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Die Forschung verständlich machen

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Die Forschung verständlich machen

7000 Personen besuchten am Wochenende die Agroscope Liebefeld-Posieux

Mit dem Ziel, der Öffentlichkeit auf anschauliche Art und Weise Einblick in die landwirtschaftliche Forschung zu gewähren, organisierte die Agroscope Liebefeld-Posieux (ALP) vom 16. bis 18. September Tage der offenen Tür. Die Organisatoren zeigten sich erfreut über den Besucheraufmarsch.

Von JOSEF JUNGO

Trotz der widrigen Witterungsverhältnisse – oder vielleicht gerade deswegen – begaben sich insbesondere am Bettag viele Besucherinnen und Besucher nach Posieux, um Einblick in die vielfältige Agrarforschung zu erhalten, welche sich von der Fütterung der Tiere über die Produktion von Milch und Fleisch bis zur Verarbeitung dieser Produkte in qualitativ hochstehende Lebensmittel erstreckt. Die thematischen Rundgänge illustrierten die verschiedenen Etappen «von der Weide auf den Teller».

In Posieux drehte sich die Ausstellung um die drei Hauptthemen Forschung in den Bereichen Rindvieh, Schweine und Futtermittel. Die Besucher konnten viel Wissenswertes über 12 Milchvieh- und Fleischrinderrassen, über ihr Verhalten auf der Weide sowie über die Futterkonservierung und Futterqualität erfahren. Sie konnten sich auch mit den Produkten Milch und Fleisch auseinander setzen. An mehreren Standorten waren Qualität, Zusammensetzung und Geschmack dieser Produkte das Thema. Ebenso konnte Schaf- und Ziegenmilch degustiert werden.

Kann man Eberfleisch essen?

Auf dem Rundgang «Schweine» konnte im Rahmen eines Konsumententests Schweinefleisch degustiert werden. Unter den vier Proben befand sich auch eine aus Eberfleisch. Die ganze Thematik Eberfleisch habe mit dem Verbot der Ferkelkastration ohne Anästhesie neue Bedeutung erhalten, erklärte der PR-Verantwortliche Reto Burkhardt. Die Agroscope prüfe deshalb verschiedene Varianten. Diese Degustation stiess bei den Besuchern auf ein reges Interesse. Es sei gar nicht leicht gewesen, frappante Unterschiede festzustellen, erklärten Befragte. Gespannt darf die Auswertung der Degustationsformulare erwartet werden.

Die ALP ist auch für die Kontrolle der Heimtierfuttermittel in der Schweiz zuständig. Dabei geht es um die Qualität, aber auch darum, aufzuspüren, ob genveränderte Organismen (GVO) und verbotene oder schädliche Substanzen (z.B. Tiermehle) in den Futtermitteln sind.

An diesen drei Tagen hatten die Besucher nicht nur Gelegenheit, Demonstrationen oder Kurzfilme anzuschauen, sondern sie konnten mit den Forschern und Spezialisten Gespräche führen. Für die Kinder standen verschiedene Spiele zur Verfügung. Dazu gab es Wettbewerbe.
Agrarforschung ist gefordert

An der Eröffnung der Tage der offenen Tür vom Freitag, 16. September, in Liebefeld umriss der Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft, Manfred Bötsch, die vom Bundesrat letzte Woche in die Vernehmlassung gegebene Botschaft zur Agrarpolitik 2011. Die Reform der Landwirtschaft solle weitergeführt werden. Um die Konkurrenzfähigkeit der Nahrungsmittelproduktion zu stärken, werden als Kernelemente alle Exportsubventionen und mehr als die Hälfte der Marktstützungsmassnahmen in produkteunabhängige Direktzahlungen umgelagert, führte er aus.

Wie die Landwirtschaft, habe sich auch die Agrarforschung an diese neue Situation anzupassen. Die Verschlankung der Organisation bringe der ALP Kosteneinsparungen und die Forschenden profitierten vom verfügbaren Wissen an beiden Standorten Liebefeld und Posieux, sagte er. Unter einem Dach könne nun die ganze Kette von der Tierproduktion bis zu den Lebensmitteln tierischer Herkunft abgedeckt werden. Mit den Tagen der offenen Tür wolle die ALP den Besucherinnen und Besuchern ihre Leistungen und den Nutzen ihrer Arbeit aufzeigen. ju
Einige Kennzahlen

Seit dem letzten Jahr verfügt die ALP über Forschungskompetenzen in der ganzen tierischen Produktion. Die Agroscope Liebefeld-Posieux bietet 178,7 Vollzeitstellen an. Der Frauenanteil beträgt 28,1 Prozent. Die Personalausgaben betrugen letztes Jahr 35,3 Millionen Franken. Nach Abzug von 5,2 Millionen Franken Einnahmen bleibt ein Nettofinanzbedarf von 30,1 Millionen Franken.

Laut Jahresbericht 2004 vermittelte die ALP viel Wissen und Technologie. So wurden beispielsweise 452 Veröffentlichungen publiziert, 416 Vorträge gehalten, 306 Lektionen an Universität und Hochschulen belegt, 501 Expertisen erstellt, 1695 Futtermittelkontrollen und 646 Inspektionen durchgeführt. Ferner wurden 101 616 Einheiten Kulturen für fermentierte Milchprodukte verkauft.

Direktor Andreas Aeschlimann wird auf Neujahr von Michael Gysi abgelöst. ju

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