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Die Chance durch Offensiv-Rebounds zerstört

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Die Chance durch Offensiv-Rebounds zerstört

Basketball – Olympic verliert das erste Spiel im Playoff-Final im «Hexenkessel» von Favorit Boncourt

Diese erste Finalpartie in der Best-of-5-Serie hat mit Boncourt den logischen Sieger gefunden. Die Jurassier waren zwar nicht unbedingt das bessere Team, konnten aber Olympics Reboundschwächen ausnutzen und legten damit den Grundstein zum psychologisch wertvollen Erfolg im ersten Heimspiel.

Von BEAT BAERISWYL

Mit einem riesigen Transparent bereits bei der Ortseinfahrt wurden die Freiburger Spieler und Supporter empfangen: «Willkommen in der Hölle!» Und eine Hölle sollte es auch werden …

Patrick Kollers Schachzug, Spielmacher Fergerson wegen der Verletzung des gross gewachsenen Livadic durch Keith Vassell zu ersetzen, hatte also nur bedingt Erfolg gebracht. Positiv zu werten ist die Leistung von Valentin Wegmann, der dadurch in die Spielmacher-Rolle schlüpfte und diese bravourös meisterte und dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken vermochte. Vassell hingegen vermochte die zusätzlichen Zentimeter, die Koller durch diese Variante gewinnen wollte, nie zu nutzen. Im Gegenteil: Boncourt holte sich 20 Offensiv-Rebounds, was aus der Sicht Trainer entscheidend war.

Spieler top – Schiedsrichter flop

Die einzigen Akteure, die dem Druck des Hexen- oder Heizkessels in Boncourt nicht standzuhalten wussten, waren leider die beiden Unparteiischen. Wann endlich schafft es der Schweizer Basketballverband, wenigstens für die Playoff-Finalserie fähige Spielleiter aufzubieten? Kollers Bedenken im Vorfeld dieser Partie trafen also voll zu: «In dieser Atmosphäre unbefangen zu arbitrieren, braucht Persönlichkeiten. Der Vorteil Boncourts sollte sich auf das Heimrecht und die Zuschauerkulisse beschränken und keinen Einfluss auf die Spielleiter haben. Ein in dieser Phase aufgebotener Freiburger Schiedsrichter (Jaquier) ist auf verlorenem Posten. Gewinnt mein Team hier in Boncourt, dann sicher wegen der Schiedsrichterleistung. Verlieren wir, ist die Serie der Heimsiege intakt und die Schiedsrichter haben sicher nicht für den Gegner gepfiffen.»

Und genau so begann die Begegnung: Nach dreissig Spielsekunden hatte Jaquier zwei imaginäre Fouls gegen Rosnowsky und Ceresa gepfiffen und die Gunst des Publikums gewonnen. Dagegen mussten die Freiburger dann während der gesamten Spielzeit zusätzlich ankämpfen.

Verhängnisvolles zweites Viertel

Der Freiburger Stammfünfer mit Wegmann, Rosnowsky, Dar-Ziv, Ceresa und Poole verschaffte sich von Beginn weg Respekt und einen kleinen Vorsprung (6:10; 4. und 11:17; 7.). Richmond und Holland waren gut aufgehoben, einzig Smiljanic setzte vorerst Akzente. Olympic glaubte an seine Chancen, Boncourt vielleicht die erste Heimniederlage nach 31 Siegen beifügen zu können.

Als der eingewechselte Cokara in der 12. Minute mit einem Dreier seine Farben mit 29:20 in Führung brachte, begann sogar das erfolggewöhnte Publikum der roten Teufel seinen Augen nicht zu trauen und an seinen Lieblingen zu zweifeln. Doch jemand würde es wohl schon noch richten. Dieser «Jemand» war einerseits Richmond, der nach mageren sechs Pünktchen im Startviertel nun in den zweiten zehn Spielminuten 14 Punkte markierte. Der Zweite war der «Bosman-Ausländer» Szendrej. Er verstand es, seine kräftige Statur unter dem gegnerischen Korb exzellent einzusetzen und die Mehrheit der 20 Offensiv-Rebounds für sein Team zu sichern, was am Ende den Freiburgern das Genick gebrochen hat.
Dann aber bestimmten zwei technische Fouls, Endlos-Diskussionen zwischen Coach Dessarzin und Schiedsrichter Carlini, zweifelhafte Pfiffe zugunsten des lautstarken Publikums und eine unmenschliche Hitze in der «Hölle» den Kampf zweier siegeshungriger Teams. Boncourt kam heran, zog vorbei und hatte zur Pause ein fast schon sicheres Polster erkämpft.

