Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Die Familie hat Priorität»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Am 10. Februar wählte der FC Freiburg einen neuen Präsidenten: Jean-Pierre Gauch. Wenn auch im Sport neu, ist dies kein unbekannter Name. Neben der Geschäftsleitung der Stiftung für studentisches Wohnen Apartis, hat Jean-Pierre Gauch auch die Präsidentschaft des Internationalen Folkloretreffens Freiburg inne, er setzt sich im Namen der Eltern der Unterstadt für eine umfassendere ausserschulische Betreuung ein und bis im vergangenen Oktober präsidierte er die städtische CVP. Nun ist er noch Mitglied.

Sitzungen am Mittag

«Ich hatte Lust, etwas für die Jungen zu tun», sagt Gauch zu seinem neuen Engagement als Präsident des städtischen Fussballklubs. Seit dem Amtsantritt am 10. Februar hat er sich schon ziemlich ins Zeug gelegt: Der Vize-Präsident sowie die Verantwortlichen für das Technische und die Finanzen sind gefunden; «es fehlen einzig noch eine bis zwei Personen für das Sekretariat», sagt Gauch. Zeit für all die Telefone, Mails, Sitzungen oder persönlichen Gespräche finde er immer wieder zwischendurch, erzählt er. Obwohl sein Wecker auf 6.30 Uhr gestellt sei, erwache er meist bereits eine Stunde früher. «Dann stehe ich auf, prüfe meine Mails und mache Notizen», sagt er. Nach dem Frühstück mit seiner Frau und der neunjährigen Tochter geht er ins Büro von Apartis. «Dort bin ich voll auf meine Arbeit konzentriert, die anderen Verpflichtungen müssen dann warten», betont Gauch.

Leute geben viel zurück

 Die Mittagspause hingegen ist bei Gauch oft nicht nur zum Essen da: «Ich versuche, möglichst viele Sitzungen zwischen zwölf und ein Uhr anzusetzen.» Damit könne er verhindern, dass zu viele Sitzungen auf den Abend fielen. Letzte Woche hat dies nicht geklappt: Jeden Abend war er unterwegs. «So ist es aber nicht immer. In der Regel investiere ich nur zwei Abende pro Woche in diese Ämter», versichert er. Warum er all diese Arbeit auf sich nimmt, ist für Gauch klar: «Ich bin überzeugt von dem, was ich mache, und setze mich gerne für das Gemeinwohl ein.» Auch wenn sich der Einsatz finanziell nicht lohne, Entschädigungen gebe es genug: «Wenn die Leute wieder Freude am Fussball in Freiburg haben, glücklich aus einer Vorstellung am Folkloretreffen kommen, oder Eltern dank unserem Mittagstisch in der Unterstadt eine Sorge weniger haben, hat sich die Arbeit gelohnt.» Trotz seines Enthusiasmus: Der Einsatz für andere hat bei Jean-Pierre Gauch auch Grenzen. «Wenn ich merke, dass die Leute meine Ideen nicht teilen, höre ich lieber auf und stecke meine Energie in etwas anderes», sagt er im Hinblick auf seinen Rücktritt als Präsident der CVP der Stadt Freiburg. Für diesen Schritt hatte er sich entschieden, da er die bürgerliche Allianz für die Staatsrats-Ersatzwahl nicht unterstützte und das passive Verhalten der Kantonalpartei in der «Affäre Kilchenmann» unverständlich fand. «Es gibt gewisse Dinge, die kann ich nicht akzeptieren», so Gauch.

 Energie für seine vielen Ämter findet der 49-Jährige in seinem Alltag. «In der Familie läuft es gut und im Berufsleben auch. Das sind meine Motoren», sagt er und betont: «Ohne die Unterstützung meiner Frau könnte ich dies alles nicht machen.» So sei für ihn klar: «Sollte ich nicht mehr alles unter einen Hut bringen können, hat die Familie Priorität.»

 Obwohl er oft eingespannt sei, komme seine Familie aber nicht zu kurz, sagt Gauch: «Die Wochenenden gehören meiner Frau und meiner Tochter. Und unter der Woche frühstücken wir immer zusammen, und auch das Abendessen nehmen wir meist gemeinsam ein.» Da er zu 80 Prozent angestellt sei, jedoch fünf Tage pro Woche arbeite, könne er auch mehr Ferien beziehen. «Dann verreisen wir oft für ein paar Tage.»

Doch auch am Meer, auf Städtereisen oder in den Bergen kann Jean-Pierre Gauch nicht ganz auf seine Arbeit verzichten. Während einer Stunde pro Tag kontrolliert er seine E-Mails, beantwortet Anfragen und telefoniert auch ab und zu. «Ich bin nicht gerne abgeschnitten.»

 

«Ohne die Unterstützung meiner Frau könnte ich dies alles nicht machen.»

Jean-Pierre Gauch

Präsident des FC Freiburg und des Folkloretreffens

Zur Person

«Ich wollte etwas Konkreteres machen»

Jean-Pierre Gauch ist am 11. Oktober 1964 in Colombier im Kanton Neuenburg geboren. Neben der schweizerischen besitzt er auch die spanische Staatsbürgerschaft. Nach Abschluss der Ingenieurschule in Neuenburg und Biel bildete er sich in Freiburg und Bern zum Informatiker weiter. Während mehreren Jahren arbeitete er an der Universität Freiburg als Leiter der Informatikabteilung. «Die Informatik ist interessant, aber auch nicht genug konkret», sagt Gauch. Deshalb habe er sich vor sieben Jahren entschieden, die Stelle zu wechseln. «Ich wollte etwas Konkreteres machen», erklärt er. Seit August 2007 ist er Geschäftsleiter der Stiftung für studentisches Wohnen Apartis. Jean-Pierre Gauch ist verheiratet und hat eine neunjährige Tochter. In seiner Freizeit geht er gerne Ski fahren, wandern, liest die Zeitung und–«was meine Frau überhaupt nicht verstehen kann»–Werbeprospekte.rb

Meistgelesen

Mehr zum Thema