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Die Bikini-Illusion

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Trendsportart Beachvolleyball versetzt das Publikum in eine Sommer-, Sonne- und Spassatmosphäre, bietet aber trotzdem einen athletischen und professionellen Wettkampf. Was steckt hinter dem Beruf Beachvolleyball-Profi in der Schweiz?

Die Vorbereitung beginnt für die Schweizer Nationalteams im November. Nach ausgiebiger Auswertung der vergangenen Saison werden technische, physische und mentale Ziele gesetzt für die Phase bis zum ersten Turnier im April. Im Winter wird ein hartes Aufbautraining mit einer Wochenbelastung von ungefähr 20 Stunden Training absolviert. Spielelemente werden genau auseinandergenommen, technisch korrigiert und sechs Mal pro Woche im Sand geübt. Im Kraft- und Athletikbereich wird in drei bis vier Einheiten pro Woche die Grundlage für den Sommer gelegt. Massage- und Therapiestunden ergänzen die aktive Regeneration.

In der Zwischensaison steht noch viel mehr an. Anders als man es vom Fussball kennt, bilden professionelle Beachvolleyball-Athleten zwar ein Team von zwei Personen, gehören aber keinem Club an. Beachvolleyball-Profis sind selbstständige Unternehmer. Der Verband meldet die Nationalspieler zwar bei internationalen Wettkämpfen an, unterstützt die Athleten finanziell, mit Infrastruktur und Trainern. Jedes Beachvolleyball-Team führt aber seine eigene kleine Firma. Zu den Stakeholdern gehört der Trainerstaff, das medizinische Team, die Sponsoren, das Fan-Publikum, die Öffentlichkeit, die Medien, die Turnierorganisatoren, die nationale und internationale Konkurrenz, der Verband und das politische Umfeld. Die Spieler sind selber für die Reisen, die Sponsorensuche, den Online-Auftritt, die Pressearbeit, die Finanzierung und ihre berufliche Vorsorge verantwortlich. Die Einnahmen eines Schweizer Beachvolleyball-Profis hängen vom Preisgeld, der Unterstützung vom Verband und vor allem den eigenen Sponsoren ab. Die meisten Schweizer Teams kümmern sich selber um ihre Vermarktung oder teilen sich die Arbeit mit einem Manager. Sich selber vermarkten bedeutet zum Beispiel, eine Webseite aufrechterhalten, Pressemitteilungen schreiben, Vorausplanen, Kontakte mit den Medien pflegen, Sponsorendossiers erstellen, Unternehmen anfragen, aktives Vernetzen, die Social-Media-Kanäle bedienen und ein persönliches Image aufbauen. Um ein internationales Turnier zu spielen, kommt dann auch noch die aufwendige Organisation der Reisen dazu. Bis auf das Hotel im Hauptfeld der World Tour müssen die Spieler alle Kosten selber decken und auch die Reisen selber organisieren. Es heisst also nicht einfach «Treffen um 18 Uhr auf dem Parkplatz!» Beachvolleyballer setzen sich lange zuvor damit auseinander, wie weit denn zum Beispiel das Hotel in Argentinien von den Spielfeldern weg ist und welche Flüge zeitlich Sinn ergeben. Für alle diese Aufgaben kommen pro Woche locker zehn Arbeitsstunden hinzu.

 Sie verstehen vielleicht jetzt, wieso ich bei der Frage, ob ich diesen Sport hauptberuflich ausübe, mit einem Lächeln reagiere …

Anouk Vergé-Dépré gehört als Beachvolleyball-Profi dem Schweizer Nationalteam an. Die U21-Weltmeisterin peilt die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio an. Die heute 22-jährige Bernerin studiert an der Universität Freiburg Medien- und Kommunikationswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre.

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