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Die Demenzstation füllt sich mit Leben

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«Unser Haus gleicht in diesen Tagen eher einem Bienenhaus als einem Pflegeheim», sagt Guido Hagen mit einem Augenzwinkern. Der Geschäftsleiter des Pflegeheims Maggenberg hat diese Woche alle Hände voll zu tun: Mit dem Mobiltelefon am Ohr wirbelt er durch die weitläufigen Gänge der neu gebauten Abteilung, erteilt hier einer Gruppe von Handwerkern und Pflegepersonen Auskünfte und wechselt da ein paar Worte mit Heimbewohnern. Dazwischen transportieren ein Dutzend Zivilschützer Nachttische, Pflegebetten und Umzugskisten an ihren neuen Bestimmungsort. In den mit grossen Fensterfronten ausgestatteten Zimmern der Demenzstation sind Heimbewohner und Pflegepersonen derweil damit beschäftigt, ihr neues Zuhause einzurichten. «Zum Glück ziehen wir nicht jeden Tag um», meint Hagen in einer ruhigen Minute.

Ein Zuhause auf Zeit

Nachdem die Bauarbeiten an der Demenzstation des Pflegeheims Maggenberg in den letzten Tagen bis auf wenige Ausnahmen abgeschlossen wurden, füllt sich der Neubau seit Beginn dieser Woche nun erstmals mit Leben. Bei den ersten Bewohnern der Demenzabteilung handelt es sich aber fast ausschliesslich um Gäste auf Zeit. Bevor der Anbau Ende Oktober 2017 definitiv seinem eigentlichen Zweck zugeführt werden kann, kommt ihm in der Zwischenzeit noch eine andere Funktion zu: Während der Altbau des 1990 eröffneten Pflegeheims in den nächsten Monaten etagenweise saniert wird, finden die Heimbewohner in der Demenzstation vorübergehend ein neues Zuhause (siehe Kasten).

«Bis März 2017 werden die Bewohnerinnen und Bewohner des ersten Pflegeheimstockwerks nun in der Demenzstation betreut», erklärt Peter Portmann, Präsident des Gesundheitsnetzes Sense: «Dann folgt eine zweieinhalbwöchige Übergangszeit mit Ein- und Auszügen sowie eine nächste Renovationsetappe.» Bis Ende Oktober 2017 sollten dann alle renovierten Zimmer im Pflegeheim Maggenberg wieder bezugsbereit sein. Nur jene Bewohner, die auch in Zukunft eine demenzspezifische Pflege und Betreuung benötigen, würden nicht wieder zurück ins Pflegeheim ziehen: «Auf diese Weise können wir den Betrieb der Demenzstation sukzessive aufbauen.»

Demenzgarten ab Frühling

«Bis jetzt konnten beim An- und Umbauprojekt alle Termine eingehalten werden», ist Portmann mit dem bisherigen Verlauf zufrieden: «Ich bin zuversichtlich, dass es so weitergeht.» Auch finanziell laufe bisher alles nach Plan, versichert der Präsident des Gesundheitsnetzes: «Der Kreditrahmen von 14,5 Millionen Franken sollte eingehalten werden können.»

Während sich die noch ausstehenden Arbeiten im Innern der Demenzstation auf Details beschränken, ist in dessen Umgebung in den nächsten Monaten noch ein grösseres Projekt ausstehend: Der grosse Garten, der dem erhöhten Bewegungsdrang von an Demenz erkrankten Menschen entgegenkommt, wird ab nächstem Frühling angelegt. Stark demenzkranke Menschen lebten ihn ihrer eigenen Welt, erklärt Hagen. Zielloses Wandern gehöre ebenso zum Krankheitsbild wie eine kurze Aufmerksamkeitsspanne, der Verlust der Orientierung und der Abbau von Hemmungen. «Demenzkranke haben einen anderen Tagesrhythmus und andere Bedürfnisse.» Auf all dies sei die Bauweise der neuen Demenzstation ausgerichtet: «Hier können sich Betroffene frei und hindernisarm, aber gleichzeitig auch geschützt und umsorgt bewegen.»

Pflegeheim Maggenberg

Fast alle Doppelzimmer werden zu geräumigen Einzelzimmern

Die Zimmer des Pflegeheims Maggenberg in Tafers sollen in Zukunft heller, freundlicher und geräumiger daherkommen. Auf insgesamt drei Etagen werden in den nächsten Monaten deshalb Böden, Wände und die Lichtanlagen erneuert. «Wir möchten den Zimmern einen modernen Touch verleihen und sie vom Spitalcharakter befreien», sagt Geschäftsleiter Guido Hagen über die anstehenden Sanierungsarbeiten.

Attraktiver mit Einzelzimmern

Gleichzeitig würden fast alle Zweibettzimmer des Pflegeheims zu Einzelzimmern umfunktioniert. Lediglich acht Doppelzimmer bleiben erhalten. «Wir waren zuletzt das einzige Pflegeheim im Sensebezirk, dass noch über Zweibettzimmer verfügte», erklärt Gesundheitsnetz-Präsident Peter Portmann. «Diese entsprechen aber nicht mehr den heutigen Bedürfnissen. Die meisten Menschen wohnen vor ihrem Eintritt ins Pflegeheim alleine.» Das habe sich zuletzt – zusammen mit der unmittelbaren Nähe zur Demenzstation-Baustelle – auch in einer tieferen Zimmerauslastung niedergeschlagen. «Momentan sind 8 von 92 Betten nicht belegt. Das ist viel im Vergleich mit anderen Pflegeheimen im Bezirk.» Mit den renovierten und geräumigen Einzelzimmern soll sich dies wieder ändern.

mz

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