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Die beiden Dienste ziehen nach Giffers um

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Autor: Pascale Hofmeier

Giffers hat den Standortwettbewerb für den Sozialdienst und die Amtsvormundschaft gewonnen. Wenn auch äusserst knapp: Fünf Gemeinden waren für Giffers, vier stimmten für Rechthalten, den bisherigen Standort. Der Entscheid der neun Oberländer Gemeinden, die die beiden Dienste gemeinsam betreiben, fiel am Mittwochabend. Zur Diskussion stand der Sitz, weil die beiden Dienste mehr Platz benötigen. Dem Standortentscheid war ein Disput vorausgegangen zwischen Giffers und Rechthalten, das den Dienst gerne behalten hätte (vgl. Kasten).

Polizeiposten noch kaufen

Giffers freut sich darauf, die beiden Dienste ab Januar 2012 im Dorf zu haben. «Wir sind froh über diese Entscheidung», sagt Ammann Ruedi Vonlanthen. Er räumt aber ein, dass der Umzug noch nicht zu 100 Prozent definitiv ist. Denn ein Unsicherheitsfaktor besteht: Giffers muss den neuen Standort, den alten Polizeiposten, erst noch kaufen. Darüber entscheiden wird der Staatsrat. «Dies müsste in den nächsten vier bis sechs Wochen geschehen», sagt Vonlanthen. Sollte die Gemeinde den Zuschlag nicht erhalten, würde am bisherigen Standort Rechthalten festgehalten.

Umbau für 660 000 Franken

Es habe zwei Gründe gegeben, warum sich die Gemeinde für die Dienste beworben habe. Erstens wollte Giffers günstigere Alternativen zum Angebot von Rechthalten suchen. Zweitens liege der alte Polizeiposten mitten im Dorf und verfüge über viele Parkplätze. «Die wollten wir für die Bevölkerung erhalten», sagt Vonlanthen. Um die Liegenschaft fit zu machen für die neue Nutzung, wird Giffers 660 000 Franken investieren. Das Erdgeschoss wird rollstuhlgängig, die Wohnung im Obergeschoss muss Büroräumen weichen.

«Fühlen uns amputiert»

Die Verlierergemeinde ist sehr unglücklich. «Wir sind sehr enttäuscht und zu Tode betrübt», sagt Marcel Kolly, Ammann von Rechthalten. Seine Gemeinde verliert nun nach dem Friedensgericht und dem Zivilstandsamt ein drittes Amt. Aus Kollys Sicht ist dies ein Abbau in Raten. «Wir wehren uns aber dagegen, vergessen zu gehen.»

Er ist überzeugt, dass Giffers infrastrukturell gesehen nicht dasselbe bieten kann wie Rechthalten: «Wir hätten das Gemeindehaus angebaut und das ganze Gebäude rollstuhlgängig gemacht.» An der Gemeindeversammlung im Dezember wurde ein Planungs- und Realisierungskredit von einer Million Franken gesprochen. Wie es nun mit dem Gemeindehaus weitergehen wird, ist offen. «Wir stehen vor einer neuen Situation und im Moment besteht kein primärer Handlungsbedarf», sagt Kolly.

In die Zukunft schauen

Für die künftige Zusammenarbeit sehen weder Kolly noch Vonlanthen ein Problem. «Es wird weitergehen und wir müssen nach vorne schauen», sagt Marcel Kolly. «Wir werden die Zusammenarbeit sogar vertiefen mit einer Übereinkunft für die Feuerwehr», sagt Ruedi Vonlanthen.

Angesprochen auf den äusserst knappen Entscheid für Giffers vermutet Otto Lötscher, Ammann von Plaffeien und Mitglied der Administrativen Personalkommission (Adpeko), dass der Preis ausschlaggebend war: «Giffers hat das günstigere Angebot gemacht.» Die Miete inklusive der Nebenkosten falle rund 10 000 Franken tiefer aus pro Jahr. Laut Offerte wird diese jährlich 44 000 Franken betragen.

Aus Sicht von Antje Burri von der Adpeko ist wichtig, dass der Sozialdienst und die Amtsvormundschaft weiterhin kompetent und ohne Vorbehalt weiterarbeiten können. Wichtig war den Beteiligten, dass die beiden selbständigen Dienste nicht standortmässig getrennt werden. «Den Standortentscheid haben die Gemeinden gefällt, nun hoffen wir weiterhin auf eine konstruktive Zusammenarbeit.»

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