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Die ersten Baupläne auf Eis gelegt

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In der Eishalle in Düdingen wird der Platz knapp. Ein Erweiterungsbau sollte Abhilfe schaffen. Nun sind die Arbeiten fast abgeschlossen–das Projekt wurde in der Zwischenzeit aber geändert, wie Philippe Clerc, Geschäftsleiter der Eisbahn Sense-See, gegenüber den FN erklärt. Die Pläne für den Ausbau waren Ende November 2014 öffentlich aufgelegt (die FN berichteten). So sollten auf der ersten Etage als Erweiterung der VIP-Loge zusätzliche Garderoben entstehen. «Die Garderoben um einen Stock zu erhöhen, wäre aber zu teuer geworden», sagt Philippe Clerc. Um das Gesamtbudget von 650 000 Franken nicht zu überschreiten, sei unterhalb der VIP-Loge eine neue Garderobe gebaut worden. Diese werde vor allem den Damen zur Verfügung gestellt. Im hinteren Aussenbereich der Halle sind zwei neue Materialräume entstanden, und die Sitztribüne wird bis zur VIP-Loge verlängert. Auf den geplanten Bau eines Büros wurde verzichtet, ebenfalls auf die neue Garderobe für die Junioren mit eigener Dusche. Hingegen wird der Durchgang im ersten Stock in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Düdingen in eine Toilette umgebaut, die an Matches der HC Düdingen-Bulls von innen und bei Leichtathletikanlässen von aussen benützt werden kann.

Energieeffizienz verbessern

Ausschlaggebend für die Änderung der Baupläne sei vor allem das neue Freiburger Energiegesetz gewesen, das die Eisbahn Sense-See als Grossverbraucher in die Pflicht nehme, so Clerc. «Wir haben uns aufgrund des Gesetzes entschieden, andere Investitionen vorzuziehen.» Dies habe Mut gebraucht, nun sei er aber froh über die Kursänderung. Denn in den nächsten zehn Jahren würden für eine verbesserte Energieeffizienz mehrere Investitionen anstehen. Einige davon hat die Eishalle nun verwirklicht. Wie die Wärmedämmung bei der Südfassade oder den Einbau einer LED-Beleuchtung, die für besseres Licht und eine Energieeinsparnis von bis zu 50 Prozent gegenüber dem bisherigen Verbrauch sorge, erläutert Philippe Clerc. Die Lampen sind dimmbar, und es können drei Helligkeitsstufen eingestellt werden. Für das öffentliche Eislaufen beispielsweise ist nicht dieselbe Beleuchtungsintensität nötig wie für die Trainings oder Matches.

 Auch die Musikanlage in der Eishalle ist neu. Die Boxen seien bis anhin wegen der Feuchtigkeit in der Halle oft defekt gewesen. Die neue Musikanlage sei nicht nur leistungsfähiger; sie erlaube es auch, das Regulieren der Lautstärke zu kontrollieren, erklärt Philippe Clerc.

Zwei digitale Spieluhren

Was wohl vor allem den Eishockeygoalies auffallen wird, ist die zweite Spieluhr, die am anderen Hallenende angebracht wurde. Nun müssen sich die Goalies auf der Seite des Parkplatzes nicht mehr umdrehen, um die Spielzeit zu sehen. Zwei digitale Uhren ersetzen die alte analoge Uhr. Besonders wichtig ist Philippe Clerc auch die Veränderung im Restaurant. «Es hat ein Facelifting erfahren», freut er sich. Vor dem Saisonstart am 28. August werden in der Eishalle alle Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Eisproduktion: Besser nicht dicker als 3,5 Zentimeter

N ächste Woche beginnt in der Eishalle in Düdingen die Eisproduktion. Dazu wird der Beton des Hockeyfeldes, unter dem sich ein 30 Kilometer langes Rohrsystem befindet, heruntergekühlt. Durch die Rohre fliesst Glykol, das nicht gefrieren kann. Am 19. August starten die Kompressoren des Zwei-Kreis-Systems, die das Glykol abkühlen lassen. Innerhalb von 24 bis 36 Stunden wird der Beton von 20 auf 0 Grad Celsius heruntergekühlt, erklärt Philippe Clerc, Geschäftsleiter der Eishalle. Während 24 Stunden bleibt die Temperatur bei 0 Grad, bis die Feuchtigkeit aus dem Beton entwichen ist. Dann wird er bis in die Minusgrade weiter abgekühlt, und die Eismacher beginnen, Wasser auf die Piste zu geben. Es entsteht ein erster sogenannter Pistenausgleich. Fünf Tage nach dem Start der Kompressoren beginnt der Prozess des «Weissen». Das Wasser wird mit 300 bis 400 Kilogramm Kreidemehl gefärbt, und so wird die oberste Schicht des sonst grauen Eises weiss.

Sobald das Eis schön weiss ist, folgt eine Schutzschicht, auf welche die Linien aufgetragen werden. Dann folgt die Eisflächen-Werbung, und darauf kommt eine Deckschicht von acht bis zehn Millimetern. Zum Schluss folgen nochmals acht Millimeter sogenanntes Abreibeis. Das ist jenes Eis, das während der Saison mehrmals bearbeitet wird. Das Eis sollte gemäss Clerc 3,5 bis 4,5 Zentimeter dick sein. «Ab 3,5 Zentimetern bedeutet jeder weitere Zentimeter zehn Prozent mehr Energieverbrauch.» Deshalb versuche sein Team jeweils, das Eis so dünn wie nur möglich zu halten. ak

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