Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Die Formkurve zeigt weiter nach oben

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

60 Minuten lang spielten Kloten und Gottéron wie fast immer beinahe schon körperloses Eishockey – nur um nach dem Schlusspfiff doch noch zu einer gehörigen Schlägerei anzusetzen. Einigen Spielern auf beiden Seiten brannten da wohl die Sicherungen durch, Strafen sprachen die Unparteiischen richtigerweise nicht mehr aus. Aber nicht nur auf dem Eis fehlte in dieser Phase Fairplay, auch die frustrierten Zürcher Fans liessen ihren Unmut bei der Bekanntgabe der besten Spieler an Freiburgs Goldhelm Julien Sprunger aus, der ihrer Meinung nach vor dem entscheidenden Tor zum 4:3 von Michal Birner mit einer Schwalbe einen Vorteil für sein Team herausgeholt haben soll.

In der Flughafenstadt täte man allerdings gut daran, den Fehler für diese bittere Niederlage nicht bei den Schiedsrichtern zu suchen, sondern in den eigenen Reihen. Denn nach einem guten Start und zwei schnellen Toren zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung baute die Überraschungsmannschaft der Liga bös ab, und wurde auf der Ziellinie von einem starken Gegner noch abgefangen. Ganz anders Gottéron, das seine gute Leistung des Champions-League-Spiels vom Dienstag bestätigte, und in dieser Verfassung durchaus wieder ein Kandidat für eine mögliche Playoff-Teilnahme ist.

Starke Goldhelme

Am Deutschland-Cup letzte Woche fehlten der Schweizer Eishockeymannschaft wie schon oft in den letzten Jahren treffsichere Torschützen. Schade, war Nationaltrainer Patrick Fischer gestern in der Swiss Arena in Kloten nicht anwesend, denn da hätte er zwei solche am Werk gesehen: Einmal mehr gehörten die Topskorer Denis Hollenstein und Julien Sprunger zu den auffälligsten Offensivspielern auf dem Eis, am Ende ging dieses Duell zumindest resultatmässig an den Freiburger, obwohl beide je einen Treffer erzielen konnten.

Während vorne vor allem die beiden Toplinien für die Musik sorgten, standen hinten zwei völlig unterschiedliche Keeper in den Toren – beide machten ihre Sache über das ganze Spiel gesehen recht ordentlich. Weil bei Kloten Luca Boltshauser immer noch verletzt ist, stand wiederum der 42-jährige Martin Gerber im Kasten, bei Freiburg hatte sich Trainer Larry Huras etwas überraschend für den 24-jährigen Dennis Saikkonen entschieden, der ausser beim 3:3-Ausgleich (44.) seine Sache sehr gut machte. Einen leichten Vorteil hatte der Sieger für einmal im Überzahlspiel, zweimal trafen die Gäste im Powerplay. Dass die Special Teams in solchen engen Partien für die Differenz sorgen, wurde auch diesmal wieder bestätigt. Gegenüber den letzten Spielen konnten sich die seit Langem wieder einmal mit vier kompletten Abwehrblöcken angetretenen Freiburger im Unterzahlspiel verbessern, wo Spieler wie Greg Mauldin, aber auch Caryl Neuenschwander wertvolle Arbeit für die eigene Mannschaft leisteten. Die spielentscheidende Szene sahen die gut 5000 Fans zwölf Minuten vor Schluss: Kurz nachdem Roman Schlagenhauf allein vor Saikkonen gescheitert war, skorte im Gegenangriff Neuzuzug Michal Birner kaltschnäuzig. Statt 4:3 für die Zürcher hiess es eben 3:4 für Gottéron – manchmal braucht man im Sport eben auch etwas Schlachtenglück.