Sassellas (unbeabsichtigter) Schlag

Das Seine zum Sieg leistete auch Marco Sassella, der Tessiner im Jura: Er nahm Slawa Rosnowsky mit vielen erlaubten, leider oft aber auch unfairen Mitteln aus dem Spiel und setzte seiner Arbeit mit einem ungeahndeten Schlag ins Gesicht seines Gegenspielers die Krone auf. Dafür wurde aber nicht etwa Sassella,
sondern der Kasache mit dem vier-ten persönlichen Foul bestraft
(25.). Mehrere Spieler mussten den verständlicherweise aufgebrachten Olympic-Trainer zurückhalten, dass er nicht aufs Feld stürmte.

Obwohl Olympic im Schlussviertel nochmals bis auf drei Punkte an seinen Gegner herankam (74:71; 36.), sollte es nicht mehr zum Sieg reichen. Zwei dumme Fehler beim Defensiv-Poker (Box-and-one) auf Richmond führte zu zwei leichten Korblegern für das Heimteam und Boncourt spielte sich so den Druck von den Schultern. Am Mittwoch folgt Akt zwei in Freiburg. Diesmal lastet der Druck ganz auf Olympic, wollen sie noch Chancen auf den Titelgewinn haben.
Boncourt – Olympic
88:79 (52:43)

«Chaudron»; 1300 Zuschauer SR: Carlini/ Jaquier.
BC Boncourt: Smiljanic (11); Imgrüth (9); Holland (19); Richmond (26); Kautzor (11); Szendrej (12); Sassella.
Freiburg Olympic: Ceresa (6); Kirmaci; Vassell (8); Wegmann (18); Cokara (9); Rosnowsky (14); Dar-Ziv (6); Seydoux (2); Poole (16).
Bemerkungen: Olympic ohne Fergerson (überzählig) und Livadic (verletzt); Boncourt ohne Vogt (verletzt). – Technische Fouls: Koller (12.), Richmond (15.). 5 Fouls: Seydoux (35.), Sassella (38.). – Teilresultate: 20:24; 32:19; 15:17, 20:19.
Des einen Freud, des anderen Leid

Zwei Trainer, zwei Persönlichkeiten, zwei Kenner der Schweizer Basketballszene: Randoald Dessarzin, der sich in dieser Woche entscheiden wird, ob er das Amt als Nati-Coach antreten wird, und Patrick Koller, langjähriger Nati-Spieler, mehrfacher Schweizer Meister und Cupsieger, Spieler, Spieler-Trainer und Trainer kennen sich in- und auswendig.

Patrick Koller zog trotz der Niederlage positive Schlüsse: «Wir haben jetzt die Gewissheit, dass wir hier in Boncourt gewinnen können. Denn heute hatten wir Chancen dazu. Schade, dass wir reboundmässig nicht auf der Höhe waren und dem Gegner 20 Bälle überliessen, das sind 20 Zusatzchancen. So kann man kaum ein Spiel gewinnen. Am Mittwoch müssen wir physisch härter und stärker spielen. Egal, welche Schiedsrichter aufgeboten werden, ich verlange eine Gleichbehandlung beider Mannschaften, und das war heute eindeutig nicht der Fall.»

Siegercoach Dessarzin meinte: «Jetzt ist der Druck weg, wir haben diese wichtige erste Partie gewonnen. Es war ein harter Kampf. Mein Kollege Koller schiesst scharf gegen die Leistung der Schiedsrichter, diese Beurteilung ist sehr subjektiv. Auch ich sah Pfiffe für inexistente Fouls gegen unser Team, aber auch das ist subjektiv. Wir waren überrascht, als Fergerson nicht spielte, denn er ist ein sehr unberechenbarer Spieler, der nicht bloss werfen kann. Unsere Vorbereitungsarbeit haben wir auf sein Spiel ausgerichtet. Kompliment aber an Wegmann, der seine Rolle ausgezeichnet interpretierte. Mit meinem Team bin ich sehr zufrieden.»

Richmond: «Bin kein Held»

Zufrieden war auch Alonzo Richmond, der Top-Skorer und Reisser, der sein Team wieder auf die Siegesstrasse brachte: «Finalspiele haben einen besonderen Charakter. Wir haben gewonnen, weil wir in den ent

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