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Die Arbeit am Kohlenmeiler in Gurmels ist eine anspruchsvolle Angelegenheit

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Hobbyköhler Konrad Schaller pflegt das uralte Handwerk der Holzkohleherstellung – russige Hände sind garantiert

Autor: Von PATRICK HIRSCHI (Text) sowie CORINNE AEBERHARD, ALDO ELLENA UND CHARLES ELLENA (Bilder)

Ganz fertig ist Konrad Schaller mit seiner Arbeit noch nicht. «Ich habe noch nicht alle Kohle verpackt. Das mache ich nur bei schönem Wetter», sagt er im Gespräch mit den FN.Ende Mai hat er mit dem Bau des Kohlenmeilers begonnen. Dafür verwendete er rund 35 Ster Buchenholz, was etwa 35 Kubikmetern entspricht. Damit baute er einen knapp drei Meter hohen Kohlenmeiler mit einem Durchmesser von sechs Metern.

Alle zwei Stunden Schichtwechsel

Netto hat Konrad Schaller nach eigener Schätzung rund vier Wochen am Meiler gearbeitet, und das während etwa sieben Stunden pro Tag. Während dieser Zeit standen ihm auch viele Helfer zur Seite. Sein Bruder Hubert beispielsweise half beim Aufbau und beim Überwachen des Verkohlungsprozesses.Der Verkohlungsprozess ist jeweils die arbeitsintensivste Phase, denn während diesen sieben Tagen muss der Meiler rund um die Uhr überwacht werden. «Theoretisch war ein Schichtbetrieb vorgesehen, bei dem sich zwei Personen jeweils alle zwei Stunden abwechseln. Die eine Wachperson schläft im Zelt, die andere überprüft periodisch den Meiler», erklärt Konrad Schaller.Und wie funktionierte dieses System in der Praxis? «Die meiste Zeit ist mein Bruder um den Meiler geschlichen. Er war ganz fasziniert», sagt Schaller lachend.Ebenfalls hatten zwei Jugendliche bei der Überwachung geholfen. Diese hatten laut Schaller schon als Schulbuben beim Bau der früheren Kohlenmeiler mitgeholfen.

Die Luftzufuhr ist entscheidend

Während des Verkohlungsprozesses muss vor allem der Rauch genau beobachtet werden. Er ist zu Beginn weiss und wechselt dann von gelb über braun bis zu blau. Das ist der Moment, wo der Köhler die Luftlöcher in der zwanzig Zentimeter dicken Abdichtwand des Meilers schliessen muss. Danach bohrt er weiter unten neue Löcher, und der Prozess, der Holz zu Kohle verwandelt, wiederholt sich, bis am Schluss auch die unterste Schicht verkohlt ist.Für die Regulierung des Verkohlungsprozesses braucht es viel Fingerspitzengefühl. Starker Wind kann die Luftzufuhr beeinflussen. «Wenn zuviel Sauerstoff in den Meiler gelangt, verbrennt die Kohle. Kommt zu wenig Sauerstoff, kann das Feuer ersticken und ist nur schwer wieder anzufachen», erklärt Konrad Schaller.Der Meiler kann an einer Stelle auch einbrechen. Dann muss der Köhler dort sofort Holz nachfüllen und den Meiler wieder luftdicht verschliessen.Mit einem Stecheisen prüft der Köhler den Zustand des brennenden Holzes. «Wenn es knirscht, dann ist es Kohle», erklärt Konrad Schaller.

Selbstbedruckte Kohlesäcke

Dieses Jahr hat Schaller etwa 3,5 Tonnen Holzkohle produziert. Abgepackt wird sie in Säcke mit der Aufschrift «Holzkohle aus Gurmels». Diese Säcke hat Konrad Schaller selber bedruckt. Sein Sohn hat ihm eine Holzschablone geschnitzt. Für den Druck benutzt Schaller Druckerschwärze.Die Säcke mit der Kohle lagert Konrad Schaller bei sich zu Hause. Er verkauft die Zehn-Kilo-Säcke zu 14 Franken, «das ist in etwa kostendeckend», so Schaller. Die Holzkohle wird sowohl in der Landi als auch in der Bäckerei von Gurmels verkauft. «Zum Teil haben die Leute die Säcke aber gleich bei mir im Wald abgeholt», sagt der Hobbyköhler.Bisher hat der 71-Jährige etwa alle zwei Jahre einen Meiler gebaut, um Holzkohle herzustellen. Ob er dieses aufwendige Hobby auch weiterhin pflegen will, weiss er zurzeit noch nicht mit Sicherheit. «Vielleicht baue ich das nächste Mal einen etwas kleineren Meiler», meint er.

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