Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Die Cremeschnitte macht das Theater

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Als am 7. November 1963 das Stadttheater Luzern in der Aula der Universität Miséricorde Max Frischs «Andorra» aufführte, sass auch Franz Baeriswyl im Publikum. Er war gerade ins Lehrerseminar eingetreten und besuchte das Theater mit seinen Klassenkameraden. Was er nicht wusste: Es handelte sich um den ers-ten Anlass des Kulturausschusses der Deutschfreiburgischen Arbeitsgemeinschaft (DFAG). Aus dem Ausschuss wurde später «Theater in Freiburg», bei dem Baeriswyl seit 1969 Mitglied und seit 1993 Präsident ist. So war es für den Theaterfan ein grosser Moment, als er am Freitag die Bühne des Equilibre betrat, um das 50-jährige Bestehen von «Theater in Freiburg» zu feiern. Im Publikum hatten sich Vertreter aus Politik und Kultur versammelt, aber auch zahlreiche Abonnenten von «Theater in Freiburg».

Die Gästeliste erinnere ihn an ein «mille-feuille», sagte Baeriswyl in seiner Festrede: eine Cremeschnitte aus vielen Schichten, die zusammen das Gesamtkunstwerk ausmachten. Es brauche einen soliden kulturpolitischen Boden, darüber ein vielschichtiges Publikum und zuoberst den Zuckerguss. «Dieser Zuckerguss, das sind die Künstlerinnen und Künstler», so der Präsident.

Das Theater als Brücke

Diese Künstler hätten dem Freiburger Publikum in 50 Jahren viele unvergessliche Momente beschert. «Leider gab es einige miserable Aufführungen», sagte Baeriswyl, «aber vor allem gab es Dutzende von tollen Stücken.»

 Mehr als 310 Theateraufführungen der DFAG respektive von «Theater in Freiburg» sind seit 1963 in der Uni-Aula und seit 2012 im Equilibre über die Bühne gegangen. Hubertus von Gemmingen, langjähriger Theaterabonnent und Kenner der Geschichte des deutschsprachigen Theaters in Freiburg, bot in seiner Ansprache einen Überblick: Spitzenrei- ter sind Friedrich Dürrenmatt mit 19 und Bertolt Brecht mit 18 Stücken; es folgen Goethe, Schiller, Shakespeare und Frisch mit je 12 respektive 13 Inszenierungen. Mit der Zeit sei das Angebot vielfältiger geworden, so von Gemmingen, und es hätten immer mehr internationale Autoren Platz gefunden. «Theater in Freiburg» sei aus dem Freiburger Kulturangebot nicht wegzudenken: «Was ohne ‹Theater in Freiburg› an Theaterproduktionen bliebe, wäre für eine zweisprachige Stadt ein Armutszeugnis.»

Auch alt Staatsrätin Ruth Lüthi, ebenfalls eine treue Theaterabonnentin, betonte die Brückenfunktion des Theaters: «Kulturelle Veranstaltungen sind identitätsstiftend und fördern das Zusammenleben.»

Wie locker und unkompliziert das Theater Grenzen überwinden kann, zeigte bei der Jubiläumsfeier das Duo Luna-tic: Die Genferin Stéphanie Lang und die Berlinerin Judith Bach lernten sich einst an der Dimitri-Theaterschule im Tessin kennen und begeistern heute als Olli und Claire mit ihrem Musikkabarett, das Sprach- und Kulturbarrieren spielend vergessen macht.

Bilder des Jubiläumsanlasses

 

Mehr zum Thema