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Die Dekane kritisieren das Universitätsgesetz

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In drei Wochen wird der Grosse Rat das revidierte Universitätsgesetz beraten. Freiburger Studierende haben bereits öffentlich ihrem Unmut darüber Luft gemacht. Überraschend sind nun auch die Dekane der fünf Freiburger Fakultäten auf die Barrikaden gestiegen. In einem Brief an die Chefs der fünf Fraktionen im Freiburger Kantonsparlament äussern die Fakultätsvorsteher ihre Besorgnis über die Revision des Uni-Gesetzes.

Die Dekane fordern in ihrem Schreiben die Grossräte auf, das Gesetz in drei Punkten zu ändern: Die Fakultäten sollen ihre angestammte Autonomie behalten. Jede Fakultät soll ihren Dekan frei bestimmen und seine Amtsdauer selber festlegen können. Zudem sollen die vorgesehenen Disziplinarmassnahmen für Universitätsangehörige aufgehoben werden, die gegen die Universitätsordnung verstossen.

Gegen Zentralisierung

Die Dekane fürchten vor allem, dass das neue Gesetz für die Fakultäten einen «substanziellen» Autonomieverlust mit sich bringt. Tatsächlich ist im neuen Gesetz von einer Autonomie der Fakultäten keine Rede mehr. Gemäss dem Gesetzesentwurf ist die Uni autonom, die Fakultäten haben an dieser Autonomie nur teil im Rahmen der Kompetenzen, die ihnen vom Gesetz und den Statuten der Uni erteilt werden. Mit anderen Worten: Das Rektorat erhält mehr Macht.

In ihrem Brief an die Grossratsfraktionen betonen die Dekane, dass die Universität Freiburg mit ihren fünf Fakultäten eine «dezentrale» Struktur brauche. Die Fakultäten müssten in der Lage sein, selber neue Studiengänge zu schaffen, Lehrstühle zu streichen oder sich gegenüber der Konkurrenz zu positionieren, ohne dazu systematisch die Erlaubnis beim Rektorat einzuholen.

In die gleiche Richtung geht eine weitere Forderung der Dekane: Die Fakultäten sollen ihre Dekane selber bestimmen können und die Dauer ihres Mandats zwischen zwei und vier Jahren festlegen. Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass der Rektor die Nominationen der Dekane ratifiziert und ihre Amtsdauer auf vier Jahre festlegt. Diese Ratifizierung durch den Rektor ist für die Dekane «unvorstellbar». Denn sie bedeute, dass der Rektor seinen Kollegen nicht vertraue. Zudem hätte ein Dekan, der vom Rektor gegen den Willen der Fakultät bestimmt würde, keine Legitimität, halten die Dekane fest. Damit riskiere die Uni eine institutionelle Blockade.

Kritik an Disziplinarstrafen

Das neue Uni-Gesetz sieht disziplinarische Massnahmen gegen Personen vor, die gegen die Universitätsordnung verstossen. Studierende haben dies als «unzulässige Einschränkung der Meinungsfreiheit» gebrandmarkt. Und sie erhalten dabei Sukkurs von den Dekanen. Die juristische Basis sei fragwürdig, und der Begriff «Universitätsordnung» unscharf.

Das Rektorat der Universität Freiburg empfindet das Vorgehen der Dekane als unangebracht. «Die Kritik kommt zu spät», sagt Daniel Schönmann, Generalsekretär der Universität Freiburg. Die Stellungnahme der Fakultäten sei bereits in die Vernehmlassung eingeflossen, so Schönmann. Nun liege der Ball bei der Politik.

Zudem behielten die Fakultäten auch mit dem neuen Gesetz ein gewisses Mass an Autonomie. Wobei Schönberg einschränkt, dass die Fakultäten schon heute keinerlei Autonomie bezüglich Budget oder Strategie hätten.

 bearbeitet von mos/FN

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