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Die Arena soll ein Dach erhalten

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Das Amphitheater von Avenches ist Schauplatz von drei grossen kulturellen Veranstaltungen–dem Opernfestival, dem Tattoo und dem Rock Oz’Arènes–und fasst rund 8000 Zuschauer. Insbesondere die Veranstalter der Oper sind jedoch auf gutes Wetter angewiesen: Regnet es in Strömen, müssen sie den Opernabend absagen. Die Gemeinde Avenches hat sich deshalb entschieden, das bereits seit Jahren diskutierte Thema einer Überdachung der Arena erneut anzupacken: «Jedes Jahr kommen während des Sommers rund 80 000 Besucherinnen und Besucher an die Festivals», sagte Syndic Daniel Trolliet an der gestrigen Medienkonferenz in Avenches. «Insbesondere für die Oper ist das Wetter aber ein Problem.»

In Zusammenarbeit mit dem Kanton Waadt, Avenches Tourismus und der Stiftung Aventia hat die Gemeinde deshalb den Architekten Dieter Dietz von der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) beauftragt, Möglichkeiten einer Überdachung zu prüfen.

Nur während der Festivals

Das Amphitheater von Avenches ist ein Denkmal der Römerzeit. Bedingung seitens des Kantons als Eigentümer und der Archäologen war deshalb, dass die Arena die meiste Zeit des Jahres bleibt, wie sie ist. So machten sich Dieter Dietz und seine Mitarbeiter auf die Suche nach einer Überdachung, die sich auf- und abbauen lässt. Dieses Vorhaben gestaltet sich nicht als einfach; es gibt nur wenige zeitweilige Überdachungen auf der Welt (siehe Kasten). Zudem sind Auf- und Abbau mit Kosten verbunden. «Und auch das römische Bauwerk möglichst wenig anzutasten, ist eine grosse Herausforderung», sagte Dietz.

 Nach der Prüfung verschiedener Varianten habe man sich auf eine Überdachung geeinigt, die an ein Velorad erinnert. Die Speichen wären aus Carbon, sehr leicht und gleichzeitig sehr stark. In der Mitte der Arena stünde eine Säule. Diese liesse sich ein- und ausfahren, der höchste Punkt erreichte eine Höhe von 18 Metern. Die Fläche, die je nach Wetterlage überdeckt werden soll, beläuft sich auf 5000 Quadratmeter. Anhand einer Visualisierung zeigt Dietz, wie die Arena zugedeckt werden kann: Wie Kuchenstücke reihen sich die Einzelteile der Konstruktion im Kreis aneinander, lassen sich ein- und ausfahren und miteinander verbinden. «Es ist eine Kombination von modernster Technologie und Handarbeit», erklärte Dietz.

Dieter Dietz betonte, dass es sich um eine Vorstudie handle. Weitere Abklärungen müssten getroffen werden. Die Kosten belaufen sich laut Dietz auf mindestens zehn Millionen Franken. Für Syndic Trolliet ist klar: «Es wäre ein weiterer Anziehungspunkt für Avenches.» Denn die Konstruktion wäre in dieser Grösse in Europa einmalig.

Konstruktion

Abbaubare Überdachungen

Das Amphitheater in Nîmes ist ebenfalls nur für eine gewisse Zeit im Jahr überdacht. Eine abbaubare Konstruktion mit einer doppelwandigen und aufblasbaren Stoffbedachung sorgt dafür, dass die Arena auch im Winter für Anlässe genutzt werden kann. Die Arena fasst rund 21000 Zuschauer. Die Überdachung der Josefsburg in der FestungKufsteinin Österreich erinnert an ein Zirkuszelt. Das Dach des Stadions inHamburgsei mit jenem in Kufstein vergleichbar, jedoch sehr delikat, sagte Architekt Dieter Dietz. Wie das Projekt in Avenches und das Dach in Nîmes beruhte das Prinzip der Konstruktion des Fuji-Pavillons der Expo ‘70 inOsakaauf Pneumatik, also auf dem Einsatz von Druckluft.emu

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