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Die eigene Sprachschule aufgemacht

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2017 hatte es beim Frauenraum Freiburg ordentlich gerumpelt. Mehrere Mitarbeiterinnen verliessen die Organisation, weil ihnen die neue Führung nicht zusagte. Darunter war auch Prisca Nodora. «Die Werte der Direktion hatten sich verändert, und wir konnten uns nicht mehr mit diesen identifizieren», sagt sie. Mit wir meint sie sich sowie ihre fünf Kolleginnen Maryline Vial-Pittet, Laura Scheidegger, Ursina Maurer Béchet, Anne Condé und Laurence Cuennet Crotti – sie alle haben langjährige Erfahrung in der Erwachsenen- und Weiterbildung.

Zusammen gründeten sie im August ihre eigene Organisation: Ouvertür. «Es ging alles ziemlich schnell», erzählt Nodora. Im November zogen die Frauen in das Lokal an der Fortschrittgasse im Beauregardquartier ein und im Januar gaben sie bereits die ersten Kurse. Diese seien gut besucht, zahlreiche Anmeldungen für das nächste Semester seien bereits eingegangen. Die sechs Gründerinnen schienen bei der Bilanz zu den 150 ersten Tagen gestern selbst überrumpelt von ihrem Erfolg.

Ouvertür bietet Sprachkurse für Französisch, Deutsch, Englisch, Spanisch und Italienisch an. Dazu kommen Integra­tionskurse: Die Frauen begleiten Eltern und Jugendliche bei der Lehrstellensuche oder helfen Migrantinnen und Migranten, die eine Stelle suchen. Zudem bieten sie Unterstützung im Umgang mit der Adminis­tration. Die Kurse richten sich an Frauen und Männer, Migranten und Einheimische.

Flexibel sein

«Weil wir wenige sind und ohne Hierarchien eng zusammenarbeiten, können wir das Angebot flexibel anpassen», sagt Maryline Vial-Pittet. Kürzlich hätten sich einige Kundinnen einen Orthografie-Kurs für Französisch gewünscht – in wenigen Tagen findet er statt.

Gratis sind die Kurse nicht, aber der Verein Ouvertür hilft bei prekären Fällen aus. «Wir wollen nicht, dass jemand aus finanziellen Gründen unsere Kurse nicht besuchen kann», sagt Laurence Cuennet Crotti. Ouvertür trägt sich momentan finanziell selbst, Subventionen erhält die Organisation keine. Die Frauen hoffen aber auf solche in der Zukunft. Sie können sich momentan einen Lohn auszahlen, allerdings sei er ziemlich variabel, sagt Cuennet Crotti und lacht.

Neben den drei Klassenzimmern gibt es an der Fortschrittsgasse auch zwei Räume mit Matratzen, Spielsachen und Kinderbüchern: Kursteilnehmerinnen können ihre Kinder mitbringen, Praktikantinnen schauen während der Kurse zum Nachwuchs. Viele besuchen ebenfalls Integrations- oder Sprachkurse. «Das Praktikum bei uns ist eine Möglichkeit, erste Arbeitserfahrungen in der Schweiz zu sammeln, was bei der Stellensuche hilft», sagt Cuennet Crotti.

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