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«Die beiden werden ihre Aufgabe meistern»

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 Unmittelbar nach den Wahlen vom 28. Februar hatte es sich angekündigt–seit dem Freitagabend herrscht Klarheit: Die Wahlsiegerin SVP hat sich bei der Konstituierung des Gemeinderats durchgesetzt und das Präsidium der Gemeinde übernommen. Dieses war nach dem Rücktritt von FDP-Gemeindepräsidentin Susanne Schwander und der Wahlniederlage der FDP frei geworden. Sie verlor einen Sitz und damit die Position als stärkste Partei der Gemeinde.

Nicole Schwab, die einzige Frau im Gemeinderat und erst frisch als eine von drei Vertretern ihrer Partei in die Exekutive gewählt, ist fortan auch Gemeindepräsidentin. Die frühere Präsidentin der Landfrauen machte an den Wahlen mit 635 Stimmen das drittbeste Resultat aller 16 Kandidaten. Mit René Stüssi, ebenfalls ein Newcomer im Kerzerser Gemeinderat und pensionierter Berufsmilitär, hält die FDP wenigstens noch das Vizepräsidium des Gemeinderates inne. Die SVP ist seit den Wahlen so stark wie noch nie in den letzten 50 Jahren. Sie hat für die Legislatur 2016 bis 2021 drei der sieben zur Verfügung stehenden Sitze im Gemeinderat und hat die FDP als stärkste Partei abgelöst. Dieser verbleiben zwei Sitze, die SP und die CVP besetzen je einen Sitz.

Funktionierendes Tandem

«Die Geschäfte werden weiterlaufen wie früher», zeigt sich SVP-Ortsparteipräsidentin Franziska Lirgg auf Anfrage überzeugt. Ihre Partei werde nicht alles auf den Kopf stellen–selbst, wenn sie es wollte. Sie persönlich habe sich von Beginn an gewünscht, dass Nicole Schwab das Amt der Gemeindepräsidentin übernehme. «Sie hat von allen am meisten Zeit zur Verfügung. Es ist nicht einfach, sich plötzlich so viel Zeit freizuschaufeln», weiss Lirgg. Ausserdem habe sich das Präsidiums-Duo Schwab-Stüssi sofort gefunden: «Das ist eine gute Lösung.» Und auch das Zusammenspiel zwischen SVP und FDP funktioniere gut.

Hans Rhyner, Präsident der FDP Kerzers, sagt, er hätte sich gefreut, wenn Gemeinderat Martin Maeder das Amt von Susanne Schwander geerbt hätte. Doch die Belastung wäre für ihn, der voll im Berufsleben stehe, zu gross gewesen. Nun habe die SVP ihr Recht auf den Stuhl des Ammanns in Anspruch genommen. Damit könne er sich arrangieren, so Rhyner. Zwar werde es für die beiden Frischgewählten nicht einfach, aber mit der Unterstützung der Gemeinderatskollegen und des Gemeindeschreibers sei die Aufgabe zu meistern. «Und es ist schön, wieder eine Frau Gemeindeammann zu haben.»

Bernhard Johner, Präsident der SP Kerzers, war mit dem Ausgang der Wahlen nicht glücklich. Nun, mit der Konstituierung, habe er seine Meinung revidiert: «Ich kann mit der aktuellen Situation leben.» Natürlich sei er, wie andere auch, überrascht darüber, dass zwei Neulinge nun die Leitung übernehmen. Jedoch entspreche das Ergebnis auch dem politischen Stärkeverhältnis im Dorf. «Wir müssen es akzeptieren.» fca

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