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Die Effizienz macht die Differenz

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Nein, die Kloten Flyers stellten in dieser Halbfinalserie bisher nicht die bessere Mannschaft–aber die effizientere. So auch am Donnerstag bei der 2:5-Niederlage der Freiburger. Die Schussstatistik war zwar ausgeglichen (27:27), die Torausbeute der Zürcher aber einmal mehr besser. «Nachdem ich mir das Spiel in der Aufzeichnung angesehen habe, ist der Ärger noch grösser», sagt Gottéron-Trainer Hans Kossmann. «Nach unserem starken ersten Drittel lagen wir mit 1:2 hinten. Dabei hatten wir acht klare Torchancen und Kloten nur vier. Dieses Startdrittel widerspiegelt die gesamte Serie.»

Kloten skort, Gottéron nicht

 Die Erkenntnis von Kossmann ist deshalb nicht neu. «Am Ende skoren die Flyers und wir nicht. Da liegt der Unterschied.» Es hätten nicht etwa die Emotionen gefehlt am Donnerstag, hält der Trainer fest. «Die Chancenauswertung war mangelhaft. Ein Treffer nach zwanzig Minuten war einfach ungenügend.» Ganz anders die Gastgeber, welche ihre Möglichkeiten erneut eiskalt ausnutzten. «Die Gegentore fielen in Situationen, die wir unbedingt verhindern wollten», so Kossmann. «Wir waren die bessere Mannschaft und lagen nach 30 Minuten mit 1:4 in Rückstand. Wie soll ich das erklären?»

Gründe für die dritte Niederlage im vierten Spiel nennt der Gottéron-Trainer dann doch. «Es sind sämtliche Bereiche unseres Spiels betroffen. Die Stürmer müssen vor dem Tor abgeklärter sein, die Verteidiger Dummheiten vermeiden und Goalie Conz muss die eine oder andere Parade mehr machen.» Kloten sei bis auf Spiel drei in Freiburg, das es mit 1:7 verloren hatte, immer präsent gewesen, fährt Kossmann fort. «Es liegt deshalb an uns, die Details besser zu machen.»

Kein Taktikwechsel

Anlass, seine Taktik über den Haufen zu werfen und allenfalls ein defensiveres System spielen zu lassen, sieht Kossmann nicht. «Ich müsste die Taktik ändern, wenn die Flyers viel mehr Möglichkeiten hätten. Das ist aber nicht der Fall. In den vier bisherigen Spielen hatten wir 67 Tormöglichkeiten, Kloten 47. Auch am Donnerstag sind wir vorsichtig ins Spiel gestartet und sind nicht blind nach vorne gerannt.» Hans Kossmann erwartet deshalb vielmehr, dass sich seine Mannschaft keine Konzentrationslücken mehr erlaubt wie jene am Donnerstag, die zu den Gegentoren geführt hatten.

Sechs Ausländer und dennoch keine Wahl

Nicht nur von seinem Torhüter Benjamin Conz fordert der Trainer eine Steigerung, auch von Stürmern wie Julien Sprunger (im Halbfinal noch ohne Skorerpunkt, nachdem er im Viertelfinal gegen Ambri fünfmal getroffen hatte), Thibaut Monnet oder Adam Hasani erhofft er sich einen entscheidenderen Einfluss. Gleiches gilt für die Ausländer. Kossmann überlegt sich für das heutige Spiel, ob er auf den Söldner-Positionen erstmals in diesen Playoffs einen Wechsel vornehmen will. Einfach sei dieser Entscheid indes nicht. «Pouliot ist ein wichtiger Center, Mauldin unser Motor, die Linie mit Hagman, Bykow und Sprunger funktioniert bis auf das Toreschiessen gut und Kwiatkowski ist der Patron in der Abwehr. Es ist schwer, da etwas zu ändern.» Es würde also überraschen, wenn heute Verteidiger Milan Jurcina oder Antti Miettinen zum Einsatz kommen würden.

 Bleibt die Moral der Spieler. Um diese stehe es nicht zum Besten, räumte Kossmann gestern ein. «Bis Samstag wird das aber wieder besser sein.» Er selbst ist nach wie vor zuversichtlich, die Serie noch drehen zu können. «Da gibt es nicht viel zu überlegen. Wir gewinnen am Samstag und dann haben wir drei Tage Zeit, um das fünfte Spiel in Kloten vom Dienstag vorzubereiten.» Seinen Optimismus unterstrich er zusätzlich mit der Aussage, dass am Freitag die Regeneration Vorrang gehabt habe, weil in den nächsten fünf Tagen drei Spiele anstehen würden.

