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Die Anwohner wehren sich gegen die drei geplanten Wohnblöcke

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Autor: Pascale Hofmeier

Seit vielen Jahren liegt die Dorfmatte in Tentlingen in der Bauzone. Auf dem zentral gelegenen Landstück sollen drei Wohnblöcke mit je 14 Wohnungen gebaut werden. Das jedoch gefällt vielen Einwohnerinnen und Einwohnern im Dorf gar nicht. «Mich stört, dass man mit diesem Projekt dem Ortsbild in der Kernzone schaden will», sagt Anwohner Josef Riedo. Zusammen mit Gleichdenkenden hat er eine Sammeleinsprache gegen die geplante Überbauung initiiert. Unterschrieben haben diese 70 Personen (vgl. Kasten).

Lieber Einfamilienhäuser

«Wir sind überrascht, dass nur Wohnhäuser entstehen sollen und keine Geschäfte», begründet Riedo den Einspruch. «So wird der Bevölkerung die Chance genommen, je ein Dorfzentrum zu realisieren.» Zudem seien viele so wie er der Meinung, dass Mehrfamilienhäuser in die Randzone eines Dorfes gehörten und nicht ins Zentrum. «Einige befürchten auch Mehrverkehr.»

Unterzeichnet hat die Sammeleinsprache auch Liliane Rölli. «Wir sind nicht mit den Blöcken einverstanden», sagt sie. Es sei unverständlich, auf dieser Matte Wohnblöcke zu bauen. Sie benennt, was auch andere denken: «Uns wäre es lieber, es gäbe Einfamilienhäuser.»

Widerstand vorhersehbar

Bereits an der Gemeindeversammlung im April stiess das zonenkonforme Bauvorhaben auf Ablehnung. Allerdings in einem anderen Kontext: Weil eine Tiefgarage unter dem Wohnkomplex gebaut werden soll, muss die Kanalisation auf der Wiese verlegt werden. Das kostet 264000 Franken. Der Kreditantrag wurde mit 20 zu 25 Stimmen knapp abgelehnt. Jedoch ist die Gemeinde gesetzlich verpflichtet, das Grundstück zu erschliessen.

Weil die beiden grundsätzlich unabhängigen Verfahren – das Baugesuch für die Wohnblöcke und die Erschliessung des Grundstücks – so eng verknüpft sind, hat sich der neue Gemeinderat bereits auf ein weiteres Vorgehen nach dem Ablauf der Einsprachefrist geeinigt: «Wir haben beschlossen, zu einer Einsprache-Sitzung einzuladen», sagt Gemeindepräsidentin Antje Burri. Der Termin sei bereits festgelegt. «Dies soll der Bauherrschaft und den Einsprechern Gelegenheit bieten, ihre Anliegen offen zu diskutieren.» Der Gemeinderat will so die gesetzlichen Vorgaben aufzeigen und versuchen, gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungen zu finden.

Mehrere Möglichkeiten

Wie Recherchen beim Amt für Gemeinden ergeben haben, kann der Gemeinderat die Vorlage für die Erschliessung des Grundstücks erneut zur Abstimmung vorlegen. Denn für den Gemeinderat gilt gemäss Artikel 20 des Gemeindegesetzes die dreijährige Sperrfrist nicht, die für ein von der Gemeindeversammlung beschlossenes Geschäft gilt. Es könne Gründe und Situationen geben, die einen Gemeinderat dazu veranlassten, eine Vorlage der Gemeindeversammlung erneut zu präsentieren. Hingegen seien Rückkommensanträge aus dem Kreis der Bürger an die Sperrfrist gebunden.

Aber: Die Einsprecher haben bereits angekündigt, die Vorlage erneut abzulehnen, käme sie denn wieder zur Abstimmung, und so das Bauprojekt zu blockieren (FN vom 2. Mai).

Ortsplanung anpassen

Um ein Ping-Pong zu vermeiden, könnte die Gemeinde auch versuchen, sich dem Volkswillen zu beugen und über die Revision der Ortsplanung die Zone anzupassen. «Im Rahmen der laufenden Ortsplanung wurde jedoch keine solche Eingabe gemacht», sagt Corinne Rebetez vom Amt für Raumplanung. Zusätzlich müsse die Gemeinde in einem solchen Fall damit rechnen, dass sich die Eigentümer des Grundstücks wehrten.

Ob der Kanton zu einer solchen Rückzonung Ja sagen würde, lasse sich nur schwer vorhersagen. «Das ist abhängig vom Projekt. Aber der gesamtschweizerische Trend geht sicher in eine andere Richtung, hin zu verdichtetem Bauen», sagt Rebetez. Schlussendlich sei dies jedoch rein hypothetisch, denn kein Amt könne die Gemeinde zur Erschliessung oder zu einer anderen Lösung zwingen: «Das ist eine Sache zwischen den Bürgern und der Gemeinde.»

Statt der geplanten Wohnblöcke wollen die Einsprecher ein richtiges Dorfzentrum oder Einfamilienhäuser.Bild Charles Ellena/a

Baugesuch: Drei Einsprachen gegen Blöcke

Gegen den Bau von drei mehrstöckigen Wohngebäuden auf der Dorfmatte in Tentlingen sind insgesamt drei Einsprachen eingegangen. Zwei davon sind Sammeleinsprachen.

Eine haben 70 Personen unterschrieben, die zweite 27 Personen. Ein Hauptthema ist der Mehrverkehr, der als Folge der Wohnungen entstehen wird, respektive die Zufahrt zu den Gebäuden. Das Datum für die ersten Einspracheverhandlungen steht bereits fest. hpa

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