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Die E-Zigarette ist in aller Munde

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Welchen Platz hat die Tabakprävention, wenn es um die E-Zigarette geht? Diese Frage stand im Zentrum eines Informationsanlasses im Anschluss an die Generalversammlung der Lungenliga und der Tabakprävention Freiburg (Cipret) am Montag in Freiburg. Zahlreiche Interessierte fanden sich dazu im Auditorium Edouard Gremaud an der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg ein.

Einen Überblick zum Thema gab Jacques Cornuz, Medizinprofessor und Direktor der medizinischen Universitätspoliklinik in Lausanne. Er erklärte, was eine E-Zigarette genau ist (siehe Kasten) und gab eine Einschätzung aus wissenschaftlicher Sicht.

Bei Jungen beliebt

Beim Schweizer Suchtmonitoring 2013 gaben 5,6 Prozent der Bevölkerung an, bereits einmal eine E-Zigarette konsumiert zu haben. Auffällig ist, dass sich offensichtlich besonders junge Leute von E-Zigaretten angezogen fühlen. Während 3,4 Prozent der 45- bis 54-Jährigen mindestens einmal eine E-Zigarette gedampft haben, sind es bei den 15- bis 19- Jährigen 13,4 Prozent. 97 Prozent benutzten E-Zigaretten mit Nikotin.

Cornuz gab zu bedenken, dass die Langzeitrisiken nicht bekannt seien. Bislang konnte weltweit ein Todesfall auf eine durch E-Zigaretten verursachte Nikotinüberdosis zurückgeführt werden. Allerdings habe der Betroffene sich das Nikotin injiziert, so Cornuz. Weiter könnte das Dampfen zu einer Lungenentzündung führen. Dennoch sagt Cornuz: «Wir vermuten, dass E-Zigaretten weniger schädlich sind als herkömmliche Zigaretten, aber wir müssen noch sehr intensiv forschen.» Was heute schon klar ist: Wechseln starke Raucher zur E-Zigarette, gefährden sie ihre Gesundheit deutlich weniger. Die Fachleute sehen in der E-Zigarette ausserdem ein mögliches Mittel zur Rauchentwöhnung.

 An der Podiumsdiskussion nach dem Referat nahmen neben Cornuz auch Vertreter der Freiburger Lehrerschaft, der Pharmazie, des Bundesamtes für Gesundheit und der Cipret teil. Ein zentraler Diskussionspunkt war die Wirkung der E-Zigarette auf Jugendliche. Sollen sie–wenn schon–lieber zur elektronischen als zur üblichen Zigarette greifen? Oder öffnet die harmloser wirkende E-Zigarette erst recht den Weg in die Sucht? Diese Frage wurde kontrovers diskutiert.

Fabienne Hebeisen-Dumas von der Cipret sagte deutlich: «Wir können nicht ausschliessen, dass die E-Zigarette den späteren Konsum von traditionellen Zigaretten fördert. Für uns steht der Jugendschutz im Vordergrund; wir empfehlen die E-Zigarette nicht zum Konsum.» Die Inspektorin der Orientierungsschulen Claudine Perroud argumentierte in die gleiche Richtung: «Auf dem Schulareal verbieten wir das Dampfen von E-Zigaretten.»

 Aktuell fallen E-Zigaretten unter das Lebensmittelgesetz und dürfen entsprechend in der Schweiz nicht mit Nikotin verkauft werden. Da diese in der Realität aber oft im Ausland mit Nikotin gekauft werden, sollen sie im Entwurf zum neuen Tabakgesetz weitgehend den traditionellen Zigaretten gleichgestellt werden. In der Folge dürfte in Rauchverbotszonen künftig nicht gedampft werden. Weiter soll die Abgabe von E-Zigaretten an Jugendliche verboten werden und Werbung für das Produkt nur beschränkt möglich sein.

Unsicherheit herrscht

Fragen aus dem Publikum zeigten, dass Konsumenten verunsichert sind, ob die Inhaltsstoffe genügend kontrolliert werden. Mit dem neuen Gesetz erhält der Bundesrat die Kompetenz festzulegen, welche Inhaltsstoffe erlaubt sind. Wo das Produkt zu kaufen sein wird und zu welchem Preis, regelt der Gesetzgeber nicht. Wie bei Tabakwaren ist dies eine Frage des liberalen Marktes. Das nationale Gesetz wird erst 2018 in Kraft treten. Bis dahin bleibt alles wie gehabt. Vereinzelte kantonale Regelungen sind bis auf weiteres nicht vorgesehen.

Definition

Der Geschmack aus den Liquids

Die elektronische Zigarette (E-Zigarette) besteht aus einer Batterie, einem Zerstäuber, einer Kartusche mit Flüssigkeit (Liquid) und einem Mundstück. Die Liquids enthalten eine Mischung aus Propandiol, Glycerol und Wasser sowie Aromen und oft auch Nikotin. Das entstehende Aerosol wird inhaliert. Die E-Zigarette ist frei von den Stoffen wie Kohlenmonoxid oder Hydrocarbon, die bei einer normalen Zigarette durch das Verbrennen von Tabak entstehen. Allerdings kommen auch in der E-Zigarette Schadstoffe wie Formaldehyd und Nitrosamine vor. Zudem werden teilweise suchtfördernde Stoffe wie Tadalafil und Rimonabant verwendet.mr

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