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Die Erde als Energiespenderin

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Die beiden Klassen 1A2 und 1B1 der Deutschsprachigen Orientierungsschule Freiburg erfuhren von einem Experten von Groupe E, Laurent Scheurer, allerhand Spannendes zu den verschiedenen Tätigkeitsfeldern von Groupe E, im Besonderen zur Geothermie.

 

An einem Freitag Ende November bekamen die beiden Klassen 1B1 und 1A2 der Deutschsprachigen Orientierungsschule Freiburg Besuch von Laurent Scheurer von Groupe E.

Während sich die Klasse 1B1 in ihrer Recherche vor allem auf Groupe E konzentriert hat, versuchte die Klasse 1A2 mehr über die Geothermie herauszufinden.

Groupe E: Energieversorger

Groupe E ist eine Firma, die unter anderem die Kantone Freiburg und Neuenburg mit Energie versorgt. Der Hauptsitz ist in Granges-Paccot. Die Firma beschäftigt sich hauptsächlich mit ökologischem Strom. Sie betreibt Wasserkraftwerke, Solaranlagen und Biogasanlagen. Der meiste Strom, den sie produziert, geht in ein Netz und wird dann für Industrie, Haushalte oder Elektrofahrzeuge gebraucht. Groupe E ist damit auch verantwortlich für den Strom für unsere Handys und andere elektronische Geräte.

Die 1B1 der DOSF konnte Laurent Scheurer einige Fragen zu Groupe E stellen. Uns interessierte natürlich, warum der Hauptsitz der Groupe E ausgerechnet in Freiburg ist. Scheurer sagte, dass hier alles begonnen habe und sich der Hauptsitz deshalb hier befinde. Die Meinung eines Experten bezüglich Atomkraftwerke war für uns ebenfalls interessant. Laurent Scheurer sagte, dass es hier zwei Seiten gebe, die man betrachten müsse: Einerseits sei es eine super Energiequelle ohne Klimabelastung, andrerseits sei der Atommüll ein grosses Problem. Man versucht diesen meistens unterirdisch zu lagern, aber eine langfristige Lösung ist noch nicht gefunden.

Das Ziel von Groupe E ist es, globale Lösungen für die Energie zu finden. Das nächste grosse Projekt von Groupe E hat mit der Wasserkraft zu tun: Die Firma möchte am Staudamm Schiffenen Wasserstoff erzeugen.

Groupe E als Arbeitgeberin

In wenigen Jahren werden wir selbst eine Lehrstelle suchen und dabei den Arbeitsmarkt kennenlernen. Zuerst wollten wir darum wissen, ob Laurent Scheurer uns einen Tipp geben kann, was für junge Leute besonders wichtig ist, um erfolgreich ins Berufsleben zu starten. Scheurer meinte dazu, dass er nie ausgelernt habe. Er sagte, dass die Schule nur eine Basis gelegt habe und er auf dem Job täglich neue Sachen dazulerne.

Er hat uns mitgeteilt, dass es bei Groupe E eine Lehrlingsakademie gibt, wo Mitarbeitende Lehrlinge einarbeiten. In dieser Lehrlingsakademie werden interessante Projekte umgesetzt. So waren zum Beispiel die Lernenden mitverantwortlich für ein Projekt in Nepal. Sie konnten dann sogar nach Nepal reisen und das Projekt realisieren.

Weiter hat uns Laurent Scheurer eine Art der Energiegewinnung genauer vorgestellt: die Geothermie. Sie bietet eine Möglichkeit, Energie sehr umweltschonend und nachhaltig zu gewinnen.

Erdwärme im Fokus

Geothermie kommt aus dem Griechischen und ist ein Fachbegriff für Erdwärme: Geo für Erde und Thermie für Wärme. Geothermie bezeichnet die Nutzung von Wärmeenergie aus dem Erdinneren. Hier findet man Stellen mit hohen Temperaturen. Geothermie wird zu den erneuerbaren Energien gezählt und nutzt die Wärme der Erde.

