Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Die erste Seisler Mäss hat alles übertroffen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Als «das grösste Ereignis, das im Sensebezirk je stattgefunden hat», bezeichnete der Sensler Oberamtmann Nicolas Bürgisser gestern Abend die erste Seisler Mäss. Von Mittwoch bis gestern Sonntag zählte der Grossanlass rund 70 000 Besucherinnen und Besucher. In dieser Zahl sind auch jene mit eingerechnet, die nur das kostenlose Kulturprogramm besuchten oder in der Bar oder im Festzelt einkehrten. Die Ausstellung selber hätten sich knapp 42 000 Personen angeschaut. Budgetiert gewesen waren 40 000 zahlende Besucher. Das Organisationskomitee habe seine Ziele somit voll und ganz erreicht, sagte dessen Präsident Paul Klaus gestern Nachmittag im Kulturzelt kurz vor Messe-Ende vor den Medien. Das sei auch der Verdienst der rund tausend Helfer.

 «Wir wollten mit der Seisler Mäss zeigen, was man bewegen kann, wenn man zusammensteht», so Paul Klaus. Das OK sei stolz, dass dies angesichts der grossen Dynamik der Ausstellung geklappt habe. Die Nachhaltigkeit der Seisler Mäss könne man nicht berechnen, sie sei aber bestimmt enorm. Viele Komplimente habe das OK unter anderem für die grosszügige Eingangshalle erhalten.

Auch die Welschen kamen

Vollends zufrieden mit der Gewerbeausstellung ist auch Thomas Rauber, Präsident des Sensler Gewerbeverbands. «Es war ein Bomben-Event.» Er ziehe den Hut vor allen Teilnehmern. Unter den 245 Ausstellern waren nicht nur Unternehmer, sondern auch zahlreiche soziale Institutionen aus dem Bezirk sowie fünf Gäste, darunter die Kantonspolizei. Ehrengast war der Greyerzbezirk. «Wir hatten viele französischsprachige Besucher, genau beziffern kann ich sie aber nicht», sagte Paul Klaus den FN. Sogar eine Delegation aus Romont sei gekommen, um sich für ihre nächste Gewerbeausstellung schlauzumachen. Im Kulturzelt waren einige Anlässe mehr, andere weniger gut besucht. Jeden Abend bis auf den letzten Platz besetzt war etwa das Theater «Wysoo sy si so, wy si sy» von Christian Schmutz und Mark Kessler. Er hoffe, dass die Kultur auch vom Erfolg der Seisler Mäss profitieren könne, indem etwa die Theaterbesucher Gefallen daran gefunden hätten und ihren Besuch wiederholen würden, sagte Autor Christian Schmutz.

Harte Diskussionen

Der Sensler Oberamtmann Nicolas Bürgisser erinnerte vor den Medien daran, dass der Standort Tafers nicht von Beginn weg feststand. Im Gemeindeverband Region Sense, den er präsidiert, sowie im Gewerbeverband habe man lange und hart über den Durchführungsort diskutiert: Das Forum Freiburg in Granges-Paccot, die Eis- und Turnhalle in Düdingen oder eben das Stück Land in Tafers ohne jegliche Infrastruktur. Schliesslich fiel die Wahl auf Tafers. «Wir wollten dem Hauptort Kraft verleihen», so Bürgisser. Es sei ein Wagnis gewesen, das schliesslich aufging. «Wir hatten Wetterglück.»

Die nächste Ausgabe folgt

Ist nach der Seisler Mäss vor der Seisler Mäss? «Jetzt müssen wir erst mal ausatmen, die Euphorie geniessen und die Feedbacks aufnehmen–und dann neu planen», erklärte Thomas Rauber und betonte: «Es wird sicher eine zweite Seisler Mäss geben, das steht ausser Frage.» Wann diese durchgeführt werde, sei aber noch unklar. «Sicher nicht schon nächstes oder übernächstes Jahr.» Bei dieser positiven Stimmung sei er jedoch zuversichtlich, dass man relativ bald die Pflöcke für die zweite Seisler Mäss einschlagen könne, so der CVP-Grossrat aus Tafers. Der Gewerbeverband Sense, die Aussteller, das OK und die Präsidenten der örtlichen Gewerbevereine müssten nun aber erst einmal zusammenkommen und sich austauschen. «Die Arbeit geht weiter, wir müssen die Entwicklung dieses Bezirks vorantreiben.»

Die Eingangshalle war ein beliebter Treffpunkt. 

