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Die Bewegung «Öffnung» löst sich auf

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Autor: Arthur zurkinden

Aufgelöst wird die kantonale Partei. Die Bezirksparteien werden ihre Etikette «Bewegung Öffnung» noch bis zu den nächsten Wahlen im Jahre 2011 behalten. In Deutschfreiburg vermochte diese politische Gruppierung nie Fuss zu fassen.

Den grössten Erfolg feierte die DSP – im Volksmund oft auch «Morel»-Partei nach dem Mitgründer und Staatsrat Félicien Morel genannt – an den Wahlen im Herbst 1991: Die DSP eroberte auf Anhieb sieben Sitze im Grossen Rat, und der ehemalige SP-Vertreter Félicien Morel wurde als Staatsrat wiedergewählt. Anders sah es im Herbst 2006 aus: Eigentlich wurde nur Claude Chassot von der Bewegung Öffnung als Grossrat gewählt. Der Bewegung «Öffnung» schloss sich aber auch der Sensler Albert Studer (Freie Liste Sense) und der unabhängige Louis Duc an. Mittlerweile ist Albert Studer bekanntlich der grün-liberalen Partei beigetreten.

Eine nationale Partei fehlt

«Der Bewegung Öffnung fehlte eine Etikette auf nationaler Ebene. Ohne eine grosse Partei im Rücken ist es schwierig, in den Medien präsent zu sein», analysierte der ehemalige Grossrat François Weissbaum aus Freiburg am Donnerstag die Situation, wie die Zeitung «La Liberté» in der Freitag-Ausgabe schreibt.

CSP will Gespräch suchen

Die Frage stellt sich nun, wer die Lücke füllen kann, welche die Bewegung «Öffnung» hinterlässt. «Ja, wir werden eine gute Zusammenarbeit anstreben», hält CSP-Kantonalpräsident Philippe Wandeler gegenüber den FN fest und ruft in Erinnerung, dass sich die Bewegung Öffnung wie die CSP für soziale Anliegen und für die Arbeitnehmerschaft einsetzt. Die CSP wird sich laut Wandeler auch überlegen, neue Sektionen im Greyerz- und Broyebezirk zu gründen, wo sie bisher schwach vertreten war. Im Hinblick auf die nationalen Wahlen, bei welchen die CSP ihren Sitz von Marie-Thérèse Weber-Gobet im Nationalrat verteidigen muss, weist Wandeler darauf hin, dass die grosse Allianz zwischen den Links- und Mitte-Links-Parteien nicht in Frage gestellt ist.

Hoffen kann die CSP, dass sich Grossrat Claude Chassot, der sich im Mitte-Links-Bündnis noch wohl fühlt, ihren Rängen anschliesst. «Sie sind bereit, mit mir ins Gespräch zu kommen. Aber die CSP ist auch bedroht. Niemand weiss, ob sie in einigen Jahren noch da sind», sagte Chassot am Donnerstag anlässlich der Generalversammlung.

Der unabhängige Grossrat Louis Duc seinerseits stellt sich keine grosse Fragen betreffend seine politische Zukunft. Der 69-jährige Doyen des Grossen Rates schliesst nicht aus, dass er sich im Herbst 2011 nochmals der Wahl stellt. Der streitbare Landwirt aus Forel kann das Politisieren noch nicht lassen.

Grün-liberale Partei als Konkurrentin

Albert Studer ist vielleicht nicht der einzige, der sich für die grün-liberale Partei entscheidet. Auch die ehemaligen Grossräte François Weissbaum und Cédric Castella liebäugeln mit dieser neuen Partei.

Für die Gründer der DSP hat es im Kanton Freiburg weiterhin Platz für ihre Vision. «Die Ideen der Bewegung Öffnung haben ihre Aktualität nicht verloren. Ich bin traurig, aber nicht ohne Hoffnung», sagte der 74-jährige Félicien Morel laut der «Liberté» zur Auflösung seiner Nachfolgepartei. «Wenn sich die Bewegung Öffnung nicht für das politische Leben eignet, so hat die demokratisch-soziale Sensibilität noch schöne Tage vor sich», meinte alt Grossrat Raphaël Chollet.

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