Scheurer erklärte uns, dass es, wenn man es grob umreissen will, drei Arten von Geothermie gibt: die oberflächennahe Geothermie (bis zu circa 400 Metern Tiefe), die mitteltiefe Geothermie (500 bis 3000 Meter) und die tiefe Geothermie (bis zu 5000 Meter).

Die Erdwärme ist gespeicherte Wärme im Inneren der Erdkruste. Mit ihr kann man verschiedene Arten von Energie herstellen: Elektrizität, Wärme für die Bodenheizung (Wärmepumpe) oder auch warmes Wasser für die Dusche. Die Existenz der Erdwärme ist in der Natur beobachtbar. Beispiele dafür sind Vulkane, Geysire oder heisse Quellen.

Laut Scheurer gibt es verschiedene Arten der Geothermie: tiefe, mitteltiefe und oberflächennahe. Tiefe Geothermie braucht man für grosse Fabriken oder grosse Stromwerke. Mitteltiefe werden für grössere Überbauungen, Thermalbäder – wie zum Beispiel in Baden im Aargau – und für kleinere Fabriken verwendet. Die oberflächennahe Geothermie wird für Häuser und grössere Gebäude gebraucht. Wenn man diese Energie bei sich zu Hause nutzen wollte, würde man normalerweise die oberflächennahe Geothermie nutzen.

Die Wärme holt man so aus der Erde: Man muss zuerst ein Loch bohren, je nach Nutzung zwischen 500 und 5000 Meter tief. Dann muss man Rohre in das Loch verlegen. Diese Rohre werden mit Zement gestützt, damit sie stabil sind und dicht bleiben. Durch diese Rohre pumpt man warmes Wasser nach oben. Nach Entzug der Wärme wird das Wasser wieder nach unten gepumpt. Damit das Ganze funktioniert, braucht man noch einen Wärmetauscher. Um damit Elektrizität herzustellen, müsste man zusätzlich eine Turbine einbauen, die anschliessend Strom produziert.

Projekt in Freiburg

Laurent Scheurer ist mit seinem Team verantwortlich für ein grösseres Projekt in Freiburg. Für verschiedene Bereiche der Schweiz gibt es eine Bodenbeschaffenheitskarte. In Freiburg wird die Bodenbeschaffenheit zurzeit noch erfasst. Dazu fahren Lastwagen in die Stadt und senden mit einer schüttelnden Platte Signale in den Boden. Diese Wellen werden von anderen Stationen aufgefangen, und so sieht man die Schichten und ob es Brüche im Untergrund gibt. Auf diese Weise kann man einen Standort für ein Bohrloch und eine Umwandlungsanlage festlegen. Ein solches Projekt könnte bis zu 5000 Haushalte mit Strom versorgen. Die Messungen werden im Herbst stattfinden.

Erdwärme im Einfamilienhaus

Die Nutzung der Geothermie für Einfamilienhäuser wird von Scheurer sehr empfohlen. Die Anlage braucht wenig Platz und ist CO2-frei. Sie liefert täglich und rund um die Uhr lokale Energie. Der Vorgang bei der privaten Geothermie-Anlage ist sehr ähnlich wie bei der tiefen Geothermie: Es wird kaltes Wasser durch Rohre in die Erde gepumpt. Wenn es wieder hochkommt, ist es allerdings noch zu kalt für die Stromerzeugung, da man hier weniger tief bohrt. Das Wasser wird also meistens für die Erwärmung von Wasser für Duschen und Wasserhähne genutzt oder auch für Bodenheizungen. So eine Geothermie-Anlage kann bis zu 30 Jahre lang gebraucht werden. Nach der Abstellung der Anlage wird die Bohrung mit Zement wieder gefüllt.

Es kam die Frage auf, ob die Erdenergie verbraucht werde, wenn zu viele Häuser mit der Geothermie geheizt würden. Dies sei durchaus möglich, sagte Laurent Scheurer. Die Lösung für dieses Problem ist jedoch schon gefunden: Wenn viele Häuser auf engem Raum Geothermie nutzen, muss man einfach tiefer bohren, damit die Energie für alle Häuser ausreicht.

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