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Die Diskussionen um die Lizenzen der Volksläufer gehen weiter

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Autor: Guido Bielmann

Das Jahr 2008 war für die Freiburger Leichtathletik aussergewöhnlich. Im St.-Leonhard-Stadion fanden die Schweizer Meisterschaften der Elite statt, und im Düdinger Leimacker-Stadion diejenigen des Nachwuchses. Zudem konnte der Verband auch zwei Athleten an den Paralympics in Peking bejubeln: Urs Kolly und Lukas Hendry mit Blindenführer Silvio Rolli. Dennoch tut sich der Freiburger Leichtathletik-Verband seit einiger Zeit schwer: schwindende Zahlen der Lizenzierten und schwindende Finanzen.

Anreize für Lizenzen

Schon an der Jahresversammlung 2007 diskutierte man deshalb über eine Lizenz für die Volksläufer. Damit will man mehr Geld in die Kasse bringen, einerseits durch die Lizenz selber, aber auch durch eine gesteigerte Statistik, um an mehr Sport-Toto-Subventionen zu kommen.

Seit der Versammlung vom Freitag in Kerzers ist man einen kleinen Schritt weiter: In einer Konsultativabstimmung entschied sich die Versammlung mit 27 zu 24 Stimmen für ein Modell mit «Ansporn-Charakter». Das heisst: Die Volksläufer sollen Anreize bekommen, freiwillig eine Lizenz zu lösen. Im kommenden Jahr will man konkret vorgehen, nachdem der Schweizer Verband im März seine Stossrichtung bekannt gegeben haben wird.

Keine Doppel-Lizenzen mehr

Im Lizenzwesen wird es so oder so Veränderungen geben: Für die Kids werden Lizenzen an den Finals im Erdgascup, dem Migrossprint und dem 1000-m-Lauf sowie an den Meetings C obligatorisch. Ausserdem beabsichtigt man die passiven Mitglieder wieder zuerfassen, dies mit einer Lizenz von 45 Franken. Damit wären auch die Funktionäre wieder in den Verband eingeschlossen, dies nachdem sie während Jahren quasi ohne Mitgliederstatus waren.

Punkto Lizenzen treten 2010 folgende Neuerungen bereits in Kraft: Die Doppellizenz wird abgeschafft. Ausländer mit Lizenz können an Meisterschaften teilnehmen, jedoch keine Titel und Medaillen mehr gewinnen. Ausnahme: Bei den U20 können Ausländer Titel und Medaillen gewinnen.

Während die Zahlen der Athleten in den Stadien im Sinkflug sind, florieren die Volksläufe ausserhalb der Stadien. Symptomatisch ist, dass an dieser Versammlung drei Volkslauf-Vereine in den Verband aufgenommen wurden: Der Kerzerslauf-Verein (1994 gegründet), der Verein Corrida Bulle sowie der Club «A travers Cugy».

Zwei neue Ehrenmitglieder

Die Versammlung wählte zwei hochverdiente Leichtathletik-Persönlichkeiten zu Ehrenmitgliedern: Michel Mertenat (CA Marly), der jahrelang verantwortlich für den Freiburger Volkslauf-Cup sowie für Nachwuchsaktivitäten war. Und Georges Wolf (CA Freiburg), der sich seit Jahren an den Meetings im St. Leonhard-Stadion um den Resultatdienst und die Informatik kümmert.

Im Vorstand gab es zwei Wechsel: Die ehemalige Spitzenläuferin Marianne Schmuckli (Marly), bisher verantwortlich für die Kontakte zwischen den beiden Sprachgruppen, übernimmt den zuletzt vakanten Posten der Vizepräsidentin. Aus dem Vorstand trat Joris Repond (Bulle), verantwortlich für das Bulletin. Der Posten ist jetzt vakant.

Im Jahr 2009 feiert der Freiburger Leichtathletik-Verband sein 40-jähriges Bestehen: «Wir wollen das Jubiläum mit einem Anlass feiern, aber mit einem bescheidenen», hielt Kantonal-Präsident Daniel Weber fest.

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