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Die Aufgabenhilfe wird überrannt

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Die Aufgabenhilfe der Stadt Freiburg startet mit einer Woche Verspätung: Statt bereits diese Woche können die Schulkinder erst ab Montag in die Aufgabenhilfe. Dafür gratis. Und genau das ist der Grund für die Verspätung.

Der Generalrat hat Ende Mai entschieden, dass künftig die Aufgabenhilfe gratis sein wird; bisher konnten nur Kinder, deren Eltern Sozialhilfe beziehen, sowie Kinder der Tagesschule gratis zur Aufgabenhilfe. Ebenso hat er sich für ein Gratis-Busabo für alle Schulkinder ausgesprochen. Diese beiden Neuerungen hat er in den neuen Schulreglementen der Stadt Freiburg festgeschrieben – mit einer Mehrheit von nur gerade einer einzigen Stimme. Die bürgerlichen Parteien haben daraufhin Rekurs gegen die Gratis-Busabos eingereicht (die FN berichteten).

Damit war unklar, ob das neue Reglement bereits auf das neue Schuljahr in Kraft treten würde. Erst Ende August hat der Oberamtmann des Saanebezirks entschieden, dass nur die Paragrafen, die das Bus­abonnement betreffen, nicht in Kraft treten; das restliche Schulreglement jedoch schon. Und so schrieb die Schuldirektion Anfang September, also bereits nach Schulbeginn, alle Eltern an und wies darauf hin, dass die Aufgabenhilfe von nun an kostenlos ist.

«Wir haben 47,5 Prozent mehr Anmeldungen als im Vorjahr», sagt Gemeinderätin Antoinette de Weck (FDP) den FN. Statt 240 Schülerinnen und Schüler haben sich 354 eingeschrieben. «Wir brauchen elf zusätzliche Räume und auch mehr Lehrerinnen und Lehrer für die Aufgabenhilfe», so de Weck. Glücklicherweise hätten die Lehrerinnen und Lehrer Räume zur Verfügung stellen können. «Wir dachten erst, dass wir in die Kindertagesstätten ausweichen müssen.»

Im letzten Schuljahr hat die Aufgabenhilfe 80 600 Franken gekostet; die Hälfte davon haben die Eltern getragen, so dass die Gemeinde 40 300 Franken übernehmen musste. Da die Stadt nun mehr Lehrerinnen und Lehrer bezahlen muss, steigen die Kosten um 60 Prozent auf 140 000 Franken – Kosten, die die Gemeinde nun alleine trägt, da die Aufgabenhilfe gratis ist. Damit kostet sie nun 100 000 Franken mehr im Jahr.

«Wir setzen um»

Antoinette de Weck mag den Entscheid des Generalrats nicht kommentieren. «Das Parlament hat so entschieden, und wir setzen den Entscheid um.» Sie werde Ende Schuljahr Bilanz ziehen.

«Wir brauchen elf zusätzliche Räume und auch mehr ­Lehrerinnen und Lehrer für die Aufgabenhilfe.»

Antoinette de Weck

FDP-Gemeinderätin

Rekurs

Die Frage der Gratis-Busabos ist noch nicht geklärt

Ende Mai hat der Stadtfreiburger Generalrat die neuen Schulreglemente erlassen. Dabei haben die linken Parteien mit nur einer Stimme Unterschied in den Reglementen für die Primarschulen und für die Orientierungsschulen festgeschrieben, dass alle Schulkinder ein kostenloses Busabonnement erhalten.

Die bürgerlichen Parteien wehrten sich mit einem Rekurs (die FN berichteten). Der Rekurs ist noch beim Oberamtmann des Saanebezirks hängig. Dieser hat aber entschieden, dass die neuen Schulreglemente auf das Schuljahr 2018/2019 in Kraft treten und nur die umstrittenen Paragrafen zu den Bus-Abos suspendiert sind. Der Gemeinderat konnte bisher nicht beziffern, wie viel das Bus-Abo die Stadt kosten wird.

njb

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