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Die Arbeit ruft auch in der Nacht

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Nach und nach gehen die Lichter in den Häusern aus, die Bewohner legen sich zu Bett. Auch viele Tiere suchen sich einen bequemen Schlafplatz. Die Strassen wirken wie ausgestorben. Wenn die letzten Sonnenstrahlen der Dunkelheit der Nacht gewichen sind, kommen Mensch und Natur zur Ruhe.

Doch das trifft nicht überall zu: Im Untergeschoss der Bäckerei Stähli in Ried bei Kerzers ist es mitten in der Nacht hell, geschäftig und lärmig. Der Bäckermeister Simon Stähli holt im Akkord Brote aus dem Ofen, rollt Gipfeli und formt Nussschnecken. Vor rund acht Jahren hat er den Betrieb von seinen Eltern übernommen. Er bäckt nicht nur für den Verkauf in seinem eigenen Laden, sondern auch für Supermärkte und Schulen in der Region. Weil es immer mehr Mitbewerber gibt und Brotbacken teurer wird, steht seine Branche unter Druck. Um nachts in der Backstube fit zu sein, schläft der Bäcker in zwei Schichten.

Die Pflegerin Lina sieht es als Vorteil, die Nacht durchzuarbeiten. So kann sie sich tagsüber um ihre Kinder kümmern, sagt sie den FN. Wenn sie von der Arbeit heimkehrt, bringt sie ihre Kinder in die Krippe und in die Schule, ehe sie sich schlafen legt. Mit ihrer Arbeitskollegin Dilsa schaut sie nachts bei den Bewohnerinnen und Bewohnern des Alters- und Pflegeheims St-François in Courtepin nach dem Rechten. Manchmal leisten die Senioren den zwei Pflegerinnen Gesellschaft, weil sie nicht schlafen können.

Ebenfalls in Gesellschaft verbringt Stefan Ludwig die Nächte. Als Barkeeper trifft er auf ganz unterschiedliche Gäste – die einen redseliger, die anderen weniger. Für sie zaubert er einen gelungenen Effekt mit einem passenden Glas, Feuer oder einer schönen Deko. Schon am frühen Morgen arbeiten zu gehen, kann sich der prämierte Barkeeper nicht vorstellen. Eine Beziehung erfordert wegen der Arbeitszeiten eine gute Planung und Akzeptanz. Eher kompliziert wird es beim Engagement in Vereinen. Wegen seiner Arbeit fehlt er nun beim Fussballspielen.

Wer bei Stefan Ludwig noch spät­abends an der Bar sitzt, hat keine Bus- oder Zugverbindung mehr, um nach Hause zu gelangen. Da kommt Hamid Kasmi ins Spiel. Er verbringt an den Wochenenden die Nächte in Murten und Umgebung und bringt als Taxifahrer die Nachtschwärmer an ihren Zielort. Sollte er während seiner Schicht müde werden, kann er sich für eine Weile ins Depot des Taxiunternehmens zurückziehen. Denn im Seebezirk muss er auch mal länger auf Kundschaft warten. Diese Zeit nutzt er, um zu lesen, Sendungen im Internet zu schauen oder Deutsch zu lernen.

Dass diese Frauen und Männer nachts arbeiten dürfen, ist die Folge von Ausnahmebewilligungen und Sonderbestimmungen. Denn Nachtarbeit ist laut Arbeitsgesetz eigentlich nicht erlaubt.

Meisterhaft angepasst an die nächtliche Dunkelheit haben sich die Eulen. In der Dämmerung und in der Nacht sehen sie Details, die für das menschliche Auge nicht mehr erkennbar sind. Auch ihr sehr gutes Gehör hilft ihnen beim Orten von Geräuschen und damit beim Auffinden von Beutetieren. Mit dem Anbringen von Nistkästen und der extensiven Nutzung von Wiesen kann man die Niederlassung von Eulen unterstützen, sagt der Biologe Adrian Aebi­scher. Im Seebezirk brüten die vier Arten Schleiereule, Waldohreule, Waldkauz und Steinkauz. Letzterer ist jedoch nur sehr selten anzutreffen.

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