Der Ortsbus, den die Agglomeration Freiburg als Antwort auf eine Petition der SP Düdingen in Düdingen vorschlägt, würde folgende Strecke fahren: Vom Bahnhof über die Bahnhofstrasse, Gänsebergstrasse, Duensstrasse, St.-Wolfgang-Strasse, Zelgstrasse und von dort über die Kirchstrasse wieder via Gänsebergstrasse zurück an den Bahnhof. Diese Strecke ist 4,4 Kilometer lang, die Fahrt dauert rund zehn Minuten. Auf der ganzen Strecke sind neue Haltestellen vorgesehen. Die SP Düdingen möchte zudem prüfen, ob auch eine Schlaufe in Richtung Leimacker möglich wäre.ak

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