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Die Freiburger als Aussenseiter

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Obwohl Yohanes Hogianto seine ersten nationalen Titelkämpfe bestreitet, ist er gleich der erklärte Favorit. Der gebürtige Indonesier prägt seit Jahren die Schweizer Badmintonszene und hat auch diese Saison massgeblichen Anteil daran, dass der BC Adliswil in der Badminton-NLA auf Playoffkurs ist. Sieben seiner elf Meisterschaftsspiele hat Hogianto für die Zürcher gewonnen, wobei er es auf der ersten Einzelposition mit zahlreichen ausländischen Profis zu tun bekommen hat. Auch beim Shuttlecup im vergangenen September hat der 33-Jährige bewiesen, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. Den Einzel-Final verlor er äusserst knapp (19:21, 19:21) gegen den Bulgaren Stilyan Makarski.

Happige Auslosung für Olivier Andrey

Hogianto, nach seiner Einbürgerung erstmals teilnahmeberechtigt, sieht sich im neuenburgischen Couvert allerdings einigen Herausforderern gegenüber. Dies sind einerseits Titelverteidiger Christoph Heiniger (Trogen-Speicher), andererseits frühere Meister wie Christian Bösiger (Uzwil/4 Titel und Olivier Andrey (Tafers-Freiburg/6). Andreys Auslosung ist allerdings happig. Bereits im Viertelfinal wartet auf den 35-jährigen Wünnewiler Christoph Heiniger, gegen den er im Vorjahr das Endspiel in zwei Sätzen verloren hat. «Es wird schwierig», sagt Olivier Andrey. «Allerdings befindet sich Christoph in einer ähnlichen Situation wie ich. Auch er hat seinen Trainingsumfang reduziert und tritt nicht mehr mit den gleichen Ambitionen an. Wir wollen beide gewinnen, sind aber beide nicht mehr so verbissen wie noch vor einiger Zeit.» Sollte Andrey den Viertelfinal überstehen, trifft er in der nächsten Runde voraussichtlich auf den als Nummer 2 gesetzten Christian Bösinger. Andrey und Bösiger haben zusammen zehn der letzten zwölf Einzeltitel gewonnen und sich an Schweizer Meisterschaften schon manch packendes Duell geliefert.

Benedikt Schaller im Duell der Youngsters

Neben den beiden «Altmeistern» gehört auch die junge Garde–angeführt vom erst 19-jährigen Dominik Bütikofer (Trogen-Speicher)–zu den Herausforderern von Yohanes Hogianto. Zu den Schweizer Nachwuchshoffnungen gehört auch Benedikt Schaller (Tafers-Freiburg). Der 18-jährige Schmittner schaffte es letztes Jahr bei seinen ersten nationalen Elite-Meisterschaften bis in den Viertelfinal, wo er seinen Teamkollegen Olivier Andrey an den Rand einer Niederlage gebracht hat. Die Runde der letzten acht dürfte Benedikt Schaller auch heuer ohne grössere Probleme erreichen. Dort wartet mit Nationalmannschaftskollege Bütikofer allerdings ein starkes Kaliber. Der als Nummer 3 gesetzte Zuger absolviert seit Oktober die Spitzensport-RS und profitiert in Magglingen von perfekten Trainingsbedingungen. Die Vorteile im Duell der beiden Youngsters liegen eher auf der Seite des Rekruten.

Müller einzige Freiburgerin

Bei den Frauen ist Sabrina Jaquet (La Chaux-de-Fonds), die in Rio de Janeiro ihre zweite Olympia-Teilnahme anstrebt, zurzeit die unangefochtene Leaderin der nationalen Badminton-Szene und als Nummer 50 der Weltrangliste auch international am höchsten kotiert. Die 28-Jährige dürfte auf dem Weg zu ihrem vierten nationalen Einzeltitel in Serie kaum auf ebenbürtige Konkurrenz stossen, zumal Nicole Schaller (Tafers-Freiburg), die eigentliche Nummer zwei, erneut verletzungsbedingt fehlt.

Als einzige Freiburger Vertreterin hat es Aline Müller ins Haupttableau geschafft. Der Bösingerin ist der Einzug in den Viertelfinal durchaus zuzutrauen, dann dürfte die Hürde Ronja Stern allerdings zu gross sein. Die 18-jährige Aargauerin hat an den letzten Junioren-Europameisterschaften den 5. Platz belegt und eilt aktuell in der NLA mit dem Tabellenleader St. Gallen-Appenzell von Erfolg zu Erfolg. Zuletzt hat Stern arrivierte Nationalspielerinnen wie Ayla Huser (Yverdon) und Cendrine Hantz (Uzwil) geschlagen. Die drei dürften in Couvert auch den Kampf um die Podestplätze neben Sabrina Jaquet unter sich aufteilen.

Oliver Schallers Medaillenhoffnungen

Zu den Medaillenhoffnungen zählt auch Oliver Schaller, der im Vorjahr mit Gold im Doppel und Bronze im Mixed erfolgreichster Freiburger Spieler war. Im Doppel tritt der Schmittner allerdings nicht mehr mit Mathias Bonny, sondern mit seinem neuen Nationalmannschaftspartner Pierrick Deschenaux (Yverdon-les-Bains) an. Obwohl die beiden nicht gesetzt sind, zählen sie zu den Titelanwärtern. Die Konkurrenz des neu formierten Duos hat es in sich, mindestens ein halbes Dutzend Doppel-Paarungen dürfen sich Medaillenchancen ausrechnen.

 Dazu gehören auch die beiden Brüder Olivier und Michael Andrey (Olympica Brig), die dank einer günstigen Auslosung in den Halbfinal durchmarschieren dürften. Auch Benedikt Schaller/Dominik Bütikofer darf Edelmetal zugetraut werden, auch wenn die als Nummer 2 gesetzten Nationalspieler eher Einzelspezialisten sind und gewöhnlich nicht Seite an Seite Doppel spielen.

 Im Mixed haben Sabrina Jaquet und Anthony Dumartheray (Yverdon-les-Bains) letztes Jahr ihren 10. Titel in Folge geholt und sind damit in die Geschichtsbücher von Swiss Badminton eingegangen. Alles andere als ein erneuter Triumph der beiden in Couvert würde einer grossen Überraschung gleichkommen. Oliver Schaller und Céline Burkart (Trogen-Speicher), die derzeit bestplatzierte Schweizer Mixed-Paarung, wollen aber ihr Veto einlegen. Allerdings zählten die beiden auch letztes Jahr zu den gössten Finalanwärtern, scheiterten aber überraschend an Christian Bösiger/Sanya Herzig (Uni Basel) im Halbfinal. Nach Bronze im Vorjahr möchten Schaller/Burkart nun Silber gewinnen. Dass die beiden die Klasse haben, um das zu schaffen, haben sie bereits des Öfteren bei internationalen Turnieren bewiesen.

Programm

Schweizer Meisterschaften 2016

Couvet NE (Centre Sportif). Donnerstag:10.00 bis ca. 21.30 Uhr. – Freitag, 5. Februar: 10.00 bis ca. 22.00 Uhr.Samstag:10.00 bis ca. 21.00 Uhr mit ab 18.00 den Finals im Männer-Doppel und Frauen-Einzel.Sonntag:10.00 bis ca. 16.30 Uhr mit ab 13.30 den Finals im Frauen-Doppel, Männer-Einzel und Mixed.

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