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Die Eltern sind äusserst wichtig für das Gelingen einer Therapie

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TafersUnter dem Oberbegriff Essstörung werden zwei wichtige und eindeutige Syndrome beschrieben: die Anorexia nervosa (Pubertätsmagersucht) und Bulimia nervosa (Bulimie oder Ess-Brechsucht). Jürg Liechti, Fachpsychiater und Psychotherapeut, beschäftigt sich seit über zwanzig Jahren im Berner «Zentrum für systemische Therapie und Beratung» mit diesen Krankheitsbildern. An einem Vortrag am vergangenen Dienstag im Spital Tafers referierte er darüber.

Die Geschichte der Anorexie geht weit zurück und hat ihren Ursprung im extremen Fasten von Heiligen. Bulimie hingegen wurde erstmals 1979 von einem Engländer in London diagnostiziert. «Essstörungen sind der Versuch, mit inneren Spannungen zurecht zu kommen, Affekte zu regulieren», erklärte Jürg Liechti.

Bei Stress und Problemen

Ursachen dieser Krankheiten seien sehr schwer festzustellen. Familiäre Probleme können Einflüsse haben, sind aber nicht zwingend der Grund für eine Essstörung. Meistens seien die Erkrankten sehr kreative, intelligente und talentierte Personen, die einfach den Stress nicht bewältigen können und daher eine innere Kontrolle als Ventil benützen.

Mädchen im Teenager-Alter sind häufiger davon betroffen, da junge Männer ihre Probleme gegen aussen, beispielsweise mit Hyperaktivität oder Gewalt, lösen und junge Frauen intern ihre Gefühle regulieren. «Je früher in der Pubertät die Störung beginnt, je früher sie erkennt wird und je kürzer das Intervall zwischen Störungs- und Therapiebeginn ist, umso besser sind die Heilchancen», so Jürg Liechti.

Grundlegend bei der Therapie seien daher die Eltern. Trotzdem sei es sehr wichtig, der Patientin klar zu machen, dass sie über den Verlauf ihrer Genesung bestimmt. Eine Kombination von Verhaltens- und Familientherapie ist demnach, gemäss Jürg Liechti, die ideale Therapie.

Der Vortrag wurde vom Netzwerk Essstörungen Freiburg organisiert. el

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