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«Die Auszeichnung kam genau zum richtigen Zeitpunkt»

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Im Jahr 2011 machte sich der WWF Deutschland im Rahmen einer Studie auf die Suche nach den wertvollsten Alpenflüssen Europas (siehe Kasten). 15 Flüsse hat der deutsche Ableger der Umweltschutzorganisation dabei untersucht. Die Sense, die auch als Auengebiet von nationaler Bedeutung gilt, erhielt am Ende in drei von sechs Kriterien die Bestnote und schnitt damit insgesamt am besten ab. «Die Sense gehört zu den letzten natürlichen Alpenflüssen Europas. Für Experten ist sie ein Naturjuwel», kommentierte damals der WWF Schweiz die Studie (die FN berichteten).

Auch die Zukunft im Blick

Der WWF hielt in seiner Studie nicht nur den Ist-Zustand fest, sondern formulierte auch Empfehlungen für die Zukunft. «Dem Erhalt der letzten verbliebenen wirklich naturnahen und natürlichen Strecken kommt eine besondere Bedeutung zu», hiess es in den Schlussfolgerungen der Studie. Es seien deshalb gezielte Massnahmen zur Sicherung der Gewässerdynamik notwendig.

Studie befeuert Engagement

«Für uns kam diese Auszeichnung genau zum richtigen Zeitpunkt», erinnert sich Herbert Känzig, Präsident des WWF Freiburg, im Gespräch mit den FN. Damals hat der WWF Freiburg gegen den geplanten Bau eines Kleinkraftwerkes an der Warmen Sense in Zollhaus angekämpft. Nicht zuletzt wegen des überraschend positiven Gutachtens aus Deutschland hätten sich die Umweltaktivisten schliesslich durchsetzen und den Bau des Kraftwerks verhindern können.

Auch in den Folgejahren haben sich Känzig und seine Kollegen immer wieder auf die Befunde der Studie gestützt, um ihre Forderungen argumentativ zu untermauern. «Wir sind mit den Ergebnissen schon früh und mit viel Genugtuung zum Gewässeramt und zum Staatsrat gegangen», so Känzig. «Ich glaube, die Studie hat vielen Leuten vor Augen geführt, wie wichtig die Sense für unseren Kanton ist». Nichtsdestotrotz hätten aber auch die Arbeit und die eigenen Studien des WWF Freiburg und des WWF Schweiz entscheidend dazu beigetragen und nicht nur die Studie aus Deutschland.

In den letzten Jahren sei viel passiert, um die Sense zu schützen, gibt sich Känzig zufrieden. So habe sich zum Beispiel das Gewässerentwicklungskonzept Sense 21 (siehe Haupttext), an dem er auch selbst mitgearbeitet habe, sehr zufriedenstellend entwickelt.

Zurücklehnen will sich der WWF Freiburg jedoch nicht: In den nächsten Jahren liegt der Fokus der Umweltorganisation erneut auf der Sense. «Einerseits wollen wir der Bevölkerung zeigen, wie wichtig die Auenlandschaft Sense und ihre Vielfalt sind und dass es sich lohnt, sie zu schützen», sagt Känzig. «Andererseits wollen wir auch von der Bevölkerung erfahren, was sie an der Sense schätzt». Letztlich solle die Sense so bei der Bevölkerung mehr Beachtung erhalten. «Es geht nicht ohne die Bevölkerung, auch sie muss zur Sense Sorge tragen», betont Känzig.

Zur Studie

Der natürlichste Alpenfluss Europas

2011 untersuchte der WWF Deutschland in einer Studie 15 europäische Alpenflüsse. Die Studie stützte sich auf bestehende Daten und erhob selbst keine. Der WWF kam zum Schluss, dass nur zehn Prozent aller Gewässerstrecken noch natürlich sind. Bei der Sense aber wurden rund 95 Prozent als natürlich eingestuft – damit schnitt sie am besten ab. Untersucht wurden insgesamt 36 Kilometer des Flusslaufs der Sense. Als besonders wertvoll erachtete der WWF die rund 15 Kilometer lange Senseschlucht mit ihren steilen Felswänden. Weniger erfreulich waren die Ergebnisse für den Unterlauf der Sense (siehe Text oben).

lr

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