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Die erste Halbzeit verschlafen

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Vielleicht war bei den Freiburgern nach der Heimniederlage gegen Meyrin vom letzten Wochenende die Luft schon ein bisschen draussen, anders ist die ungenügende Vorstellung in den ersten 45 Minuten auf dem Kunstrasen in der Thuner Fussballarena nicht zu erklären. Seit Wochen spiele seine Mannschaft jeweils nur eine gute Halbzeit, und das reiche eben selten zu Punkten, zog Trainer Ismail Djelid kurz nach dem Spiel ein erstes Fazit. Davor hatte der auch sonst lautstark mitgehende Chef seinen Spielern in der Kabine eine laute Predigt gehalten; jedenfalls kamen einige Akteure des Verlierers danach mit hängenden Köpfen aus der Umkleide.

Anders war natürlich die Gemütslage bei den Siegern, die dank diesem Sieg fünf Runden vor Schluss der Meisterschaft praktisch den Ligaerhalt gesichert haben. Und dies verdient, denn ihr Auftritt in der ersten Halbzeit war beeindruckend, und in dieser guten Phase erzielten sie auch die zwei spiel­entscheidenden Treffer.

Thun mit der besseren Angriffsauslösung

Die Thuner U21-Mannschaft begann auch ohne Verstärkung aus dem Fanionteam keck und offensiv und liess den Freiburgern kaum Luft, um sich hinten herauszuspielen. So war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die Roten in Führung gingen: Nach einer Viertelstunde brachte die FCF-Abwehr, wo Mittelverteidiger Timothée Ndarugendwo nach einer Verletzung sein Comeback gab, den Ball nicht aus der Gefahrenzone, und der älteste Thuner auf dem Feld, Omer Dzonlagic (im Mai 23), jagte das Leder aus wenigen Metern in die Maschen. Nach weiteren Chancen des Heimklubs fiel dann in der 40. Minute das 2:0: Ein unnötiger Sonntagsausflug von Goalie Freiburghaus bestrafte Floran Ajeti kaltschnäuzig mit der Vorentscheidung in diesem bis dahin ziemlich einseitigen Match. «Leider haben wir danach fast aufgehört Fussball zu spielen», bemängelte der Thuner Trainer Fritz Bigler die Spielart seiner Truppe, die in der zweiten Halbzeit ausser zwei Konterchancen kaum mehr nennenswerte Offensivaktionen zu verzeichnen hatte.

FCF zeigt Mut und Charakter

Mit jeder Minute in den zweiten 45 Minuten änderte sich das Bild auf dem Feld. In gleichem Mass wie die Thuner nachliessen, konnte sich auf der anderen Seite der Gast steigern, ganz gute Torchancen blieben jedoch bis zum Spielende Mangelware. Auch deshalb, weil das Sturmduo Tsoutsis und Marques Machado nach jedem Zweikampf liegen blieben und sich so den Unmut des Gegners und des guten Schiedsrichters zuzogen. Die wenigen Schüsse, die dann doch noch aufs Berner Tor kamen, waren beim souverän auftretenden Keeper und Captain Felix Hornung, der das Torhüterduell auch aus Sicht der beiden Trainer klar für sich entschied, bestens aufgehoben.

In den letzten fünf Minuten rannten dann die Freiburger mit Mann und Maus nach vorne; Einwechselspieler Nabil Souni verpasste die beste Möglichkeit, wenigstens noch den verdienten Ehrentreffer zu erzielen. Trainer Ismail Djelid wollte trotz der Niederlage seinem Team keinen grossen Vorwurf machen, am Einsatzwille habe es nicht gefehlt, aber einige Spieler hätten heute in wichtigen Szenen falsche Entscheidungen getroffen. Oder andersrum gesagt: Wer keine Tore erzielt, kann nicht gewinnen. Und das spielerisch und technisch bessere Thun verdiente sich den Dreier eben wegen seiner viel grösseren Effizienz.

Telegramm

Thun II – Freiburg 2:0 (2:0)

Stockhorn-Arena. – 200 Zuschauer. – SR: Turkes. Tore: 15. Dzonlagic 1:0. 40. Ajeti 2:0.

FC Thun Berner Oberland II: Hornung; Uche, M. Rodrigues, Alessandrini, Lehmann (75. Ribeiro); Ajeti, Collard, Gerber, Schwizer (65. Wyder); Fuhrer (84. von Känel), Dzonlagic.

FC Freiburg: Freiburghaus; Schmidhäusler, Bize, Ndarugendamwo, C. Ademi; Nguyen, M Sabeg (66. Souni); Marques Machado (84. Cerezo), Rodrigues Marques (56. Nzinga), Efendic; Tsoutsis.

Bemerkungen: Thun II ohne Zahn (verletzt); Freiburg ohne Bamele und Ozouf (gesperrt).

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