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Die Antwort auf alle Fragen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ich weiss auch nicht, welcher Dämon mich da geritten hat. Ich wollte mich doch ein bisschen faul in die Matte hängen, den Glocken von Santifaschtus lauschen und wie ein Cornet unter der Sonne von Guintzet dahinschmelzen. Aus dem Internet habe ich mir eine Reihe von diesen blutrünstigen Schwedenkrimis bestellt mit Titeln wie «Töten», «Aufgeschlitzt» und «Der Kindermörder» – gute Lektüre zur Entspannung eben. Ich wollte mit Laubsägelen, Sport oder Bierbrauen anfangen. Einfach etwas, ohne Sinn und Ambitionen. Im Interio habe ich mir so ein «Bierbrauerset for Dummies» angeschaut (krass, was Möbelhäuser so alles aufbieten, damit auch der hinterletzte sackkratzende Adiletten-Wanst sich angesprochen fühlt), doch das Manual war drei Meter lang, und nach zehn Wochen Brauen wäre der Ertrag rund zwei Biergläser gewesen. Das war mir doch etwas zu ambitionslos. Im Kieser-Training wollten sie mir das Rückgrat und meine Liebe zu Schokolade, Crèmeschnitten, Brätzele und Kirschstängeli brechen, und Laubsägelen, na ja, was soll ich sagen. Ich kann verstehen, dass man diese Dinger als Kind hasst. Bisschen zu feste drücken und schon bricht das Sägeblatt oder das Holz oder die Geduld, und am Schluss sieht das Resultat eigentlich immer beschissen aus – auch mit Farbe. Sich-eine-Auszeit-Nehmen ist ja sooooo was von anstrengend, diese Langeweile war einfach nicht auszuhalten.

 

Stattdessen habe ich mich in ein hirnverbranntes Abenteuer gestürzt, mir eine chronische Schlaf- und Atemstörung angefressen, die halbe Verwandtschaft ruiniert, und von den unkontrollierten Zuckungen im rechten Augenlid reden wir besser gar nicht. Wer will schon wie ein toter Stein in der Sodbachströmung liegen, während die ganzen Abenteuer mit etwaigen Hals-, Bein- und Genickbrüchen an einem vorbeirauschen? Das Nichtstun ist nichts für mich. Denn die Antwort auf alle Fragen ist: Das Leben fägt, und mach dir nicht immer in die Hose, es kommt schon gut – irgendwie.

 

Zum Beispiel diesen Freitag im Fri-Son.

Pascal Vonlanthen alias Gustav ist Musiker und lebt in Freiburg. Als FN-Gastkolumnist schreibt er regelmässig über selbst gewählte Themen.

 

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