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Die Baumeyers und der Spass am Sport

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Die Wünnewiler Badminton-Spielerinnen vor der Europameisterschaft in Glasgow

Bei Baumeyers scheint sich alles um Badminton zu drehen. Nicht nur dass die beiden praktisch täglich trainieren, auch die Freunde der beiden gehören zur nationalen Badminton-Spitze: Judith ist befreundet mit Rémy Matthey de l’Etang, dem Schweizermeister im Doppel und Vize-Meister im Einzel. Fabiennes Freund ist Schweizer Einzelmeister Thomas Wapp.

Die Vermutung liegt nahe, dass in Wünnewil bei Baumeyers zuhause Badminton immer das Hauptthema ist. Judith wehrt aber ab: «Nein, wir haben auch andere Sachen. Das Leben besteht nicht nur aus Badminton», sagt Judith. Und dass die beiden jedes Spiel gemeinsam analysieren, sei auch nicht der Fall:«Es ist nicht extrem unser Thema. Aber wenn wir an ein Turnier gehen, kommt es schon zur Sprache», meint Fabienne.

Jus-Studentin – zukünftige Lehrerin

Trotzdem: Das Wochenprogramm der beiden ist vom Badminton geprägt. Judith, die an der Uni Freiburg im vierten Jus-Semester ist und eher im Einzel spezialisiert ist, trainiert um die acht Einheiten:«Es kommt drauf an, wann. Normalerweise steht vier- bis fünfmal Badminton auf dem Programm, dazu zweimal joggen und einmal Kraftraum. In der Vorbereitungsphase trainiere ich fast nur physisch, da ist kein Badminton dabei.»

Doppelspezialistin Fabienne trainiert zurzeit weniger: «Wegen der Schule. Ich bin am Lehrerseminar im Abschlussjahr», begründet sie. Trotzdem schlug sie an den diesjährigen Schweizer Meisterschaften zu und wurde Meisterin im Doppel und Mixed: «Im Doppel hätte ich den Sieg nie erwartet», erklärt sie.
Gemeinsam trainieren sie nicht sehr viel zusammen: «Wir sind manchmal zusammen im Kraftraum, das ist motivierender, und im Laufen ist Fabienne besser, da muss ich immer hintenher», scherzt Judith.
Die beiden sind Amateurinnen und müssen dennoch praktisch wie Halbprofis trainieren, um das Niveau zu halten. Und wie in vielen anderen Sportarten ist die Realität im internationalen Vergleich hart: Gegen Spielerinnen aus professionell strukturierten Nationen haben sie keine Chance. Judith ist an den EMund WM nie weiter als bis in die 2. Runde gekommen. Auf der Weltrangliste ist sie im Einzel die Nr. 100, früher einmal die 90, Fabienne figuriert im Doppel mit Corinne Jörg (La Chaux-de-Fonds) als Nr. 150.

Vor ein paar Wochen ein Tief

Mit welcher Motivation bringt man dennoch einen solchen Trainingsaufwand auf? «Die Frage habe ich mir auch schon gestellt, weil ich vor ein paar Wochen ein Motivationstief gehabt habe und aufhören wollte. Aber jetzt geht es wieder», gesteht Judith etwas nachdenklich ein. «Die Motivation liegt u.a. auch in der Chance, durch die internationalen Turniere vieles zu sehen und zu erleben. Ich erlebe Sachen, die ich ohne den Sport nicht erleben könnte, lerne Leute kennen und habe den sportlichen Vergleich. Der Ehrgeiz verleiht auch Motivation.» Für Fabienne ist es ähnlich: «Ich wollte nicht nur für die Schule leben. Deshalb mache ich Sport. Das Ganze hat mir bisher viel Spass gebracht», sagt sie.

Bezüglich Spielcharakter bezeichnet sich Judith als eher ruhigere Spielerin. Dazu präzisiert sie, dass sie mit 158 cm ziemlich klein für das Badminton ist: «Ich muss meine geringe Grösse kompensieren, indem ich taktisch clever spiele, um meine Rechweite zu verbessern.» Ist denn eben ihre Grösse nicht ein grosser Nachteil, wenn sie grossen Spielerinnen gegenüber steht? «Das schon. Ich hätte sicher mehr Chancen. Wenn ich grösser wäre, wäre ich schneller am Ball und hätte die grössere Reichweite.»
Fabienne, die deutlich grösser ist, bezeichnet das Antizipieren als ihre Stärke, also das Vorausahnen des Spielgeschehens: «Ich kann mich auf die Gegnerin einstellen. Durch das Antizipieren, kann ich Druck machen, wenn ein Angriff kommt, kann ich gegenangreifen.»

Nach Australien

Jetzt steht für die beiden die EMin Glasgow an, wo sie zuerst das Mannschaftsturnier und dann das Einzelturnier bestreiten werden. Dann ist die Saison zu Ende. Nachdem sie nach der kürzlichen Baisse die Motivation wieder gefunden habe, werde sie jetzt sicher noch ein Jahr anhängen: «Es ist auch so, dass ich einmal mit dem Studium fertig werden möchte. Die anderen studieren zu 100 Prozent und ich zu 50. Da habe ich manchmal schon ein Zeitmanko.

Fabienne schliesst jetzt das Lehrerseminar ab. Dann reist sie am 19. Juli mit ihrem Freund nach Australien: «Drei Monate reisen. Dann gehe ich für ein paar Monate nach Neuseeland als Au-pair, um Englisch zu lernen. Dabei werde ich auch trainieren. Was nächstes Jahr im Badminton passiert, weiss ich noch nicht.»

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