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Die Basis der digitalen Revolution steht

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Ende Jahr können die Petrijünger des Kantons wohl erstmals Fischereipatente online lösen. Das wird das erste Angebot des elektronischen Schalters des Kantons Freiburg sein, welches der Bevölkerung zugänglich ist. Intern erhalten Staatsangestellte bereits seit Juni ihre Lohnabrechnungen über diesen Online-Kanal. Das sagte Staatskanzlerin Danielle Gagnaux gestern bei einer Medienpräsentation der geplanten digitalen Kantonsverwaltung.

Unter dem Namen «Verwaltung 4.0» will der Kanton seine digitale Revolution umsetzen. Ein zentrales Element ist dabei der elektronische Schalter. Er soll mit der Zeit die einzige Anlaufstelle für Online-Kontakte mit dem Staat sein. Der Kanton möchte dazu eine zentrale Datenbank für alle Einwohner des Kantons einführen, ebenso wie eine virtuelle ID. Basis dazu ist ein «Richtplan der Digitalisierung und der Informationssysteme», den der Staatsrat vor zwei Wochen validiert hat. Fast gleichzeitig hat das kantonale Amt für Informatik und Telekommunikation einen Tag der offenen Tür durchgeführt, an dem Staatsangestellte einen Blick in die digitale Zukunft erhielten.

Mehr Geld zur Verfügung

«Abseits des digitalen Universums zu stehen, birgt das Risiko, innert zehn Jahren zu verschwinden», sagte Staatsratspräsident Georges Godel (CVP) gestern. Er erwähnte dabei vor allem Beispiele von Firmen, die in den letzten Jahren eingegangen sind. «Der Staat kann zwar nicht verschwinden, er würde aber massiv an Effizienz verlieren», so Godel.

Er rief in Erinnerung, dass die Digitalisierung einer der drei Pfeiler des Regierungsprogramms sei und über die laufende Legislatur hinausreiche. Deshalb hat der Staatsrat kürzlich auch im Budget 2019 die Mittel für die Digitalisierung erhöht (die FN berichteten). Für 2018 war ein Betrag von 28,7 Millionen Franken vorgesehen, 2019 sind es 43,7 Millionen. Gemäss Godel braucht es alleine 26,4 Millionen Franken, um die existierenden Systeme aufrechtzuerhalten.

Wie Amtsvorsteher Michel Demierre sagte, habe das Digitalisierungsprojekt des Kantons vier Hauptziele: Die Verwaltung 4.0 soll das Leben leichter machen, 100 Prozent digitale Lösungen anbieten, direktionsübergreifend und sicher sein sowie den Menschen ins Zentrum der Überlegungen stellen. Über die Vereinfachung administrativer Schritte sollen Dienstleistungen für die Bevölkerung besser zugänglich sein und letztlich die Wettbewerbsfähigkeit des Kantons so gesteigert werden.

Nebst mehr Geld sind für die Umsetzung der Digitalisierung weitere Schritte nötig. So gibt es ein neues Büro, dessen Mitglieder für die Steuerung und Planung des Projekts monatlich zusammenkommen.

Querdenker sein

Für Staatsrat Jean-François Steiert (SP) werden mit der Digitalisierung bisherige Abläufe infrage gestellt. «Wir müssen mehr quer denken», sagte er. Damit meint er vor allem die Zusammenarbeit zwischen den Direktionen. Es soll vermieden werden, dass zwei Personen im Staat die gleichen Daten eingeben. Auch die Zusammenarbeit zwischen Bund, Kanton, Gemeinden und Privaten wird überprüft. Schliesslich wies Steiert auf die Telearbeit hin, welche einen Einfluss auf den Arbeitsplatzbedarf und die Mobilität hat. 2017 genehmigte der Grosse Rat ein Gesetz über die Cyberadministration. «Es braucht aber sicher noch weitere Anpassungen von Gesetzen», sagte Steiert.

Projekte

Der papierlose Staatsrat hat es vorgemacht

Die Digitalisierung der Kantonsverwaltung hat im Kanton Freiburg seit längerer Zeit eingesetzt. Staatskanzlerin Danielle Gagnaux erinnerte daran, dass die Kantonsregierung bereits 2013 auf einen Betrieb ohne Papier übergegangen ist. Seit dem 1. Januar 2017 funktioniert auch der Grosse Rat papierlos.

Ein Meilenstein erfolgte kürzlich mit der Inbetriebnahme einer neuen Website des Staates (FN vom 1.9.). Im Pilotbetrieb hat die Anwendung ­Friac Einzug gehalten. Dabei geht es um die elektronische Bearbeitung von Baugesuchen von den Gemeinden bis zum Kanton. Gemäss Gagnaux sollen in der ersten Hälfte 2019 alle Gemeinden aufgeschaltet sein. Das Kantonsparlament hat ebenfalls bereits die Mittel zur Schaffung eines kantonalen elektronischen Patientendossiers gesprochen. Dieses soll bis 2023 in Betrieb sein. Noch zwei Jahre länger könnte es dauern, bis alle Schulen des Kantons über eine einheitliche Software verfügen. Sie werden auf ein kantonales Register der Personen in Interaktion mit dem Staat zurückgreifen können. Alle einzelnen Dienstleistungen am elektronischen Schalter bis hin zum Lehrvertrag sollen 2021 verfügbar sein.

uh

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