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Die dritte Heimniederlage in Folge

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Autor: kurt ming

Bei Gottéron läuft im Moment nichts mehr zusammen. Die Mannschaft wirkt seit Jahresbeginn wie ausgewechselt. Die vorher starke Defensive inklusive Torhüter sind nur Durchschnitt und vorne hat man Mühe, ein paar Törchen zustande zu bringen. Nicht verwunderlich, dass nach Davos und Servette auch die Bieler drei Punkte aus dem St. Leonhard entführen konnten. Die Gäste haben mit diesem verdienten Sieg den Sprung über den Strich zumindest für einen Tag wieder geschafft, während Gottéron nun sogar in Gefahr gerät, auch noch Rang drei an den SC Bern zu verlieren. Weniger ein möglicher Rangverlust als die Art und Weise, wie sich das Team von Trainer Hans Kossmann auf dem Eis präsentiert, muss zu denken geben. Noch bleiben dem Team drei Spiele vor den Playoffs, aber in der momentanen Verfassung könnte die Saison für die Drachen ähnlich schnell zu Ende sein wie letztes Jahr.

Huet ausgewechselt

Grosses Thema bei Gottéron ist in diesen Tagen bekanntlich die Vertragsverlängerung von Goalie Cristobal Huet. Seine Vorstellung gestern Abend war keine Eigenwerbung. Nach dem 3:4, kurz nachdem Rückkehrer Andrei Bykow mit einem herrlichen Treffer sein Team wieder herangebracht hatte, wechselte Coach Kossmann den Keeper aus. Der Schuss des grossgewachsenen Ahren Spylo schien nicht unhaltbar zu sein. Vielleicht wollte der HCF-Chef seinem Team ja auch nur ein Zeichen setzen. Pech war dann, dass Ersatzmann Simon Rytz gleich den zweiten Schuss ebenfalls unnötig passieren lassen musste. Das Abstaubertor von Marc Wieser zum 3:5 kurz vor Ende des zweiten Drittels bedeutete dann schon die Entscheidung. Überhaupt hatte Freiburgs Trainer mit seinen taktischen Massnahmen nicht immer ein glückliches Händchen: Stürmer Silvan Lüssy, der überraschend als siebter Verteidiger eingesetzt wurde, sass beim wichtigen Powerplaytor des besten Bielers Sébastien Bordeleau zum 1:3 auf der Strafbank.

Weiterhin ohne Leader

Ende Spiel werden ja jeweils in den Schweizer Hockeystadien die besten Spieler jedes Teams gewählt, beim Heimklub war dies für die Journalisten keine einfache Aufgabe. Dem Tabellendritten fehlten einmal mehr die Leader. Anfang Saison liess man hinten kaum Tore zu und vorne sorgte der Bykow-Sturm meistens für die Differenz. Das sind tempi passati: Fünf Gegentore gegen ein offensiv bescheidenes Biel und ein negatives Schussverhältnis (24:32) sagen eigentlich schon alles über die Abwehrleistung der Saanestädter aus. Und vorne laufen die Stars weiterhin ihrer Bestform hinterher. Wann, wenn nicht in solchen Spielen, will das Trio Dubé, Afanasenkow und Jeannin denn Tore schiessen? Auch beim wieder in Originalbesetzung angetretenen Sturm um Bykow gab es wie im ganzen Team viel zu viele Höhen und Tiefen; bei den beiden ersten Toren stand der Paradesturm jedenfalls auf dem Eis. Anfang des Mitteldrittels kam für einen kurzen Moment etwas Schwung ins Team, aber der eingangs erwähnte schnelle Gegentreffer zum 3:4 schien die Freiburger richtiggehend ausser Gefecht zu setzen. In der Folge brachten die Bieler, die viel bissiger und kämpferischer spielten, den knappen Vorsprung ohne Probleme über die Runden.

