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Die Angestellten der Stadt werden den Gürtel enger schnallen müssen

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Erfahrungswerte zeigen, dass nach der Pensionierung mindestens 70 bis 80 Prozent des bisherigen Einkommens benötigt werden, um den Lebensstandard zu halten.  Dafür sorgen unter anderem die staatliche AHV-Rente und die berufliche Vorsorge, die Pensionskassenrente eben.

Einnahmen tiefer als Ausgaben

676 Angestellte der Stadt Freiburg zahlten im vergangenen Jahr knapp 3,7 Millionen Franken in die städtische Pensionskasse ein, das sind 10 Prozent des versicherten Lohnes. Der Anteil des Arbeitgebers (Stadt, Sinef AG, Groupe E Celsius, Burgergemeinde, Foyer St-Louis) betrug 12 Prozent und machte gut 4,4 Millionen Franken aus. Mit dem so angehäuften und auf den Immobilien- und Finanzmärkten vermehrten Geld bezahlte die Pensionskasse 351 Personen Renten in Höhe von 10 Millionen Franken aus. Das Verhältnis von Einzahlern (+3,7 Millionen Franken) und Begünstigten (–1,3 Millionen Franken) verbesserte sich im vergangenen Jahr. Dennoch vermochten die Rentenbeiträge der aktiv Versicherten die Rentenauszahlungen der Begünstigten im laufenden Jahr nicht zu decken.

Gutes Börsenjahr, gute Rendite

Dafür nahm das Nettovermögen weiter zu, und zwar um 10 Millionen Franken auf 185 Millionen Franken. Wegen der positiven Situation auf den Finanzmärkten verzeichnete die Vorsorgeeinrichtung eine Globalrendite von 6,71 Prozent. Der Deckungsgrad (das Verhältnis der Verpflichtungen zum Vermögen) der Pensionskasse betrug 76,1 Prozent gegenüber 72,9 Prozent 2016.

Einschneidende Massnahmen

Syndic Thierry Steiert (SP) zeigte sich gestern bei der Präsentation der Jahresrechnung zufrieden mit dem Ergebnis. «Die Kasse ist gesund.» Dennoch müsse vorgekehrt werden, damit die Renten auch langfristig gesichert seien. «Der technische Zinssatz muss gesenkt werden. Wir haben keine Wahl.» Der technische Zinssatz gibt an, zu welchem Satz Pensionskassen das Alterskapital verzinsen; dies aufgrund der zu erwartenden Renditen auf dem Pensionskassenvermögen. Je tiefer er ist, desto weniger Rente gibt es. Heute liegt der technische Zinssatz der Freiburger Pensionskasse bei 3,5 Prozent. Der Referenz­wert, der von der Schweizerischen Kammer der Pensionskassen-Experten festgelegt wurde, liegt bei 2 Prozent. «Dahin müssen wir uns bewegen.»

Weg vom Leistungsprimat?

Wie die dadurch drohenden Verluste wettgemacht werden, wollte Steiert gestern nicht bekannt geben. «Im Herbst informieren wir die Arbeitnehmer.» Es ist aber wahrscheinlich, dass die Stadt wie die kantonale Pensionskasse einen Wechsel vom Leistungs- (die Höhe der Rente wird zum Voraus festgelegt) zum Beitragsprimat (der Versicherte bekommt, was effektiv einbezahlt wurde, inklusive Zinsen) vorsieht. Möglich ist zudem eine Erhöhung des reglementarischen Rentenalters von heute 63 auf 64 oder gar 65 Jahre. Die Renten werden in jedem Fall schrumpfen, davon ist auszugehen. Ob die Stadt ihren Anteil als Arbeitgeber erhöhen wird, ist offen.

Die Jahresrechnung 2017 wird dem Generalrat am Montag zur Kenntnis unterbreitet.

Quartiervereine

Keine Gebühren für Anlässe ohne finanziellen Profit

Am kommenden Montag wird der Generalrat Freiburg auch über die Revision des Allgemeinen Polizeireglements und des Reglements über die Gebühren auf öffentlichem Grund befinden. Danach müssen Quartiervereine keine Gebühren mehr zahlen, wenn sie auf öffentlichem Grund und Boden einen Anlass durchführen. Polizeivorsteher Pierre-Olivier Nobs unterstrich jedoch drei Mal, dass diese Ausnahme nur für nicht-kommerzielle Veranstaltungen gelte. Die Revision geht auf einen breit abgestützten Antrag aus dem Generalrat zurück. Der Gemeinderat sieht im gleichen Zug vor, die Bewilligungsfrist für Anlässe von zehn auf zwanzig Tage zu verlängern.

rsa

 

 

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