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Die Baumaschinen können auffahren

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 Die Unterstützung des Grossen Rates für die Umwandlung des Spitals Merlach und somit für die Übertragung neuer Aufgaben liess an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Mit 99 gegen eine Stimme sprachen sich die Grossräte für den Kredit aus.

Im Namen der Ratskommission hatte Michel Zadory (SVP, Estavayer-le-Lac) die neuen Aufgaben in Erinnerung gerufen, welche das Spital in Merlach nach den Arbeiten wahrnehmen wird: Innere Medizin mit Akutbetten, Geriatrie und Rehabilitation, Neurorehabilitation, Palliativpflege und eine Permanence.

Zadory erinnerte daran, dass die Bevölkerung des Seebezirks ihren Anteil von 45 Prozent an den Gesamtkosten von 55,5 Millionen Franken gutgeheissen hat und dass der Kantonsanteil von 30,5 Millionen Franken unter keinen Umständen überschritten werde.

Zeitplan steht

«Heute ist ein grosser Tag für die Grossräte des Seebezirks», so Zadory. Der Seebezirk habe fast zehn Jahre auf diesen Entscheid warten müssen; zuletzt hätten noch offene Fragen betreffend die Finanzierung einer geplanten Fernheizung und des unterirdischen Parkings den Entscheid verzögert.

Der Zeitplan scheint nun nach dem Entscheid des Parlaments klar. Im März 2013 soll die Permanence in den provisorischen Pavillon ziehen und sollen die weiteren Abteilungen auf andere Spitäler verteilt werden, erklärte Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre. Der Start der Umbauarbeiten ist für Mai 2013 vorgesehen. Sie werden gemäss Demierre drei Jahre dauern.

Demierre wies darauf hin, dass das HFR mitten in der Diskussion über die zukünftige Ausrichtung des Spitals stecke, dass aber Merlach mit dem Umbau perfekt in die Langzeitstrategie des Verwaltungsrates passe. Das Bauprojekt stütze sich auf das zugrunde liegende Nutzungskonzept.

«Ein Prototyp»

Sämtliche Fraktionen sprachen der Umwandlung des Spitals Merlach ihre Unterstützung zu. Für Jacques Vial (CVP, Le Mouret) ist Merlach ein wichtiger Eckpunkt des gesamten Spitalnetzes, und der Seebezirk habe diese Rolle begriffen. Chantal Pythoud (SP, Bulle) sagte, die Erhöhung von 53 auf 72 Betten entspreche einem Bedürfnis. Sie erwähnte, dass Merlach nach dem Umbau dank der Zweisprachigkeit ein Spital für die gesamte Freiburger Bevölkerung sei.

Markus Zosso (SVP, Schmitten) bezeichnete Merlach als «zukunftsweisendes Projekt», Ralph Alexander Schmid (GLP, Lugnorre) gar als «Prototyp für periphere Spitäler».

 Die Polemik um die zukünftige Strategie des HFR floss am Rande in die Debatte ein. Mehrere Grossräte riefen dazu auf, nicht Regionen gegeneinander auszuspielen. Kritische Stimmen kamen aus dem Süden. Der einzige Nein-Stimmer, Yvan Hunziker (FDP, Semsales) war der Meinung, das Spital Châtel-St-Denis würde nicht geschlossen, wenn es wie Merlach renoviert würde. Dominique Butty (CVP, Villariaz) sagte, er beneide die Seebezirkler und wolle im Süden gleichwertige Strukturen. Grossrat Gaétan Emonet (SP, Attalens) bemängelte, dass Merlach ohne Vorliegen einer klaren Planung des HFR realisiert werde.

Reaktionen: «Letztes wichtiges Puzzleteil im Spitalnetz»

J etzt erst beginne die harte Arbeit, sagte Siegfried Walser, Präsident der Planungskommission für das Spital Merlach, nach der gestrigen Debatte. Ab sofort wird er nicht mehr der Planungskommission, sondern der Baukommission vorstehen. Walser wies darauf hin, dass nun eigentlich zwei Projekte realisiert würden: die Einrichtung des Provisoriums und dann die eigentliche Umwandlung des Spitalgebäudes. Das klare Votum des Grossen Rates für den Aus- und Umbau ist für Walser ein Zeichen, dass der Kanton als Ganzes zur Vorarbeit und den bisher getroffenen Entscheiden rund um Merlach steht. Gar mit Applaus quittierte der Seebezirkler Oberamtmann Daniel Lehmann den Entscheid des Parlaments auf der Besuchertribüne. Er zeigte sich erleichtert, dass aus der Debatte kein Regionalkampf geworden sei. «Das Resultat ist überwältigend», so Lehmann. «Es zeigt, dass der Kanton geschlossen hinter dem letzten wichtigen Puzzleteil im kantonalen Spitalnetz steht.» Zweifel seien ihm nie gekommen, sagte er. «Aber ich verstehe durchaus, dass es schwierig war, zu erkennen, dass Merlach eben nicht vom Strategiewechsel des HFR betroffen ist.» uh

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