Kann nur besser werden

Den Freiburgern bleibt kaum Zeit, diese unschöne Niederlage zu verkraften. Schon heute trifft man in Lugano auf eine Mannschaft, die zuletzt im Gegensatz zu den Drachen aufsteigende Form zeigte und das gestrige Spiel in Ambri gewann. Will sich der HCF Hoffnungen auf einen Sieg machen, wird es in allen Belangen eine Leistungssteigerung benötigen. Routinier Sandy Jeannin wusste nach dem Spiel auch gleich, wo man den Hebel bis zu den Playoffs ansetzen muss: «Wir müssen wieder beginnen, zuerst die Defensivaufgaben zu erledigen, dass war gegen Biel nicht der Fall. Wir spielten viel zu offensiv und liefen den konterstarken Bernern richtiggehend ins offene Messer.» Ein einziger Lichtblick hatte der Match: Bei Gottéron gibt es für das Luganospiel keine weiteren Verletzten. Aber einige böse Zungen auf der Tribüne meinten, dass man sich mit so wenig Einsatz auch kaum verletzen könne. Auch in diesem wichtigen Bereich zeigt der hochdotierte Tabellendritte zuletzt gravierende Mängel; anders das von Trainer Kevin Schläpfer einmal mehr bestens motivierte Biel, dass aus seinen bescheidenen spielerischen Mitteln ein Optimum herausholte.

Cristobal Huet war gestern kein Rückhalt und machte nach dem vierten Gegentreffer Simon Rytz Platz.Bild Keystone

Telegramm

Gottéron – Biel 3:5 (1:2, 2:3, 0:0)

6800 Zuschauer (ausverkauft). – SR Eichmann/Stricker, Fluri/Müller.Tore:7. Gamache (Dubé, Jeannin/ Ausschluss Fröhlicher) 1:0. 10. Spylo (Miéville) 1:1. 20. (19:30) Bordeleau (Beaudoin) 1:2. 28.Bordeleau (Preissing, Miéville/Ausschluss Lüssy) 1:3. 30. Knöpfli (Afanasenkow) 2:3. 34. Bykow (Sprunger, Plüss) 3:3. 36. Spylo (Haas, Miéville) 3:4. 39. Wieser (Huguenin, Spylo) 3:5.

Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Gottéron, 3-mal 2 Minuten gegen Biel.

Freiburg-Gottéron: Huet (36. Rytz); Heins, Birbaum; Ngoy, Collenberg; Loeffel, Barinka; Lüssy; Gamache, Dubé, Hasani; Sprunger, Bykow, Plüss; Knöpfli, Jeannin, Afanasenkow; Cadieux, Botter, Vauclair; Brügger.

EHC Biel:Berra; Preissing, Huguenin; Fröhlicher, Kparghai; Gossweiler, Steinegger; Grieder; Wetzel, Gloor, Lauper; Tschantré, Bordeleau, Beaudoin; Spylo, Miéville, Haas; Wieser, Ehrensperger, Truttmann; Zigerli.

Bemerkungen:Freiburg-Gottéron ohne Abplanalp, Gerber und Rosa, Biel ohne Peter, Wellinger (alle verletzt) und Chabada (überzähliger Ausländer). 10. Pfostenschuss Afanasenkow.

Die FN-Besten:Knoepfli, Bordeleau.

Der heutige Gegner

Die Fakten zum HC Lugano

• Mit nur 7,7 Strafminuten im Schnitt ist Lugano zuhause das fairste Team der Liga.

• Die Bianconeri verfügen über das stärkste Powerplay der NLA und brauchen in Überzahl nur etwas mehr als sieben Minuten für einen Treffer.

• Mit durchschnittlich 4211 Zuschauern pro Heimspiel ist die Resega meist nur zur Hälfte gefüllt.

• Verletzt sind Scott Niedermayer, Steve Hirschi, Kimmo Rintanen, Sébastien Reuille und Diego Kostner. fs

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