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Die Düdingen Bulls waren haushoch überlegen – und kamen doch ins Zittern

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Nach dem überzeugenden Kantersieg bei Villars konnte man von den Bulls auch zu Hause gegen Vallée de Joux viele Tore erwarten. Doch es sollte nicht ganz so leicht werden. Die Düdinger nahmen zwar von Beginn weg das Zepter in die Hand und drängten den spielerisch sehr limitierten Gegner bald einmal in die eigene Verteidigungszone zurück. Doch dort stand ihnen ein agiler Torhüter vor der Sonne, der alles hielt, was auf ihn zukam. Allerdings muss gleichzeitig vermerkt werden, dass die Schüsse der Sensler oft genau auf seinen Körper abgegeben wurden.

Als Düdingens Kilian Roggo in der 9. Minute etwas streng wegen Torhüterbehinderung auf die Strafbank wanderte, dauerte es gerade einmal fünf Sekunden, bis Captain Luc Neuenschwander die Gäste mit einem abgefälschten Schuss völlig entgegen dem Spielgeschehen in Front schoss. Düdingen bemühte sich weiter, war aber in seinen Abschlussversuchen zu wenig entschlossen. Den Gästen musste aber auch zugutegehalten werden, dass sie den Riegel um ihr Tor gekonnt zumachten und somit das Heimteam schier zur Verzweiflung brachten. In der 14. Minute fand Philipp Fontana endlich die Lücke und glich aus.

Powerplay von nix zu fix

Im ersten und zweiten Drittel konnten die Düdingen Bulls insgesamt fünfmal mit einem Mann mehr auf dem Eis agieren – ohne Torerfolg. Zu umständlich stellte man sich an, wurde immer wieder an die Banden gedrängt und kam so kaum zu vielversprechenden Abschlussversuchen. Ansonsten waren die Gastgeber weiterhin haushoch überlegen, lancierten einen Angriff um den anderen, scheiterten aber Mal für Mal am eigenen Unvermögen mit riskanten Pässen, an der vielbeinigen Abwehr oder aber am immer gut reagierenden Schlussmann Pascal Streit. Vallée de Joux seinerseits war vorab darauf bedacht, keinen Treffer zu kassieren und möglichst das Spiel zu zerstören. Diese Spielart liegt den Senslern von jeher nicht, und zunehmend versuchten sie mit Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen.

Zu Beginn des Schlussabschnitts vermochten die Freiburger die sechste Überzahlsituation abermals nicht auszunutzen – es war zum Verzweifeln. Schliesslich aber bedeutete die siebte Strafe der oftmals unsauber einsteigenden Waadtländer die Wende: Simon Perdrizat traf nach Vorarbeit von Joël Sassi und Ludovic Hayoz zur erstmaligen Führung. Und bei der nächsten Strafe der Gäste doppelte Topskorer Philipp Fontana nach und schien seine Farben endgültig auf die Siegerstrasse zu führen. Doch eine Unachtsamkeit in der Düdinger Hintermannschaft nur wenig später erlaubte den Gästen, wieder auf ein Tor heranzukommen, so dass die Sensler unnötig ins Zittern gerieten. Interessanterweise waren es dann in den Schlussminuten weitere Strafen mit einem gegnerischen Doppelausschluss, der den Einheimischen die Siegsicherung und den hochverdienten 4:2-Erfolg brachte. Das Schussverhältnis von 55:16 spricht hier Bände.

«Waren zu wenig energisch»

Für Düdingens Trainer Thomas Zwahlen zählen vorab die Punkte: «Es war ein ganz schwieriges Spiel gegen einen derart destruktiven Gegner. Wichtig war schlussendlich, dass wir an unserem Spiel festhielten und uns nicht aus dem Konzept bringen liessen.» Er bescheinigte aber auch dem gegnerischen Torhüter eine starke Leistung. «Durch den Umstand, dass sie sich immer gleich vor dem Tor einigelten und oftmals unsauber mit Stockschlägen agierten, hatten wir Mühe, uns im Slot zu positionieren. Dazu standen wir zu nahe, hätten vermehrt etwas höher stehen müssen. Nach dem 3:1 kam der Gegner plötzlich offensiver daher, das brachte uns kurz etwas aus der Bahn.»

Telegramm

Düdingen – Vallée de Joux 4:2 (1:1, 0:0, 3:1)

Eisbahn Sense-See. 278 Zuschauer. – SR: Hug (Durussel, Locorotondo). Tore: 9. Neuenschwander (Bussard, B. Berthoud; Ausschluss K. Roggo) 0:1; 14. Fontana (Dousse, Zwahlen) 1:1; 46. Perdrizat (Sassi, Zwahlen; Ausschluss Muller) 2:1; 54. Fontana (Bussard; Ausschluss Berney) 3:1; 56. Saghbini (Carlucci, T. Berthoud) 3:2; 59. Blanchard (Zwahlen, Fontana; Ausschlüsse B. Berthoud, Bassetti) 4:2.

Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen die Bulls; 10-mal 2 Minuten plus 10 Minuten (B. Berthoud) gegen Vallée de Joux.

HC Düdingen Bulls: Aeby; Blanchard, Zwahlen; Nussbaumer, L. Hayoz; Bertschy, Thom; Overney; Braaker, Sassi, Catillaz; Dousse, Fontana, Bussard; Perdrizat, Baeriswyl, Chassot; Progin, Spicher, Ayer.

HC Vallée de Joux: Streit; Neuenschwander, Steinmann; Carlucci, Bassetti; Muller, Converset; Bossard, B. Berthoud, T. Berthoud; O’Donnell, Le Coultre, Berney; Bochsler, Cachin, Costa; Saghbini.

Bemerkungen: Düdingen ohne die verletzten Braichet, Sturny, M. Hayoz und D. Roggo. Vallée de Joux von 57:10 bis 57:32 ohne Torhüter.

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