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Die Communauté Romande du Pays de Fribourg wird wieder erweckt und warnt vor der Zweisprachigkeit

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Die Communauté Romande du Pays de Fribourg wird reaktiviert. Alarmiert durch die Absicht, Grossfreiburg zu einer zweisprachigen Gemeinde zu machen, ist der Verein auf der Suche nach Mitgliedern.

Neun Gemeinden im Zentrum des Kantons Freiburg führen Fusionsgespräche, um zu Grossfreiburg zu fusionieren. Die Absicht der konstituierenden Versammlung: Die neue Gemeinde soll offiziell zweisprachig sein. 

Das ruft nun die Communauté Romande du Pays de Fribourg aufs Tapet. Die Vereinigung, von der viele dachten, sie sei in der Versenkung verschwunden, wird reaktiviert. «Wir haben wieder sechs Vorstandsmitglieder, ab April sieben», sagt Vorstandsmitglied Antoine Geinoz. «Wir suchen noch weitere Mitglieder.» Die Absicht, Grossfreiburg als zweisprachig zu deklarieren, sei der Auslöser gewesen: «Die konstituierende Versammlung hat diese Frage gar nicht richtig debattiert.»  

Nachteile für Romands?

Eine zweisprachige Gemeinde bringe den Französischsprachigen Nachteile, heisst es in einer Mitteilung der Communauté: So würden deren Rechte in der Schule und vor Gericht beeinträchtigt. «Wird Grossfreiburg zweisprachig, könnte es sein, dass plötzlich im Saanebezirk Prozesse auf Deutsch geführt werden, auch wenn nur der Täter und nicht beide Parteien deutschsprachig sind», sagt Geinoz.

Sein Verein wolle nicht den Sprachenfrieden gefährden, im Gegenteil: «Wir setzen uns für das friedliche Nebeneinander der beiden Sprachgruppen ein», sagt Geinoz. Doch seien die Kosten enorm, wenn sich eine Gemeinde als zweisprachig definiere.

Pragmatismus ist gefragt

Klar sei, dass Übersetzungen kosteten, sagt dazu Thierry Steiert (SP), Syndic der Stadt Freiburg und am Fusionsprozess beteiligt. «Was wirklich teuer ist, haben wir aber schon realisiert: die Schulen.» Auch wenn die neue Gemeinde dereinst zweisprachig sei, entstünden nicht überall zweisprachige Schulen. «Wer aber in der Peripherie wohnt und sein Kind deutsch einschulen will, kann es nach Freiburg schicken.» Für Steiert ist klar: 

Extreme Forderungen rund um die Zweisprachigkeit sind auf beiden Seiten schädlich.

Thierry Steiert
Syndic Stadt Freiburg

Beide Seiten müssten pragmatisch sein. «Ein Gesetzesartikel wird die Realität nicht umkippen.» Darum müssten Deutschsprachige auch in einem zweisprachigen Grossfreiburg damit leben, dass die Arbeitssprache vorwiegend Französisch sei.

«Unbegründete Ängste»

Die Communauté Romande du Pays de Fribourg schreibt in ihrer Mitteilung auch, sie wehre sich gegen eine institutionelle Zweisprachigkeit, welche die Sprachengrenze verschiebe und das Gleichgewicht zwischen den Sprachen gefährde. Staatsrat Didier Castella (FDP) meint dazu: «Das sind alte Ängste, die nicht begründet sind.» Das zeigten auch die Zahlen. Der Kanton Freiburg habe das Glück, zweisprachig zu sein; «das ist ein Reichtum».

Er freut sich darüber, dass die Communauté verlangt, dass der Kanton ein Sprachengesetz vorlege. «Wir sind daran, das Gesetz auszuarbeiten, wir werden es in der nächsten Legislatur einbringen.» Heute sei es für eine Gemeinde nur im Fusionsprozess möglich, sich als zweisprachig zu deklarieren. Castella betont aber auch: «Heute ist keine Gemeinde offiziell deutsch- oder französischsprachig.» Wer sich also als zweisprachig deklariere, wechsle nicht seinen Status, sondern lege ihn erst fest.

Kommentare (2)

  • 06.02.2021-Germaine Gstarz

    „Kennst du viele Sprachen – hast du viele Schlüssel für ein Schloss.“ (Voltaire)
    Die Angst vor der Allemanisierung, nährt sich aus schlechten Erfahrungen und
    Verlustängsten. Auch wir Deutschfreiburger fühlen uns des Öftern zu wenig respektiert. Jüngste Beispiele kann man den Leserbriefen entnehmen. Es nützen die schönsten Brücken nichts, wenn man nicht neugierig und offen für Neues darüber geht.

  • 06.02.2021-H.Schreier

    In einem Kanton der sich als Zweisprachig gibt, (mit zwei Amtssprachen!) und 20% Deutschsprachingen auch im Bezirk Saane mit Fribourg, sind Anliegen der Communaute Romande du Pays de Fribourg rassistisch und gegen Minderheiten was ja eigentlich in der Schweiz strafbar ist! Was die Priorisierung des Französischen bringt ist z.B. aus den Leistungen des Gesundheitsdept. FR klar ersichtlich. Zweitschlechtester R Wert, mit bei den Schlechtesten wenn es um Verimpfungen in der Covid Krise geht. Von der Führung des Dept. bis hinab zu den Ausführenden fast ausschliesslich Welsche die „lafere anstatt lifere“.
    Wenn man zudem die Wirtschaftsleistung im Kanton ansieht, so könnten eigentlich die Welschen mehr als Dankbar für die Deutschschweizer sein.

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