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Die Erwachsenenstation im Psychiatrischen Spital Marsens wird stark beansprucht

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Autor: IRMGARD LEHMANN

Marsens In den letzten zehn Jahren haben immer mehr depressive Menschen in Kliniken Hilfe gesucht. Rund 40 Prozent betrug die Zunahme, wie Graziella Giacometti, Chefärztin an der Psychiatrischen Klinik von Marsens, auf Anfrage sagt. Ein Beweis hiefür ist u. a. der Belegungsgrad vom vergangenen Jahr. Auf der Station der Erwachsenen betrug er 102 Prozent – zeitweilig gar 105 Prozent. Rund 1350 Personen sind eingetreten. Wie Giacometti bemerkt, war es aber auch in den vergangenen Jahr nicht viel besser. Die Station war quasi ausgelastet. Eine Entlastung erhofft sich Marsens von der zweisprachigen Tagesklinik Phoenix. Sie wurde im September in Marsens eröffnet. Doch laut der Chefärztin ist der Standort nicht optimal. «Wir müssen in Freiburg oder in Deutschfreiburg ein Lokal finden.» Bis Ende Jahr sollte es so weit sein.

In der Tagesklinik wird vorwiegend gruppen- oder umfeldorientierte Psychotherapie angeboten. Soziale Tätigkeiten sollen ausserden helfen wieder an das «normale» Leben anzuknüpfen.

Sektor Alterspsychiatrie

Marsens verfügt ebenfalls über drei Stationen (45 Betten) im Bereich Alterspsychiatrie. Letztes Jahr hat das Spital rund 220 Menschen aufgenommen, was im Vergleich zu 2006 (190 Personen) einer Zunahme entspricht. Eine Zunahme, die primär auf die längere Lebensdauer zurückzuführen ist.

Wie die Direktion für Gesundheit und Soziales in einer Mitteilung schreibt, konnte die Anzahl Eintritte dank der Praxis der Liaison-Konsultation (in 14 Pflegeheimen des Kantons) in Grenzen gehalten werden: Die seit Mai angewandte Praxis umfasst entweder Konsultationen an Ort und Stelle oder eine Unterstützung des Pflegepersonals.

Jugendliche weniger lang in Marsens

Der Sektor Jugendpsychiatrie und -psychotherapie verzeichnete mit 77 Eintritten gleich viele wie 2006. In diesem Bereich nahm die mittlere Aufenthaltsdauer deutlich ab: von 44 Tagen im Jahr 2006 auf 36,5 im Jahr 2007. Die Gesundheitsdirektion wertet dies als positives Zeichen für die schnellere Wiedereingliederung in das familiäre Netz.

In den letzten Jahren, so Giacometti, habe man festgestellt, dass psychisch kranke Menschen in ihrem Leben mehrere depressive Episoden durchmachen. Die Depression bleibe eine häufige Krankheit. Strategien und Angebote, die sich präventiv und therapeutisch auswirken, stehen daher im Mittelpunkt. In dieses Konzept fällt auch das Fitness-Zentrum, das letztes Jahr eröffnet wurde. Gleichzeitig laufen Forschungsarbeiten, die der heilsamen Wirkung der Therapien gelten, erklärt die Chefärztin. Um die Wirksamkeit der Behandlung zu kennen, werden beispielsweise beim Eintritt, während der Behandlung, nach Austritt und auch Wochen später Analysen durchgeführt. Gemäss der Gesundheitsdirektion ist ein reichhaltiges Spektrum an Formen der Patientenbetreuung vorgesehen, namentlich mit der Einführung von Zwischenstrukturen und einer Verstärkung der ambulanten Behandlungen.

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