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Die FDP Freiburg will den Gripen

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«Ich bin nicht hier, um die Ärzte zu vertreten, sondern unser Gesundheitssystem, von dem auch ich als Patient betroffen sein kann», stellte Jean-Daniel Schumacher an der Delegiertenversammlung der kantonalen FDP vom Mittwochabend klar. Der Präsident der Freiburger Ärzte erläuterte den 40 Anwesenden den Bundesbeschluss über die medizinische Grundversorgung.

Er zeigte aufgrund aktueller Zahlen auf, dass der Kanton Freiburg in Sachen Ärztedichte das Schlusslicht in der Schweiz ist. «Der Kanton Freiburg ist bald Niemandsland im Bereich der Medizin», so Schumacher. Ein Freiburger Arzt arbeite mehr und verdiene dafür weniger. Der Kanton sei für diese Berufsgruppe deshalb kaum attraktiv.

Weiter kritisierte Schumacher den neuen Verfassungsartikel als Verstaatlichung des Hausarztberufs und wies darauf hin, dass die Ärzte bereits heute eng zusammenarbeiteten. Die Delegiertenversammlung sprach sich trotzdem mit einer knappen Mehrheit für den Bundesbeschluss aus und folgte dabei dem Beispiel der nationalen FDP.

Ja zur Pädophilen-Initiative

Die Diskussion über die Pädophilen-Initiative widerspiegelte die Situation auf Bundesebene: Auch die Delegierten der FDP Freiburg waren sich nicht einig. Nach einigen teilweise emotionalen Aussagen, sowohl für wie auch gegen die Initiative, wurde diese schliesslich mit 24 gegen 15 Stimmen und einer Enthaltung befürwortet. FDP-Präsident Didier Castella hatte im Vorfeld kein Geheimnis daraus gemacht, dass auch er mit Ja abstimmen werde: «Die Vorstellung, dass ein schwerer Sexualtäter nach zehn Jahren wieder mit Kindern arbeitet und es so zu erneuten Übergriffen kommen kann, ertrage ich nicht.»

Delegierte für Gripen-Kauf

Im Gegensatz dazu herrschte unter den Delegierten grosse Eintracht bei der Mindestlohn-Initiative und beim Kauf der Gripen-Jets. Während erstere nach einer Podiumsdiskussion mit FDP-Nationalrat Jacques Bourgeois und Unia-Gewerkschaftssekretär Armand Jaquier einstimmig abgelehnt wurde, sprachen sich 32 Anwesende für den Kauf der 22 Gripen aus.

Die Jahresrechnung 2013 schloss mit rund 20 000 Franken mehr Gewinn ab als budgetiert. Dies dank verschiedenen Beiträgen sowie einem erfolgreichen «Fest der Freiheit», dessen Aufwand geringer ausfiel als vorgesehen. Das Budget 2014 wurde entsprechend angepasst und rechnet mit einem Aufwand von 112 400 Franken. Bei einem Ertrag von 113 050 Franken ergibt dies ein leichtes Plus.

Am Ende der Versammlung kam es zur Wahl des neuen Vize-Präsidenten der Kantonalpartei: Fabrice Tedeschi. Der 29-Jährige habe sich bisher als Vorstandsmitglied für die Partei eingesetzt, empfahl Präsident Castella. Seine Nominierung wurde per Applaus gutgeheissen. Tedeschi zeigte sich erfreut und bedankte sich bei den Anwesenden. «Ich werde meine Sektion dazu ermutigen, den Bürgern auf der Strasse zu begegnen», versprach der Neugewählte und verwies damit auf die Wahlkampagne 2015–2016 «Leporello». Diese sieht einen intensiveren Kontakt zum Volk und mehr Präsenz auf der Strasse vor.

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