«Sehr zuversichtlich»

Fakt ist, dass die Freiburger mit dem Rücken zur Wand stehen und sich keinen Ausrutscher mehr erlauben können. Seit der Einführung der Playoffs in der Saison 1985/86 ist es erst achtmal passiert, dass eine Mannschaft einen 1:3-Rückstand noch wettmachen konnte. Zuletzt gelang dies dem SC Bern, der vor Jahresfrist in den Viertelfinals Servette in extremis eliminieren konnte. Gottéron ist dieses Kunststück noch nie gelungen. «Ich bin für das Samstagsspiel sehr zuversichtlich», gab etwa Andrei Bykow zu Protokoll. Von einer allfälligen Resignation war bei ihm wie bei seinen Teamkollegen nichts zu spüren. Und dies ist in der aktuellen Situation wohl mitunter das Wichtigste.

Die Chancenauswertung ist das grosse Manko von Greg Mauldin und Co in dieser Halbfinalserie. Bild Aldo Elena

 

«Ich hoffe, dass ich am Samstag ein grosses Spiel machen werde.»

Benjamin Conz

Gottéron-Goalie

Benjamin Conz: Das Geschehene schnell vergessen

V ieles stimmt im Spiel von Gottéron zurzeit nicht. Durch seine Position am exponiertesten ist aber Benjamin Conz. Der Goalie sah in der Serie gegen Kloten bereits diverse Male bei Gegentoren alles andere als gut aus. Am Donnerstag kassierte er etwa das wegweisende 2:1 von Kloten durch einen Schuss des kanadischen Verteidigers Micki DuPont zwischen den Beinen hindurch.

«Es war keine einfache Partie für mich», sagte Benjamin Conz gestern. «Ich hatte im ersten Drittel nicht viel Arbeit, und dann kommt plötzlich so ein Schuss.» Der 22-jährige Jurassier ist sich seiner Fehler bewusst. Seine Stärke ist, dass er sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen lässt. «Solche Dinge musst du so schnell wie möglich vergessen», sagt Conz. «Wenn du zu viel überlegst, fällst du in ein Loch.» Was am Donnerstag in Kloten passiert ist, hat der Schlussmann bereits abgehakt. «Mein Blick ist voll auf das Spiel vom Samstag gerichtet.»

Unterstützt wird Conz dabei von Sylvain Rodrigue, dem Goalie-Trainer der Freiburger. «Einverstanden, die Leistung von Conz in Kloten war nicht die beste. Aber darunter muss man einen Strich ziehen. Das Positive in den Playoffs ist, dass man keine Zeit zum Grübeln hat. Ein Spieler darf nie überschwänglich werden, wenn es gut läuft, oder nachdenklich sein, wenn alles ein wenig schlechter läuft.» Rodrigue analysierte die Fehler mit seinem Schützling gestern und schwor ihn auf die heutige Partie ein.

«Ich hoffe, dass ich am Samstag ein grosses Spiel machen werde», sagt Benjamin Conz, der den Beweis noch schuldig ist, dass er ein Playoff-Goalie ist. Bis auf die Halbfinalserie im Vorjahr gegen die ZSC Lions war der Gottéron-Hüter nie ein entscheidender Faktor. Wollen die Freiburger die Serie gegen die Flyers noch drehen, braucht es aber einen überragenden Benjamin Conz. fs

Vorschau: Wieder mit Kamerzin?

I m heutigen fünften Spiel der Playoff-Halbfinals im St. Leonhard gegen Kloten (20.15 Uhr, live auf SF2) ist Gottéron zum Siegen verdammt. Nicht dabei sein wird Ersatzgoalie Kevin Huber, der am Donnerstag im letzten Drittel für Stammtorhüter Benjamin Conz zum Einsatz kam und sich dabei eine Bänderverletzung im Fuss zugezogen hat. «Die Saison ist für Huber damit zu Ende», sagt Hans Kossmann. Zweiter Goalie ist ab sofort Urban Leimbacher, der für die Playoffs mit einer B-Lizenz von Basel geholt wurde. Offen ist noch, ob Jérémie Kamerzin in die Mannschaft zurückkehrt. Nachdem er am Donnerstag hatte passen müssen, ging der schussstarke Verteidiger gestern aufs Eis. fs

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