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Die bittere Süsse des Jazz

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Autor: Von OLIVER SCHNEITTER

Die Mittwochabende sind bei La Spirale seit jeher regionaler Musik vorbehalten: Von Chansons über Variété bis Jazz und Klassik wird das Programm von Künstlern aus der Umgebung bestritten. Und dies zu beidseitigem Vorteil, sind die Abende doch jeweils gut besucht. Dieses Mal galt dies ganz besonders, denn Brigitte Gicot und Teri Stirling sind in Freiburg selbst wohnhaft.

Souveränes Bühnendebüt

Das gedämpfte Licht, die vereinzelten Kerzen und das instrumentale «Black Trombone», gespielt von François Ingold am Klavier, Arnaud Francelet am Kontrabass, Claude Schneider an der Gitarre und Frédéric Bintner am Schlagzeug, stimmten ein und bereiteten das erste Konzert-Set von Teri Stirling vor.

Auf sympathische Weise bekundete sie ihre Nervosität anlässlich ihres Konzertdebüts, liess sich davon während des knapp einstündigen Konzerts jedoch nichts anmerken. Obwohl durchwegs Coverversionen, kamen die Songs mit einer Lebendigkeit und Ehrlichkeit daher, als würden Geschichten und Gefühle aus dem eigenen Leben erzählt. Zwischen den Songs allerdings war die fehlende Bühnenerfahrung, die sich nun mal nicht nur im Singen äussert, erkennbar. «Ich nehme mich in den Instrumentalteilen bewusst zurück, um die Musiker ins Zentrum zu rücken», erläuterte die selbstbewusste Sängerin ihre Performance.

Melancholische Dramatik

Höhepunkte waren Stirlings zutiefst melancholisches «Black Coffee» und ihre Schlussnummer «Love me like a Man», die der Virtuosität ihrer Stimme besonders Geltung verschaffte. Vor allem aber erzeugte Brigitte Gicot mir ihrer Rod-Stewart-Adaption «The Shadow of your Smile» eine Spannung im Raum, die sie durch ihre Routine und ihre fast piafeske Bühnendramatik gekonnt intensivierte.

Bleibt zu hoffen (und zu fordern), dass sich für die beiden Sängerinnen mehr Bühnen öffnen werden. Zwar wurde der Jazz an diesem Abend nicht neu erfunden – aber wenn er so charmant daherkommt, verlangt das auch niemand.

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