Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Die Entwicklung der Blue Factory geht nach knappem Volksmehr weiter

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Das Freiburger Stimmvolk hat die Aktienkapitalerhöhung der Bluefactory Fribourg-Freiburg AG mit einer hauchdünnen Mehrheit von 50,5 Prozent genehmigt. Damit kann die Gesellschaft mit dem Bau zweier neuer Gebäude beginnen.

Es brauchte die Auszählung der allerletzten der 129 Freiburger Gemeinden, bis sich die Vertreter des Staatsrats und der Immobiliengesellschaft Bluefactory Fribourg-Freiburg AG ihres Sieges gewiss sein konnten. Schliesslich stimmten 50,5 Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für die Erhöhung des kantonalen Anteils an der Gesellschaft um 25 Millionen Franken, so wie es bereits die Stadt Freiburg als Aktionärin zu gleichen Teilen getan hatte. 1176 der gültigen 118‘682 Stimmen gaben den Ausschlag für die Aktienkapitalerhöhung. Die Stimmbeteiligung betrug 58,7 Prozent.

Nein aus dem Sensebezirk

Entscheidend für das Ja waren die Stimmen aus dem Kantonszentrum. Der Saanebezirk stimmte dem Dekret mit 57,1 Prozent zu, ansonsten gab es nur noch im Vivisbachbezirk eine Ja-Mehrheit. Die Stadt-Freiburg und Villars-sur-Glâne stimmten zu je 63 Prozent Ja. Mit 3800 mehr Ja- als Nein-Stimmen überstimmten sie den Rest des Kantons, wo in einer Mehrheit der Gemeinden das Nein dominierte.

Mit 57,4 Prozent Nein-Stimmen verwarf der Sensebezirk die Kapitalerhöhung am deutlichsten, darunter auch die Gemeinden Düdingen und Tafers. Im Seebezirk gab es nur eine knappe Nein-Mehrheit; insbesondere das Murtenbiet stimmte für die 25 Millionen Franken.

Jetzt gehts los

Nach Feststehen der Resultate nahmen drei Vertreter des Staatsrats Stellung zum Abstimmungsresultat. Präsident Jean-François Steiert (SP) dankte dem Stimmvolk für das Vertrauen, das es dem gemeinsamen Projekt des Kantons und der Stadt gewährt hatte. Die starke Minderheit aber zeige, dass noch viel Informationsarbeit über die Notwendigkeit des Innovationsquartiers geleistet werden müsse. «Nun aber können wir weiterarbeiten an diesem Projekt, von dem wir überzeugt sind», so Steiert. Es brauche auch den Dialog mit den politischen Kräften, die dem Projekt gegenüber skeptisch seien. 

Volkswirtschaftsdirektor Olivier Curty (Die Mitte) tat gestern bereits einen Schritt in diese Richtung: «Ich habe den Auslösern des parlamentarischen Referendums bereits eine Sitzung vorgeschlagen.» Für Curty war die Abstimmung eine offene Partie. «So aber hat das Volk grünes Licht gegeben für den Start zu umfangreichen Arbeiten.» Er betonte, dass das Kapital an die Gesellschaft weiterhin zum Finanzvermögen des Kantons gehöre.

Staatsrat Didier Castella (FDP) zeigte sich voller Hoffnung für die Zukunft des Innovationsquartiers. Mit der Aktienkapitalerhöhung und dem kantonalen Nutzungsplan sei die Bluefactory Fribourg-Freiburg AG für die künftige Entwicklung gerüstet. Vorhandene Ängste sollten so verschwinden.

«An der Urne zu gewinnen, ist eine Sache, nun aber geht es an die Arbeit», sagte Jacques Boschung, Präsident des Bluefactory-Verwaltungsrats. Der Baubeginn des Gebäudes B sei für April vorgesehen gewesen, nun hofft er auf September. Das Smart Living Building ist für Anfang 2022 geplant. Man sei zwar bereit, müsse aber nochmals mit dem Totalunternehmen verhandeln, ob der Zeitplan einzuhalten ist. Ein halbes Jahr und wohl auch etwas Geld werde die Verzögerung gekostet haben, so Boschung. Nun aber habe das Projekt die Legitimität des Volkes und auch eine gewisse Planungssicherheit.

Schlecht geführt

Nicolas Kolly, SVP-Fraktionschef, der das Finanzreferendum ausgelöst hatte, bezeichnete sich als Verlierer mit einem Lächeln im Gesicht. «Obwohl wir alleine gegen die politische Obrigkeit antraten, konnten wir den Beweis erbringen, dass das Referendum zu gewinnen war. «Wir schafften dies, indem wir klarmachten, dass die Blue Factory schlecht geführt wird.» Seine Fraktion werde sich weiter für das Wohl der Blue Factory einsetzen, er kündigte aber weitere Vorstösse im Grossen Rat an (siehe Kasten). 

Auch FDP-Präsident Sébastien Dorthe hatte das Finanzreferendum unterstützt, nun aber habe das Blue-Factory-Projekt zeigen können, dass es eine Zukunft hat. Die FDP werde die weitere Entwicklung kritisch beobachten. 

Die Parteipräsidenten der Linken, Alizée Rey (SP), Sophie Tritten (ML-CSP) und Julien Vuilleumier (Grüne), hoben die Vorteile des Projekts für ein starkes Kantonszentrum, die Nachhaltigkeit und den Hochschulstandort Freiburg hervor.

Den abgeschlossenen Live-Ticker zu dieser Abstimmungsvorlage finden Sie hier.

Grosser Rat

Soll der Kanton Alleinaktionär werden?

SVP-Grossrat Nicolas Kolly hatte vor der Abstimmung gesagt, wenn es knapp würde, werde er allenfalls einen Rekurs prüfen, weil der Verwaltungsratspräsident der Blue-Factory-Gesellschaft in den Augen Kollys in einem Leserbrief Unwahrheiten geschrieben habe. Man schaue dies mit dem Staatsrat an, respektiere aber grundsätzlich den Volkswillen, sagte Kolly den FN. Er kündigte aber an, dass seine Fraktion die Blue Factory im Grossen Rat weiter zum Thema machen werde. «Es stellt sich nun die Frage der Führung. Wir möchten, dass der Kanton auch die Anteile der Stadt Freiburg übernimmt.» Dies solle in Form einer Motion verlangt werden, so Kolly. «Die Führung wird diskutiert werden», sagte Staatsrat Olivier Curty. Er machte aber klar, dass der Staatsrat am geteilten Aktionariat zwischen Kanton und Stadt festhält. uh

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema