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«Die Chemie hat nie gestimmt»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: frank stettler

Nicht zuletzt durch die Zuzüge der ehemaligen NLA-Spieler Sandro Abplanalp und Andreas Keller sowie die Rückkehr von Valentin Catillaz hatten sich die Düdingen Bulls einiges für die Saison 2011/12 ausgerechnet. Das unerwartet frühe Out des Drittplatzierten der Qualifikation gegen Forward Morges war dann schliesslich das Spiegelbild einer Saison, in der für die Sensler nur wenig zusammenlief.

 

Thomas Zwahlen, wie sehr liegt Ihnen das frühe Playoff-Out auf dem Magen?

Die Nacht auf Mittwoch war schon sehr kurz. Mit Abschalten war nichts, es hat die ganze Nacht in mir gearbeitet. Ich habe mehr von uns erwartet. Unser Ziel waren die Halbfinals. Dies nicht erreicht zu haben, ist schon sehr enttäuschend.

 

Sie hatten bereits vor dem Meisterschaftsstart angetönt, dass die Saison nicht einfach werden würde. Sie sollten recht behalten.

Ja, meine Vorahnung hat sich bestätigt. Es hat sich ganz früh in dieser Saison abgezeichnet, dass es schwierig wird. Es gab keine Konstanz in meiner Mannschaft. Wir konnten die Leistung nie über eine längere Zeit abrufen. Dieses Team spielte nicht so systemtreu wie jenes aus dem Vorjahr. Wir hatten diesmal viel mehr Individualisten in der Mannschaft. Insofern hat die Chemie nie gestimmt, um die taktischen Vorgaben umzusetzen. So kamen wir letzten Endes nie auf Touren und haben unser Level kaum einmal erreicht.

Weshalb haben Sie es nicht geschafft, das Ruder noch rumzureissen?

Das frühe Out spricht natürlich auch nicht für mich. Da bin ich selbstkritisch genug. Ich habe es nicht geschafft, die Mannschaft dorthin zu bringen, damit sie ihre Leistung bringen kann.

 

Vor der Saison orteten Sie in der Defensive den Schwachpunkt. Diese Befürchtung hat sich nicht bewahrheitet.

Das ist das Erstaunliche. Die Verteidigung hat am Ende sehr gut gespielt. Ersatzgoalie Yannic Aeby war gar eine Entdeckung. Am Schluss waren es die Stürmer, die ihre Aufgabe nicht erfüllt haben.

Kam von den vermeintlichen Leadern in den entscheidenden Phasen zu wenig?

Vielleicht hatte ich schlussendlich auch einfach zu hohe Erwartungen an die Leaderfiguren und habe ganz einfach zu sehr auf sie gesetzt. Ich will auch in Zukunft gestandene Spieler haben, aber hungrige, welche mit den Jungen zusammenarbeiten wollen. Nicht solche, die bereits alles erreicht haben und nur noch ein bisschen Eishockey spielen wollen. Bei gewissen Spielern hat vielleicht der Ehrgeiz gefehlt.

 

Sie haben Ihren Vertrag um eine Saison verlängert. Welche Pläne haben Sie für die nächste Meisterschaft?

Wir haben schon Gespräche mit verschiedenen Spielern geführt. Ich möchte ganz sicher die Vorgabe des Clubs, junge Spieler einzubauen, erfüllen. Dies muss unser Credo sein. Wir wollen Junioren von Freiburg und SenSee in die Mannschaft integrieren. Viele Spieler wollen bei uns bleiben. Einige Abgänge wird es aus Studiengründen wohl in der Verteidigung geben. Diese gilt es, mit guten Jungen aus dem Nachwuchs zu kompensieren.

 

Wie geht es jetzt unmittelbar mit den Bulls weiter?

Es ist erst Mitte Februar. Sportlich gesehen wird es jetzt langweilig. Wir sind es nicht gewohnt, so früh aus den Playoffs auszuscheiden. Wir werden sicher noch einmal die Woche weitertrainieren und verschiedene Kandidaten einladen, damit sie sich zeigen können und wir nicht die Katze im Sack kaufen. Wir werden mit unseren Spielern zudem Gespräche führen, um das Geschehene zu verarbeiten. Und ganz wichtig: Grösse zeigen – auch in der Niederlage.

Die Düdingen Bulls setzten die Taktik von Trainer Thomas Zwahlen in dieser Saison nur bedingt um.Bild Charles Ellena/a

«Das frühe Out spricht natürlich auch nicht für mich. Da bin ich selbstkritisch genug.»

«Bei gewissen Spielern hat vielleicht der Ehrgeiz gefehlt.»

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