Trash-Talk vor Spielbeginn

Bereits vor der ersten Puck­eingabe tauschten sich die beiden ehemaligen Servette-Spieler Hollenstein und Chris Rivera noch kurz mit einigen Wörtern aus, danach hatte der Klotener Leader dann zweimal innert kürzester Zeit das bessere Ende gegen Gottérons Checkerlinie für sich, was Trainer Huras dazu bewog, in der Folge seinen Ausländersturm gegen die beste Klotener Linie auflaufen zu lassen. Überraschenderweise bekamen die Freiburger dadurch plötzlich ein Übergewicht im Spielgeschehen, auch weil die anderen drei Linien sich ebenfalls ins Szene setzen konnte, selbst der junge Sturm um die beiden Youngsters Marchon und Chiquet hielt sich von Minute zu Minute besser.

Welchen Wert dieser hart erkämpfte und psychologisch wertvolle Erfolg wirklich hat, dürfte man schon im heutigen Heimspiel gegen Zug sehen, gegen einen Gegner, der sicher noch mehr Potenzial aufs Eis bringen wird. Unter der Leitung von Coach Larry Huras haben sich die Drachen allerdings in den letzten Wochen in vielen Bereichen, auch im Physischen, gesteigert. Und mit der Unterstützung des Publikums ist dem Team durchaus auch gegen den EVZ eine Überraschung zuzutrauen. Dank den drei Punkten hat der HCF nicht nur den Abstand zu den Zürcher Unterländern auf acht Zähler verringern können, sondern plötzlich darf man auch wegen dem Formanstieg wieder optimistisch den nächsten Spielen entgegensehen. Verbesserungspunkte gibt es natürlich noch genügend, in Kloten vermisste man zwischendurch etwas die defensive Absicherung, Torschütze Yannick Rathgeb spielte mehr als vierter Stürmer als ein Verteidiger. Solche Aussetzer könnten gegen einen stärkeren Gegner ins Verderben führen.

Telegramm

Kloten – Freiburg-Gottéron 3:4 (2:1, 0:2, 1:1)

5024 Zuschauer. Tore: 2. Rathgeb (Cervenka/Ausschluss Weber) 0:1. 3. Hollenstein (Frick) 1:1. 7. Sanguinetti (Santala, Hollenstein) 2:1. 38. Sprunger 2:2. 40. (39:17) Sprunger (Bykow, Birner) 2:3. 44. Hollenstein (Sanguinetti, Praplan) 3:3. 48. Birner (Sprunger) 3:4. Strafen: 8-mal 2 plus 10 Minuten (Sanguinetti) gegen Kloten, 6-mal 2 Minuten gegen Gottéron.

Kloten: Martin Gerber; Sanguinetti, Frick; Stoop, Weber; Back, Harlacher; Gähler; Praplan, Santala, Hollenstein; Grassi, Shore, Sheppard; Romano Lemm, Roman Schlagenhauf, Kellenberger; Obrist, Homberger, Leone.

Freiburg-Gottéron: Saikkonen; Stalder, Leeger; Rathgeb, Picard; Schilt, Abplanalp; Maret, Chavaillaz; Neukom, Rivera, Caryl Neuenschwander; Sprunger, Cervenka, Birner; Mauldin, Bykow, Mottet; Marchon, Schmutz, Chiquet.

Bemerkungen: Kloten ohne von Gunten, Bieber, Boltshauser und Ramholt (alle verletzt), Gottéron ohne Ritola, John Fritsche, Kienzle (alle verletzt) sowie Gustafsson (krank). – NLA-Debüt des Tschechen Michal Birner. – Pfosten: 12. Praplan, 28. Mauldin. – Latte: 34. Shore. – 59:35 Timeout Kloten, ab 58:55 ohne Torhüter.

Der heutige Gegner

Fakten zum EV Zug

• Zugs Powerplay überzeugt nicht. Die Zentralschweizer benötigen im Schnitt 13,5 Minuten für ein Tor in Überzahl. Nur Freiburg und Ambri brauchen noch länger.

• Topskorer ist der nur 167 Zentimeter grosse Lino Martschini mit 6 Toren und 12 Assists.

• Der ehemalige Gottéron-Verteidiger Timo Helbling weist mit 7 Skorerpunkten und einer Plus-4-Bilanz bisher gute Statistiken auf.

• Das bisher einzige Saisonduell gegen Freiburg gewann Zug anfang Oktober zu Hause mit 4:2.

fm

Mehr zum Thema