Andreas Dubi, Vonlanthen Holzbau

Als «eine sehr persönliche Messe» hat Andreas Dubi, Geschäftsleiter bei der Vonlanthen Holzbau AG in Schmitten, die Seisler Mäss erlebt. «Es hatte so viele Leute, die man kennt, das war besonders schön.» Die Besucher seien sehr interessiert gewesen und hätten sich am Stand informieren lassen. «Die Präsenz wirkt sich bestimmt positiv aufs Geschäft aus», so Dubi. Der Besucheransturm hat seine Erwartungen übertroffen. «Es war intensiv.»ak

Franz Perroulaz, Expert SenSat

Aussteller Franz Perroulaz ist vollends begeistert vom Aufmarsch an der Seisler Mäss. «Wir hatten hervorragende Kundenkontakte», sagt der Multimedia-Experte mit Filialen in Düdingen und Plaffeien. «Der Sensebezirk reitet auf einer Welle.» Die Messe müsse «allerdringendst» in fünf Jahren wiederholt werden. «Das ist ein Muss», so Franz Perroulaz. Er könne nur Positives berichten. «Eine derart gute Qualität der Infrastruktur hätte ich nicht erwartet.»ak

Hugo Raemy, Mahu-Sport

Am Kombistand von Mahu-Sport und Lauper Metallbau aus Plaffeien wurden die Besucher mit Getränken und Snacks verwöhnt. «Wir möchten den Leuten etwas zurückgeben», sagt Hugo Raemy von Mahu-Sport. Je länger die Ausstellung gedauert habe, desto mehr französischsprachige Besucher seien gekommen. «Die Messe ist auch bei ihnen gut angekommen.» Hugo Raemy plädiert für eine nächste Seisler Mäss–statt weiterer Dorfausstellungen.ak

Peter Schaller, Schaller Wohnen

Viermal hatte Peter Schaller vom Möbelgeschäft Schaller Wohnen in Flamatt in seiner Gemeinde eine Gewerbeausstellung organisiert. Was ihm an der Seisler Mäss geboten wurde, hat seine Erwartungen übertroffen. «Die Organisation ist super, und es hat viele interessierte Besucher.» Schaller sieht wie Hugo Raemy in einer Bezirks- statt in mehreren Dorfausstellungen die Zukunft für Gewerbemessen. Er wäre bei der Seisler Mäss jedenfalls wieder mit dabei.ak

Philipp Schweizer, Josef Gobet AG

Für die Josef Gobet AG, Fensterfabrikant und Schreinerei in Bösingen, sei die Seisler Mäss von der Art her genau die richtige Ausstellung, sagt Co-Geschäftsleiter Philipp Schweizer. «Weil wir stark regional verankert sind.» Entsprechend hat er die Messe als sehr positiv erlebt. «Es ist wichtig, dass wir uns präsentieren.» Finde die Messe in zirka fünf Jahren wieder statt, wären sie wieder dabei. «Kürzer sollte der Rhythmus wegen des Aufwands jedoch nicht sein.»ak

Marc Aebi, Aebi-Kaderli AG

An der Seisler Mäss seien die Beziehungen zu den Besuchern viel persönlicher als beispielsweise an der Freiburger Messe, sagt Marc Aebi, Geschäftsleiter des Gartencenters Aebi-Kaderli in Mariahilf. «Alle haben ein Lächeln auf den Lippen.» Es sei eher eine Präsentations- als eine Verkaufsmesse. «Der Sensler entscheidet sich nicht spontan, ist jedoch sehr interessiert.» Aebi würde sofort wieder mitmachen. «Am liebsten wieder in drei bis vier Jahren.»ak

Zahlen und Fakten

2700 Autos täglich und ein Zwischenfall

Aus Sicht der Kantonspolizei könne er von den fünf Tagen Seisler Mäss nur Positives berichten, sagte Polizeisprecher Gallus Risse gestern an der Bilanzkonferenz. «Es herrschte während der ganzen Ausstellung eine friedliche und freudige Stimmung.» Ein einziger Zwischenfall habe den Einsatz der Polizei nötig gemacht: Ein alkoholisierter Mann aus dem Sensebezirk habe im Vorzelt in der Nacht von Freitag auf Samstag mutwillig eine andere Person angegriffen und diese mit einem Messer am Hinterkopf verletzt. Im Gerangel seien zwei andere Personen leicht verletzt worden. Der alkolholisierte Mann sei sofort festgenommen worden, das Opfer habe Klage eingereicht. Ansonsten verlief die Messe unfallfrei, auch auf dem Parkplatz mit durchschnittlich 2700 Autos pro Tag. Rund 80 Personen der Feuerwehren und Feuerwehr-Angehörige seien im Schichtbetrieb im Einsatz gestanden, um den Verkehr zu regeln, erklärte Risse und bedankte sich beim Sensler Feuerwehrverband sowie beim Taferser Feuerwehrkommandanten für den Grosseinsatz. Die Pendelbusse seien ebenfalls rege genutzt worden. «Vor allem am Abend», so Risse. Der Ambulanzdienst und die Samariter hatten 75 Einsätze. Ein Fünftel entfiel auf die Ambulanz, die restlichen Fälle wie Schnittwunden, Insektenstiche oder Blasen den Samaritern und konnten vor Ort behandelt werden. Die Polizei selber wurde Opfer eines Lausbubenstreichs. An einem Streifenwagen, der in Tafers parkiert war, wurden beide Kontrollschilder abmontiert. Legen die Täter diese vor die Tür des Postens in Tafers, habe der Fall keine Konsequenzen. «Ansonsten müssen wir Klage einreichen.»ak

Meistgelesen