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Die Apokalypse als Theater

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FreiburgAus der Offenbarung des Johannes, einem sperrigen Text voller Allegorien, ein zugängliches Theater machen: Dieser Herausforderung stellten sich der Regisseur Simon Helbling, die Autorin Maja Tschumi und die Zürcher Theatergruppe Tau-Company zusammen mit Studierenden der Theologischen und der Philosophischen Fakultät der Uni Freiburg, unter der Verantwortung der Theologieprofessorin Barbara Hallensleben. Was sie an der Johannes-Offenbarung fasziniert habe, sei die Spannung zwischen extremster Schilderung des Untergangs und darin aufblühender Hoffnung, erklären Helbling und Tschumi. «Vielen säkularisierten Apokalypsen fehlt heute diese Utopie», so Maja Tschumi.

Funky John, Gott und Satan

Regisseur Helbling wollte aus der Vorlage ein Unterhaltungstheater mit Körperspektakel, Sprachakrobatik und verschiedenen medialen Elementen machen. Untheologisch sei das Stück dennoch nicht. Religiosität pralle darin auf eine säkularisierte Welt, und es zeige sich, dass etwas fehle. Der biblische Text selbst kommt durch die Figur des Funky John ins Spiel, eine moderne Version des Johannes. Gott als treibende Kraft ist als der «Unfassbare» nicht auf der Bühne zu sehen, kommt aber quasi zwischen den Zeilen zum Ausdruck. Sein Gegenspieler Satan hingegen tritt als Verführer in Erscheinung. Bewusst haben sie darauf verzichtet, das Geschehen in Raum und Zeit zu verorten. «Damit ist ein Ewigkeitsaspekt und das Offene angesprochen», so Tschumi. «Apokalypse – Das Theater» feiert heute Premiere, als Auftakt zu einem dreitägigen Fachsymposium der Universität Freiburg zum Thema «Utopie und Apokalypse in der Moderne». cs/kipa

Aula der Universität Miséricorde, Freiburg. Mi., 30. September, 19 Uhr; Fr., 2. Oktober, und Sa., 3. Oktober, jeweils 20 Uhr.

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