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Die Begeisterung hält sich in Grenzen

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Stimmen der Parteien zu den Wahlen in den Verfassungsrat

«Wir haben das gesteckte Wahlziel erreicht», hält Elmar Schneuwly, Präsident der CVP Sense fest. «Wir haben damit gerechnet, dass die SVP das Quorum erreichen wird und wir deshalb den bei den letzten Grossratswahlen mit den Reststimmen gewonnen Sitz wieder abgeben müssen.» Dass die SVP aber gleich drei Sitze macht, hätte der CVP-Präsident allerdings nicht erwartet.

Vier Frauen – Krönung des Erfolgs

Besonders erfreut ist Elmar Schneuwly darüber, dass es der CVP Sense gelungen ist, vier Frauen (bei sieben erreichten Sitzen) in den Verfassungsrat zu bringen – und dies erst noch an dem Tag, an dem das Volk die Quoten-Initiative abgelehnt hat. «Über eine gute Listengestaltung werden die Frauen gewählt», ist er überzeugt. Er ist stolz darüber, dass es seiner Partei gelungen ist, eine Liste zu präsentieren, die aus einem basisdemokratischen Prozess hervorgegangen ist.

Für Bruno Fasel, Wahlkampfleiter der CSP Sense, ist es angesichts der Gewählten seiner Partei auffallend, dass sich Wählerinnen und Wähler vor allem für bewährte Politiker entschieden. Er freut sich über den Wahlerfolg von Regula Brülhart, der zweitjüngsten der 21 Gewählten, und bedauert gleichzeitig, dass nicht mehr junge Kandidierende gewählt wurden; wird die neue Verfassung doch vor allem die zukünftigen Generationen betreffen. Er bedauert auch, dass es seiner Partei nicht gelungen ist mitzuhelfen, dass das Sense-Oberland im Verfassungsrat besser vertreten ist. Unerwartet kam für die CSP der Sitzverlust. «Wir haben eher mit einem zusätzlichen Sitz gerechnet», gibt er unumwunden zu und glaubt, dass viele Bürgerinnen und Bürger diese Wahlen zu wenig ernst genommen haben.

Den Jungen eine Stimme geben

Franz Martin, Vizepräsident der SP Sense, hat mit den vier Sitzen (2 und 2) gerechnet. Für ihn ist es besonders wichtig, dass seine Partei die Frauenförderung ernst nimmt. Er freut sich darüber, dass Tarkan Göksu, ein eingebürgerter türkischer Staatsangehöriger auf der SP-Liste «Juso und Frauen» – auch in Alterswil – ein gutes Resultat erzielt hat. Zum Erfolg der SVP meint er: «Es ist gut, dass sie dieses Resultat erreicht hat. Jetzt muss sie auch zeigen, in welche Richtung sie politisieren will.»

«Wir haben ein grosses Ziel erreicht, gibt es uns doch erst seit rund einem Jahr», meint Anna Petrig von der Juso. «Es ist uns besonders wichtig, dass wir im Verfassungsrat die Anliegen der Jugend vertreten können.» Regula Brügger Häring von den SP Frauen ist überzeugt, dass mit ein bisschen mehr Mobilisierung ein zusätzlicher Sitz dringelegen wäre. Sie hätte andererseits auch erwartet, dass der Verfassungsrat ein wenig ein anderes Gesicht erhält, als es der Grosse Rat hat.

Verlust hält sich in Grenzen

«Wir haben erreicht, was wir realistisch gesehen erwarten konnten», erklärt Jörg Schnyder, Vizepräsident der FDP Sense. Er räumt zwar ein, dass die FDP wohl auch Stimmen an die SVP verloren habe. Doch wenn man in Betracht ziehe, wie sich die Sitze verschoben hätten, habe sich der Verlust für die FDP in Grenzen gehalten. Mehr als zwei Sitze hätte er der SVP aber nicht zugetraut.

Mit höchstens einem Sitz gerechnet

«Ich bin total überrascht», hält Hans Schnell, Präsident der SVP Sense, fest. «Weil wird keine volle Liste hatten, konnten wird diesen Erfolg nicht erwarten. Trotz des guten Abschneidens bei den Nationalratswahlen haben wir mit maximal einem Sitz gerechnet.» Er erklärt den Erfolg mit der klaren Mitte-Rechts-Politik seiner Partei. Auf die Frage, welchem Flügel seine Partei sich zurechnet, meint er: «Wir gehören zum Sensler Flügel. Wir essen sicher gern einmal ein Zürcher Geschnetzeltes im Albisgüetli. Doch ebenso gern essen wir eine Bernerplatte in Kandersteg.»

Ausser-Parteiliche
hatten keinen Erfolg

Keinen Sitz konnte die Freie Liste Sense erzielen. Wie Bernhard Auderset erklärt, habe man schon damit gerechnet, einen Sitz zu machen, und sei deshalb ein wenig enttäuscht. Als Erklärung für diesen Ausgang gab er an, dass man einerseits gegenüber den etablierten Parteien etwas im Nachteil war und andererseits damit gerechnet habe, in grösseren Gemeinden wie Düdingen, Wünnewil-Flamatt, Tafers oder Plaffeien doch einige Stimmen zu erzielen. In einigen Gemeinden habe es sich in letzter Zeit gezeigt, dass unabhängige Bewegungen abseits der etablierten Parteien erwünscht seien. Für Bernhard Auderset ist es deshalb klar, dass man im nächsten Jahr bei den Gemeinderatswahlen wieder antreten und Interessierten eine Alternative zu den Parteien bieten will.

Die zweite Liste ohne Sitzgewinn ist die «Lebendige Demokratie Sense», die nur mit zwei Kandidatinnen angetreten war. Wie Maria-Theresia Zurron-Krummenacher betont, habe sie ganz und gar nicht damit gerechnet, einen Sitz zu erzielen. Eine Möglichkeit hätte allenfalls darin bestanden, mit der Freien Liste eine Listenverbindung einzugehen, was aber von dieser abgelehnt worden sei. Wenn man zu zweit auf einer Liste sei, müsse man nicht überrascht sein, wenn das Resultat so ausfalle, erklärte Maria-Theresia Zurron. Sie habe es aber von Anfang an wichtig gefunden, sich zu beteiligen und die Diskussion um unabhängige Kandidatinnen und Kandida-
ten anzufachen.

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