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Die Ärgera bleibt Trennfluss

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Die Ärgera bleibt Trennfluss

Umfrage zu einer Fusion in Giffers, Tentlingen, St. Silvester

Die Bevölkerung von Giffers, Tentlingen und St. Silvester hatte im letzten Herbst Gelegenheit, sich zu einer möglichen Fusion zu äussern. Giffers und St. Silvester stehen gemäss dieser Umfrage einer Fusion positiv, Tentlingen dagegen stark ablehnend gegenüber.

Von ANTON JUNGO

Die drei Gemeinden Giffers, Tentlingen und St. Silvester gehen die Frage einer Grossfusion der drei Gemeinden – beziehungsweise einer Kleinfusion zwischen zwei Gemeinden – vorsichtig an. Am 27. Januar 2003 haben die drei Gemeinderäte einerseits die Berichte des Amtes für Gemeinden über die finanzielle Situation der drei Gemeinden analysiert und andererseits das weitere Vorgehen festgelegt.

Es wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die einen Bericht über die Konsequenzen einer Fusion ausarbeiten sollte. Dieser Bericht wurde der Bevölkerung im vergangenen Juni an drei getrennten Orientierungsversammlungen vorgestellt. Die Bevölkerung erhielt im Spätherbst Gelegenheit, sich in einer schriftlichen Umfrage zur Frage der Fusion auszusprechen. Die Fragebogen sind in der Zwischenzeit ausgewertet und die Resultate liegen vor.

Gemeindeversammlung befragen

Als nächster Schritt wäre eigentlich die Ausarbeitung einer Fusionsvereinbarung vorgesehen gewesen. Auf Grund der stark auseinander gehenden Meinungen, die bei der Umfrage zum Ausdruck kamen, haben die Gemeinderäte jedoch beschlossen, die Frage der Ausarbeitung einer Fusionsvereinbarung den kommenden Gemeindeversammlungen als Prinzip-entscheid zu unterbreiten. Die Gemeinderäte haben zu den Umfrage-Ergebnissen noch nicht Stellung genommen und auch den Antrag zum Prinzip-Entscheid nicht formuliert.

Tentlingen war am aktivsten

Das Echo auf die Umfrage war bei der Bevölkerung der drei Gemeinden sehr unterschiedlich. Lag der Rücklauf der Fragebogen bei Giffers und St. Silvester bei rund einem Fünftel (210 von 1044 oder 20,1% beziehungsweise 152 von 720 oder 21,1 %), so hat in Tentlingen mehr als ein Drittel der Stimmberechtigten (305 von 841 oder 36,3%) den Fragebogen ausgefüllt.

In einer ersten Frage konnten sich die Bürgerinnen und Bürger grundsätzlich zu einer Fusion äussern. In Giffers stehen von den 210 Antwortenden 186 (88%) einer Fusion positiv gegenüber; 24 (11,4%) lehnen sie ab. In St. Silvester befürworten 93 (61,2%) eine Fusion, 59 (38,8%) lehnen sie ab. In Tentlingen schliesslich befürworten nur 73 (23,9%) eine Fusion, wogegen 224 (73,5%) Antwortende sie ablehnen. Acht Antwortende (2,6%) sind unentschieden.

Giffers mit Tentlingen oder Giffers, Tentlingen und St. Silvester?

In einer zweiten Frage konnte man sich dazu äussern, mit wem man fusionieren möchte.
l Eine Fusion zwischen Giffers und Tentlingen hätte bei den Fusionsbefürwortern in Giffers die grösste Chance. Von den 186 Antwortenden sind 150 oder 80,7 Prozent für diese Variante. 11 (5,9%) könnten sich alle Varianten vorstellen, 22 (11,8%) eine Dreier-Fusion und nur zwei (1,1%) eine Fusion zwischen Giffers und St. Silvester.
l In St. Silvester findet die Dreier-Fusion am meisten Befürworter, nämlich 68 oder 73,1 Prozent. 24 oder 25,8 Prozent könnten sich alle Varianten vorstellen.
l In Tentlingen könnte man sich am ehesten eine Fusion mit Giffers vorstellen, 54 (74%) der Fusionsbefürworter geben dieser Variante den Vorzug. Nur 19 oder 26 Prozent befürworten eine Dreierfusion.

Wie sollte die neue
Gemeinde heissen?

Bei einer Zweier-Fusion zwischen Giffers und Tentlingen sollte der Doppelname Giffers-Tentlingen beibehalten werden, wie er heute schon in Vereins- und Pfarreiangelegenheiten gebräuchlich ist. Dieser Meinung sind in Giffers 78 der Antwortenden und in Tentlingen 30. In Giffers würden 12 dem Namen Giffers oder Ärgera den Vorzug geben und in Tentlingen zwei der Version Tentlingen-Giffers.

Bei einer Dreierfusion hätte der Name Ärgera die grösste Chance (zehnmal in Giffers und 34-mal in St. Silvester. In Giffers wurde dreimal auch der Name Gerinia genannt und in St. Silvester fünfmal. In St. Silvester wären acht Antwortende auch mit dem Namen Giffers einverstanden. Zu einer Dreier-Fusion wurden in Tentlingen keine Vorschläge gemacht.

Vor allem bei den Antworten aus Tentlingen lassen die Argumente, die gegen eine Fusion vorgebracht werden, nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig. 196 Mal wird die Ablehnung einer Fusion mit dem Steueransatz begründet (in Giffers acht- und in St. Silvester neunmal). Der Steuerfuss liegt in Tentlingen bei 85 Rappen pro Staatsfranken, in Giffers bei 95 und in St. Silvester bei 100 Rappen.

Finanzen als Hindernis

In die gleiche Richtung gehen die Bedenken wegen der Gemeindefinanzen (in Tentlingen 137 Mal genannt, Giffers neunmal und St. Silvester 23 Mal). Die Pro-Kopf-Verschuldung lag Ende 2002 in Tentlingen bei 1850 Franken, in Giffers bei 5600 und in St. Silvester bei 4970 Franken. Tentlingen ist in der Klasse 3, Giffers in der Klasse 5 und St. Silvester in der Klasse 6.

Ein wichtiger Grund, der gegen eine Fusion vorgebracht wird, ist auch der Verlust der Gemeindeautonomie: Tentlingen 106-, St. Silvester 51- und Giffers 19-mal.

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