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Die aussergewöhnliche Trockenheit dauert an

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Mit den Alp­abzügen stellt sich das Pro­blem für dieses Jahr nicht mehr, dass Tiere auf Alpbetrieben zu wenig Wasser haben (die FN berichteten). Der letzte Helikopterflug zum Füllen der Reservoire auf den Alpen fand Anfang letzter Woche statt.

Der Einsatz von privaten und Armeehelikoptern im Rahmen de Wasserversorgung der Alpen «Helios 2018 – Alpa Mili» sei beendet. «Alles ist gut abgelaufen; alle haben am selben Strick gezogen», zog der Chef des kantonalen Führungsorgans, Jean Denis Chavaillaz, gestern ein positives Fazit.

«Das Engagement der Armee ist zwar beendet, die dritte aus­sergewöhnliche Trockenheit nach 2015 und 2017 dauert aber noch an», sagte Chavaillaz. «Die Problematik ist nun eine andere. Sie betrifft vor allem die Ebene: Fliessgewässer haben einen tiefen Wasserstand. Vor allem die Bibera steht so tief wie noch nie zu dieser Jahreszeit.» Für die Bibera gelte nach wie vor ein striktes Wasserentnahmeverbot. Die Sektion Gewässer des Amts für Umwelt beobachte die Lage.

Chavaillaz erwähnte auch, dass wegen einer solchen Häufung von Trockenperioden für die Zukunft andere Massnahmen geplant werden müssten, um nicht immer Hilfseinsätze leisten zu müssen. Dies könnte zusätzliche Anlagen für die Wasserzufuhr oder grössere Wasserreservoire auf den Alpbetrieben bedeuten.

Infrastruktur verbessern

Nach den Erfahrungen der letzten Jahre fand ein erster Bericht zum Dispositiv «Helios» bereits Anfang Juni statt, als noch nichts auf die grosse Sommerhitze hindeutete. Als die ersten Alpbetriebe Wasser benötigten, kam die Firma Swiss Helicopter zum Einsatz, später dann Super Pumas der Armee. Gemäss Philippe Schneider, Einsatzleiter von «Alpa Mili», absolvierte Swiss Helicopter 152 Flüge und transportierte 136 000 Liter Wasser; die Armee machte in drei Wochen 196 Flüge mit 286 000 Litern.

Schwarzsee einbezogen

Schneider sagte, dass die Wasserentnahmen hauptsächlich von den Seen Montsalvens und Lessoc erfolgten. Vom Greyerzersee erfolgten nur zu Beginn wenige Wasserentnahmen, er erwies sich aber wegen der Distanz und der geringeren Höhenlage als wenig geeignet. Deshalb fanden später Wasserentnahmen aus dem Schwarzsee statt, um die näher gelegenen Sensler Alpbetriebe zu versorgen. Der Schwarzsee soll auch in Zukunft einbezogen werden, wenn es wieder zu solchen Helikoptertransporten kommen sollte, so Schneider.

«Die Bibera steht so tief wie noch nie zu dieser Jahreszeit.»

Jean Denis Chavaillaz

Kommandant Führungsorgan

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